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Küchenkräuter: Petersilie, Schnittlauch, Basilikum & Co. vom Fensterbrett

Frische Kräuter bringen Farbe und Geschmack in viele Gerichte. Wie Sie mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Salbei und Thymian sowie heimische Gartenkräuter selber auf dem Fensterbrett ziehen und gekaufte frisch halten, erfahren Sie hier.

Pflegetipps für Küchenkräuter

Saltimbocca, Tomaten mit Mozzarella und Rosmarinkartoffeln: Gerichte wie diese wären ohne die geschmacksgebenden Kräuter Salbei, Basilikum und Rosmarin undenkbar. Die gesunden Geschmacksgeber bereichern unsere Küche um vielfältige Aromen – vorausgesetzt, sie sind schön frisch. Wer schon einmal ein Töpfchen Basilikum aus dem Supermarkt nach Hause gebracht hat, weiß aber: Es ist gar nicht so einfach, das Grün gesund und schön zu halten. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass jedes Kraut eine individuelle Pflege benötigt. Das beginnt schon beim Standort – sonnig, halbschattig, kühl – und setzt sich beim Gießen und Düngen fort. Am besten legen Sie sich für die gängigsten Küchenkräuter eine Pflegeanleitung zurecht, bevor Sie die Pflänzchen ziehen bzw. kaufen. Dazu zählen:

• Basilikum

• Dill

• Liebstöckel

• Majoran

• Petersilie

• Rosmarin

• Salbei

• Schnittlauch

• Thymian

Bei Fans der Asiaküche sind außerdem Koriander und Zitronengras beliebt, als Heilkräuter gelten Beifuß und Estragon. Anregungen, für welche Gerichte sich die Aromaspender verwenden lassen, liefern Ihnen unsere Kräuter-Rezepte.

Küchenkräuter brauchen Platz

Unabhängig von der Sorte gibt es einige universelle Pflegetipps. So empfiehlt es sich, Küchenkräuter nach dem Kauf zu teilen und in mehrere Gefäße umzutopfen. Denn in der Regel sind die Plastiktöpfchen zu dicht bepflanzt und verfügen nicht über ein Wasserreservoir. Verwenden Sie hochwertige Erde mit Langzeitdünger. Beim Gießen gilt: Sonnenliebende italienische Kräuter brauchen mindestens einmal täglich Wasser. An heißen Tagen sollten sie außer morgens auch abends mit Flüssigkeit versorgt werden. Damit Sie lange Freude an Ihren Küchenkräutern haben, ist auch die richtige Ernte wichtig. Während etwa bei Salbei, Rosmarin und Thymian die kontinuierliche Ernte der Pflege dient, schneiden Sie von Dill, Petersilie und Schnittlauch besser größere Mengen mit zeitlichem Abstand ab. Doch wohin mit der üppigen Ernte?

Vom Eisstiel zum DIY-Pflanzenschild

Eisstiele lassen sich prima als Pflanzenschild wiederverwenden und machen auch optisch im Kräutertopf einiges her. So wissen Sie immer welches Kraut in welchem Topf wächst.

Reiner Ley: Obst- & Gemüse-Experte

Welche Kräuter lassen sich auf dem Balkon anpflanzen?

Die meisten Kräuter für die Küche lassen sich auch auf dem Balkon anpflanzen. Allerdings sollte man die unterschiedlichen Standortbedürfnisse der Pflanzen berücksichtigen und sich vor dem Kauf erkundigen, welche Gewürzkräuter sich für den Balkon am besten eignen und welche Kombinationen von Gewürzkräutern besonders gut zusammenpassen.

Kräuter für den Südbalkon:

• Basilikum

• Thymian

• Rosmarin

• Salbei

• Dill

• Majoran

Geeignet für den Nordbalkon:

• Petersilie

• Schnittlauch

• Minze

Wählen Sie für den Balkon am besten vorgezogene Pflanzen. Denn diese können Sie sofort ernten. Die Aufzucht mit Samen ist langwieriger und benötigt mehrere Wochen bis zur Keimung. Wenn Sie sich die passenden Kräuter für Ihren Balkon ausgesucht haben, pflanzen Sie sie direkt in einen Balkonkasten oder in einen großen Topf, der mit nährstoffreicher Gartenerde angereichert ist. Für ein besseres Wachstum kann die Blumenerde mit etwas Kompost versetzt werden.

Erkundigen Sie sich beim Kauf der Pflanzen in einer Gärtnerei, welches Behältnis für Ihre Kräuterart ideal ist und wie die Bewässerung erfolgen soll. Dill beispielsweise sollte als Tiefwurzler in einen höheren Kübel eingepflanzt werden. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Gewürz ausreichend Wasser bekommt, aber vermeiden Sie unbedingt Staunässe. Am besten verwenden Sie daher Behälter mit Drainageloch. Auf diese Weise kann das Wasser ablaufen und staut sich nicht im Topf.

So halten sich Küchenkräuter frisch

Möchten Sie nicht alles auf einmal verarbeiten, lassen sich Küchenkräuter gut einfrieren. Einfach kurz abwaschen, gut trocknen und im Ganzen oder kleingehackt in Gefrierbeuteln oder Dosen ins Tiefkühlfach geben. Sie können das zerkleinerte Grün auch mit etwas Wasser oder Öl portionsweise in einer Eiswürfelform einfrieren. So lässt es sich später direkt ins Essen geben. Alternativ trocknen Sie Ihre Ernte und verwenden sie als Gewürze und Teekräuter. Dazu binden Sie die Küchenkräuter oder auch Wildkräuter zu Sträußen und hängen sie kopfüber an einem warmen Ort auf, bis sie durchgetrocknet sind. Im Winter hilft der Backofen nach. Stellen Sie die Temperatur auf höchstens 50 Grad ein und lassen Sie die Tür einen Spalt weit offen. Als weitere Konservierungsmethode ist noch das Einlegen in Öl oder die Verwendung für einen Kräuteressig möglich. Noch mehr Küchentipps gefällig? Hier verraten wir Ihnen, wie Sie mit einfachen Hausmitteln Ihr Ceranfeld reinigen!

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