
Kanelbullar-Knoten mit Zimt und Nougatstücken Jedes Jahr am 4. Oktober leckt man sich in ganz Schweden die Finger: Es ist der Tag der Zimtschnecke! Das Gebäck aus Hefeteig, der mit einer Zimt-Zucker-Mischung bestreut und aufgerollt wird, heißt in Schweden Kanelbullar – und gehört in jedem Café auf die Speisekarte.
Auch im Nachbarland Dänemark liebt man seine Zimtschnecken-Rezepte: Dort hören sie auf den drolligen Namen "Kanelsnegl" (man spricht es "Kanelsnail" aus) – und sind den Dänen so heilig, dass sie sich dafür 2013 sogar mit der EU anlegten: Die hatte einen Höchstwert für die Substanz Cumarin festgelegt, die in
Zimt enthalten sein darf und in hoher Dosierung gesundheitsschädlich sein kann. Flugs ließen sich die Dänen ihre Zimtschnecken-Rezepte als "traditionelles Backwerk" anerkennen – und diese dürfen seitdem auch etwas höhere Cumarin-Werte enthalten (den Trick haben sich die Dänen übrigens vom Nachbarn Schweden abgeschaut, der das für seine geliebten Kanelbullars bereits ausgehandelt hatte).
Aber nicht nur in Skandinavien haben Zimtschnecken-Rezepte eine lange Tradition. In Nordamerika gehören "Cinnamon Rolls" ins Backbuch jeder guten Hausfrau – und werden sogar in eigens darauf spezialisierten Franchise-Ketten verkauft. Und auch bei uns finden sich Zimtschnecken in den Auslagen vieler Konditoreien.