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Fläschchen mit Leinöl auf Leinsamen

Phytoöstrogene: Ernährung mit hormonaktiven Pflanzenstoffen

Wir essen sie, ohne uns Gedanken über die Wirkung zu machen, dabei sind sie Hormonen sehr ähnlich: Phytoöstrogene. Lebensmittel, in denen die Pflanzenstoffe stecken, sind beispielsweise Soja und Leinsamen. Was passiert, wenn wir viele solcher Nahrungsmittel genießen?

Sekundäre Pflanzenstoffe: Phytoöstrogene

Eine Schwangerschaft kann zu Östrogenmangel führen.

Von Phytoöstrogenen haben am ehesten Frauen in den Wechseljahren gehört, aber auch für Männer spielen die sekundären Pflanzenstoffe eine Rolle. Denn sie stecken in vielen Lebensmitteln und sind den Östrogenen strukturell ähnlich. Die weiblichen Sexualhormone sind für den Zyklus wichtig, haben eine Bedeutung für den Stoffwechsel und sind an der Knochenbildung beteiligt. Ab der Menopause nimmt die körpereigene Produktion immer mehr ab – mit all den bekannten und ungeliebten Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Müdigkeit, Gewichtszunahme und Veränderungen an Haut und Haaren. Doch auch jüngere Frauen können von Östrogenmangel betroffen sein, was die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft senkt. Da liegt es nahe, mit einer Hormonersatztherapie gegenzusteuern, die allerdings ihrerseits Nebenwirkungen wie Thrombosen haben kann. Als sanfte und natürliche Alternative gelten Phytoöstrogene. Aber funktioniert die Logik, einfach Phytoöstrogene gegen Haarausfall und andere Beschwerden einzunehmen?

Reiner Ley: Obst- & Gemüse-Experte Mehr frische Tipps von Reiner Ley
Was macht Soja für Veganer so wertvoll?

Soja stellt einen wertvollen Beitrag zu einer veganen Ernährung dar, weil Sojabohnen sehr eiweißreich sind. Verzehrfertig zubereitet liegt der Proteinanteil bei etwa 9 Prozent. Das enthaltene Eiweiß kann vom Körper gut aufgenommen und verwertet werden. Da Veganer keine Proteine aus Fleisch oder Milchprodukten zu sich nehmen, ist es bei einer veganen Ernährung wichtig, Eiweiße aus pflanzlichen Quellen zu beziehen.Im menschlichen Körper sind Proteine unter anderem für Aufbau und Erneuerung körpereigener ...

Noch mehr geballtes Expertenwissen

Phytoöstrogene in Nahrung und Präparaten

Fläschchen mit Leinöl auf Leinsamen
Leinsamen enthalten viele Phytoöstrogene.

Ob es hilft, beispielsweise mehr getrocknete Aprikosen zu essen oder häufiger Leinsamen-Rezepte beim Kochen und Backen zu wählen, ist wissenschaftlich umstritten. Zwar stecken in beiden Lebensmitteln viele Phytoöstrogene, aber ob sie eine nennenswerte Wirkung entfalten, stellt sich in Studien nicht einheitlich dar. Wie so häufig, ist offenbar die Dosis entscheidend. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält die mit der Nahrung aufgenommenen Mengen für weitgehend unbedenklich und wahrscheinlich sogar gesund. Auch als Nahrungsergänzungsmittel gegen Wechseljahrsbeschwerden verkaufte Phytoöstrogene in Kapseln gelten als sicher, wenn ihre Einnahme ärztlich begleitet wird. Wer also im normalen Essalltag Phytoöstrogene aus Leinsamen oder Phytoöstrogene aus Granatapfel einnimmt, kann das bedenkenlos weiterhin tun, sollte jedoch keine Wunderheilung erwarten.

Isoflavone: Sind die Phytoöstrogene in Soja ein Wundermittel?

Probieren Sie unsere Sommerrollen mit Tofu und Sojasoße.

Am häufigsten diskutiert wird die Wirkung von Phytoöstrogenen in Soja, die sogenannten Isoflavone. Hier entstand zeitweise ein richtiger Hype und Tofu galt als Wundermittel gegen Hitzewallungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Knochenschwund. Grund: In asiatischen Ländern treten diese Erkrankungen deutlich seltener auf, was gern auf den reichlichen Verzehr von Produkten aus Sojabohnen zurückgeführt wird. Es spielen aber viel mehr Faktoren eine Rolle als nur die Ernährung, wenn es um die Gesundheit geht. Jeden Tag Sommerrollen mit Tofu und Sojasoße zu essen, ist isoliert betrachtet kein Garant für Vitalität. Genießen Sie Lebensmittel also einfach so, wie Sie Lust und Appetit haben – möglichst ausgewogen und maßvoll. Das dankt Ihnen Ihr Körper auf jeden Fall.