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Saisongemüse November

Für viele ist es der trübste Monat des Jahres, für uns stehen reichhaltige Gemüsesorten auf dem Tisch: Chinakohl, Rübe, Grünkohl und Meerrettich.

Grünkohl - Klassiker der Winterküche

Grünkohl ist wohl das beliebteste Herbst- und Wintergemüse der Norddeutschen. Mit dem ersten Frost geht die Saison los, denn bei kalten Temperaturen steigt der Zuckergehalt und die Bitterstoffe gehen zurück. Klassisch in der norddeutschen Küche wird geschmorter Grünkohl meist deftig mit Pinkel, Kasseler oder Mettenden und karamellisierten Kartoffeln serviert. Doch Grünkohl kann man für mehr Gerichte einsetzen, als man denkt.

Gut so, denn ohne schwere Fleischbeigabe kann dieser Kohl seine gesunde Wirkung noch besser entfalten. Grünkohl steckt voller Vitamin C, welches besonders in den kalten Wintermonaten unsere Abwehrkräfte stärkt. Aber auch zahlreiche Mineralstoffe und jede Menge Ballaststoffe stecken in den grünen, krausen Kohlblättern. Wer sämtliche Inhaltsstoffe des Grünkohls ausnutzen möchte, der genießt das Wintergemüse am besten roh in Salaten oder grünen Smoothies. Aber auch bei einer schonenden Zubereitung bleiben die Nährstoffe erhalten. Grünkohlchips schmecken fantastisch als leichte Alternative zu Kartoffelchips.

Rübe - Liebling der Norddeutschen

Die Steckrübe ist Vielen vom beliebten Rübenmus her ein Begriff. Doch mit der "Wrunke", wie sie auch genannt wird, kann man mehr anstellen. Denn die Rübe ist längst keine "Arme-Leute-Zutat" mehr und erholt sich von ihrem Image als Notration. Ohnehin ist das auch Kohlrübe genannte Gemüse in anderen Teilen Europas wesentlich beliebter. Besonders als leicht zu züchtender, bekömmlicher Energielieferant sind Steckrüben in Nord- und Osteuropa begehrt. Trotz ihres hohen Kohlenhydratgehalts sind Sie kalorienarm und reich an Wasser.

Greifen Sie beim Einkauf bevorzugt zu kleinen Steckrüben, da diese aromatischer sind und zu große Rüben holzig schmecken können. Steckrüben werden stets ohne Schale gegart und verzehrt. Beim Kochen sollten Sie auf eine optimale Kochzeit achten. Sie liegt in der Regel bei 30 bis 40 Minuten. Kocht die Rübe zu lange, verliert sie eine Menge Inhaltsstoffe und entwickelt ein unangenehm kohlartiges Aroma. Das Steckrübenfleisch sollte nach dem Kochen bissfest und nicht zu weich sein.

Chinakohl - Verwandter aus Fernost

Chinakohl stammt ursprünglich aus China, ist aber im ganzen asiatischen Raum beliebt. Er trägt zahlreiche andere Namen, wie Peking-, Japan- oder Selleriekohl. Koreaner zaubern aus ihm ihr berühmtes Kimchi: Scharfer, sauer eingelegter Kohl, der zu ziemlich jeder Gelegenheit gegessen wird. Hierzulande wird der Kohl besonders gerne in Suppen gegessen. Aber auch in Wok- und Pfannengerichten macht Chinakohl eine besonders gute Figur.

Chinakohl zeichnet sich durch ein feines Aroma aus. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten verströmt der Chinakohl keinen intensiven Kohlgeruch. Außerdem ist er sehr viel bekömmlicher als seine Kohlkollegen. Sehr gut in den kalten Wintermonaten: 100 Gramm Chinakohl liefern ein Viertel des Tagesbedarfs an Vitamin C. Bei sehr wenigen Kalorien, rund 12 kcal je 100 Gramm, steckt der Kohl noch voller gesunder Nährstoffe: Kalium, Calcium und Folsäure, aber auch Aminosäuren, die gut für das Immunsystem sind.

Meerrettich - Scharf und Gesund

Meerrettich, oder auch Kren wie unsere Nachbarn im Süden ihn nennen, ist eine der schärfsten Zutaten der Welt. Oft wird die Wurzel als Tafelmeerrettich schon verarbeitet serviert - man kann Sie aber auch frisch verwenden. Wer daheim Meerrettich verarbeitet, insbesondere reibt, der sollte sich auf tränende Augen einstellen. Die Scharfstoffe im Meerrettich reizen die Schleimhäute. Hier kann es helfen beim Schneiden ein wenig Wasser in den Mund zu nehmen. Reiben Sie Meerrettich am offenen Fenster oder gleich an der frischen Luft. Tipp: Schälen Sie nur Stücke, die Sie auch verarbeiten wollen und geben Sie diese für eine halbe Stunde ins Wasserbad. So wird die Wurzel fest und lässt sich leichter reiben.

Wem frischer Meerrettich zu scharf ist, der kann ihn mit Apfel, Sahne, oder Butter ein wenig milder stimmen. Die in ihm enthaltenen Senföle sind übrigens nicht nur echte Scharfmacher, sie wirken außerdem antibakteriell, stärken unser Immunsystem und befreien die Atemwege. So ist Meerrettich ein idealer Begleiter für den kalt-trüben November.