Ihr Browser ist veraltet.

Aktualisieren Sie Ihren Browser für mehr Sicherheit, Komfort und die einwandfreie Nutzung dieser Website.

Chilisauce mit Papaya

Chili-Rezepte: Bohneneintöpfe, Fleischgerichte und Süßes mit Pfiff

Chili con Carne ist sicher das bekannteste Gericht mit den scharfen Schoten, aber auch ein Gulasch oder gar Desserts und Kuchen erhalten durch Chili ein ganz besonderes Aroma. Wir stellen köstliche Rezepte vor und zeigen, wie Sie die intensiv schmeckenden Früchte verarbeiten.

Feurige Genüsse: Chili-Rezepte

Chilis sind die Früchte der Gewürzpaprikapflanze und somit eigentlich Beeren. Ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammend, kommen die scharfen Schoten heute vor allem aus Mexiko, China und Thailand zu uns. Ihre Schärfe verdanken sie dem Stoff Capsaicin: Je mehr davon in der Schote enthalten ist, desto höher ist der Schärfegrad, der in Scoville-Einheiten (SCU) gemessen wird. In Gemüsepaprika werden 0 bis 5 SCU gemessen, in Tabasco bis zu 5.000 und die schärfste Chilisorte der Welt, die Carolina Reaper, schlägt mit über 2,2 Millionen Scoville-Einheiten zu Buche. Reines Capsaicin hat über 15 Millionen Scoville-Einheiten.

Übrigens: Schärfe ist keine Geschmacksrichtung, vielmehr verursachen scharfe Speisen einen Schmerz- bzw. Wärmereiz. Haben Sie zu viel Chili erwischt, mildern fetthaltige Lebensmittel die Schärfe.

Chili-Sorten und Gewürze

Chili
Der Stoff Capsaicin verleiht der Chili die typische Schärfe

Durch die erhebliche Sortenvielfalt deckt Chili in der Küche ein breites Geschmacksspektrum ab. Es gibt rote, grüne und gelbe Chilis, die als frische Schoten, getrocknet oder gemahlen als Gewürzpulver angeboten werden. Bekannte und auch bei uns verbreitete Sorten sind Cayenne, Jalapeño, Thai Chili und die mit bis zu 350.000 Scoville-Einheiten besonders scharfen Habaneros. Als Faustregel im Hinblick auf die Schärfe gilt: Je kleiner die Schote, desto höher der Schärfegrad, getrocknete Früchte sind feuriger als frische und rote mehr als grüne. Peperoni sind übrigens mit den Chilis verwandt, sind aber größer und können neben scharfen auch süßliche Geschmacksnuancen aufweisen. “Edelsüßes” Paprikapulver stammt meist von Peperoni. Mehr über den Unterschied zwischen Peperoni und Chiliverrät EDEKA-Experte Reiner Ley. In vielen typischen Chili-Rezepten werden Sie Chili übrigens gar nicht auf der Zutatenliste finden. Gerichte wie unser rotes Linsen-Chilierhalten durch Cayennepfeffer ihren scharfen Geschmack. Als Grundsubstanz für das Pulver dienen Chilis.

Chili con Carne: das Chili-Rezept Nummer 1!

Chili con Carne lässt sich auch prima mit Toastecken kombinieren

Für ein authentisches Chili con Carne kommen allerdings frische Chilischoten zum Einsatz. Ob das Original-Rezept aus Texas oder Mexiko stammt, ist unklar – sicher ist, dass auch Hackfleisch, Kidneybohnen, Mais, Paprika und Tomaten beim Kochen in den Topf kommen. Dazu gibt es etliche Varianten wie unser rustikales Chili con Carnemit Kürbis, Chili sin Carne ohne Fleisch und veganes Chili mit Tofu bzw. Sojagranulat. Mögen Sie den Klassiker milder, entfernen Sie einfach die weißen Trennwände und Samen aus den Chilischoten. Hier sammelt sich das meiste Capsaicin. Tragen Sie beim Schneiden und Hacken der Früchte am besten Einmalhandschuhe oder waschen Sie sich danach zumindest gründlich die Hände: Gelangt der Stoff in die Augen oder an Schleimhäute, kann das sehr schmerzhaft sein!

Chili-Rezepte mit Gemüse und Süßspeisen

Chili-Schmorgurken
Chili-Schmorgurken mit Kartoffel-Wedges

Soßen mit Chili verfeinern darüber hinaus viele Gemüse-Rezepte wie unsere Chili-Schmorgurkenmit Kartoffel-Wedges. Zu Grillspezialitäten passt die Sweet Chili Sauce wunderbar. Süß und scharf ergeben generell eine interessante Geschmackskombination. Schokoladenkuchen und -cremes mit Chili begeistern durch die markante Mischung ebenso wie ein Ananas-Chili-Salat,Desserts mit Äpfeln und exotische Kokospuddings.

Ist Chili gesund?

Rindfleisch-Tacos mit würzigem Zwiebelchutney

Das Kochen mit Chili hat nicht nur geschmackliche Vorteile, sondern auch gesundheitliche. Die kleinen Schoten enthalten im getrockneten Zustand mehr Vitamin C als Zitronensaft und schützen Ihre Zellen so vor oxidativem Stress und unterstützen Ihr Immunsystem. Chili wirkt sich außerdem positiv auf die Verdauung aus. Die Schärfe der Schoten verursacht eine vermehrte Produktion von Magensaft, die es erleichtert, fettige Speisen zu verdauen. Aber: Wer einen empfindlichen Magen hat, reagiert auf scharfe Speisen leicht mit Sodbrennen und sollte Chili daher eher sparsam verwenden.