Ist zu viel Zimt schädlich für die Gesundheit?

Antwort in aller Kürze

Zimt enthält Cumarin, das in großen Mengen leberschädigend wirken kann. Besonders der günstige Cassia-Zimt weist hohe Cumarin-Werte auf. Für Erwachsene gilt eine Menge von etwa zwei Gramm (ein gestrichener Teelöffel) Cassia-Zimt pro Tag als unbedenklich. Wer täglich Zimt isst, sollte auf den cumarinarmen Ceylon-Zimt zurückgreifen.

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Zuviel Zimt ungesund

Cassia oder Ceylon: Welcher Zimt ist ungesund?

Nicht jeder Zimt ist gleich. Im Handel begegnen dir vor allem zwei Sorten: der günstigere Cassia-Zimt und der edlere Ceylon-Zimt. Cassia-Zimt stammt meist aus China und besitzt ein kräftiges, scharfes Aroma. Er enthält jedoch vergleichsweise viel Cumarin. Ceylon-Zimt aus Sri Lanka hingegen schmeckt feiner, zurückhaltender und enthält kaum Cumarin.

 Ist zu viel Zimt ungesund? Die Antwort hängt stark von der Sorte ab. Während du Ceylon-Zimt relativ großzügig verwenden kannst, solltest du bei Cassia-Zimt Maß halten. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge für Cumarin liegt laut Behörden bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Erwachsenen entspricht das oft schon einem gut gehäuften Teelöffel Cassia-Zimt.

Der schnelle Vergleich:

  • Cassia-Zimt: Du erkennst ihn an seiner dunklen Farbe, dicken Rinde und an seinem intensiven Geruch. Er hat einen hohen Cumarin-Gehalt und ist ideal für gelegentlichen Genuss.

  • Ceylon-Zimt: Er hat eine helle Farbe, eine feine, blättrige Rinde und ein mildes Aroma. Diese Sorte enthält sehr wenig Cumarin und eignet sich daher für den täglichen Verzehr.

Erkenne die Symptome bei zu viel Zimt

Wenn du dauerhaft die empfohlene Menge überschreitest, kann das darin enthaltene Cumarin die Leber entzünden. Akute Vergiftungen durch handelsübliche Gewürzmengen sind bei Erwachsenen selten, aber möglich.

Symptome bei zu viel Zimt können Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen sein. Bei empfindlichen Menschen oder sehr großen Mengen, etwa durch die Einnahme von Zimt-Kapseln oder reinem Pulver, reagiert auch der Magen-Darm-Trakt. Hier kann zu viel Zimt Durchfall oder Bauchschmerzen auslösen, da die ätherischen Öle die Schleimhäute reizen.

Tipp!

Achte beim Backen und Kochen auf die Dosierung und greife im Zweifel lieber zum hochwertigen Ceylon-Zimt.

FAQ – Ist zu viel Zimt schädlich?

Du erkennst den Unterschied am besten an den Zimtstangen. Cassia-Zimt besteht aus einer dicken, gerollten Rindenschicht und ist innen fast hohl. Ceylon-Zimt hingegen ähnelt einer angeschnittenen Zigarre: Er besteht aus vielen feinen, ineinander gerollten Innenrinden-Schichten. Bei gemahlenem Zimt hilft meist nur ein Blick auf die Verpackung, wo die Sorte oft als „Ceylon-Zimt“ explizit ausgewiesen wird. Steht nur „Zimt“ drauf, handelt es sich meist um Cassia.

Ja, eine kurzzeitige Überschreitung der empfohlenen Cumarin-Menge ist für gesunde Erwachsene in der Regel unproblematisch. Der Körper kann Cumarin abbauen. Wenn du also zur Weihnachtszeit einmal mehr Zimtsterne isst, ist das erst dann ungesund, wenn dieser hohe Konsum über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen) anhält.

Eine echte Vergiftung kommt im Küchenalltag selten vor. Werden jedoch extrem große Mengen verzehrt (zum Beispiel durch hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel), können Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und starke Kopfschmerzen auftreten. In schweren Fällen kann die Leber Schaden nehmen, was sich durch Gelbfärbung der Haut oder Schmerzen im Oberbauch äußern kann.

Ja, das ist möglich. Neben Cumarin enthält Zimt ätherische Öle wie Zimtaldehyd, die in hohen Konzentrationen die Schleimhäute im Magen und Darm reizen können. Wer einen empfindlichen Magen hat oder große Mengen auf nüchternen Magen verzehrt, reagiert unter Umständen mit Bauchkrämpfen oder Durchfall.

Nein, Cumarin ist hitzestabil. Das bedeutet, dass der Gehalt auch beim Backen von Kuchen oder beim langen Kochen von Soßen gleich bleibt. Es hilft also nicht, den Zimt zu erhitzen, um ihn verträglicher zu machen. Die Wahl der richtigen Sorte (Ceylon) ist der einzige Weg, den Cumarin-Gehalt im Essen aktiv zu senken.

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