Mit Austernpilzen gefüllt und in weniger als einer halben Stunde fertig – mit unserem Rezept gelingen dir japanische Gyoza im Handumdrehen. Leckere Soßen ergänzen das Gericht, das als Vor- und Hauptspeise geeignet ist.
Zutaten für den Teig (alternativ 20 Gyoza-Teigblätter):
200
g
Weizenmehl, Type 550
1
Prise
Salz
Zubereitung
170 ml Wasser mit Mehl und Salz mischen und zu einem Teig kneten. Der Teig soll weich sein und nicht kleben. Anschließend ein feuchtes Tuch über den Teig legen und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Die Austernpilze putzen und rupfen. Anschließend kurz in einer Pfanne zusammen mit dem Knoblauch und Chilis anbraten, so dass Röstaromen entstehen.
Für die Sauce, die Chili fein schneiden und mit Sesamöl, Saft einer Zitrone und Sojasauce vermengen.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in etwa 30 Stücke aufteilen. Aus jedem Stück eine sehr dünne Scheibe formen, deren Durchmesser etwa 10 cm betragen sollte.
Die Pilzmischung klein hacken und mit dem Schnittlauch vermengen.
Auf jedes Gyoza-Teigblatt 1 Teelöffel der Füllung geben. Mit einem angefeuchteten Finger halb um den Rand des Teigblattes fahren, das Blatt um die Füllung klappen und die Ränder fest aneinanderdrücken. Die Ränder nun in Falten legen und gut zusammendrücken.
Eine beschichtete Pfanne auf hoher Stufe erhitzen. Wenn die Pfanne heiß ist, etwas Pflanzenöl und einige Tropfen Sesamöl hineingeben und auf mittlere Hitze reduzieren. Die Gyoza-Taschen in die Pfanne geben und solange braten, bis ihre Unterseite goldbraun und knusprig ist.
Dann 1 Tasse Wasser in die Pfanne geben. Die Pfanne muss dabei heiß genug sein, so dass sofort heißer Dampf aufsteigt. Damit der Dampf nicht entflieht, im Anschluss die Pfanne rasch mit einem Deckel schließen. Die Gyoza in der geschlossenen Pfanne so lange dämpfen, bis fast keine Flüssigkeit mehr übrig ist. Anschließend den Deckel abnehmen, die Hitze reduzieren und die Gyoza weiterbraten, bis sie trocken und wieder knusprig sind.
Zum Schluss die Gyoza auf einem Teller anrichten und mit der Sauce beträufeln.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
1.281 kj (15 %)
Kalorien
306 kcal (15 %)
Kohlenhydrate
44 g
Fett
13 g
Eiweiß
9 g
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Gyoza-Rezept – japanische Teigtaschen mit Austernpilzfüllung
Teigtaschen kennen keine Grenzen. Sie funktionieren in Italien. In Deutschland. In Polen – und natürlich in Japan, wo sie auf den Namen Gyoza hören und mit Vorliebe als Begleitung zur Ramen-Suppe dienen. Gleichzeitig werden die Gyoza-Teigtaschen gedämpft, frittiert oder gebraten als Hauptspeise mit einer leckeren Soße gegessen. Die gefüllten Dumplings, die ursprünglich aus China stammen, kannst du vegan, vegetarisch oder mit Fleisch zubereiten. Vergleiche dazu auch unser Rezept für chinesische Teigtaschen. Unsere Gyoza-Dumplings füllst du mit Austernpilzen und veredelst sie mit einer Soße aus Chili, Sesamöl, Zitrone oder Limette sowie Sojasoße. Außerdem stellst du den Gyoza-Teig natürlich selbst her, wobei du neben den Zutaten Mehl, Wasser und Salz vor allem ein wenig Geduld benötigst. Denn einen schönen weichen Teig zu formen, der nicht klebt, erfordert Zeit. Falls dein Teig zu klebrig ist, kannst du noch etwas mehr Mehl dazugeben. Da es beim Backen oder Kochen die Flüssigkeit langsamer aufnimmt und dein Teig so nicht auseinanderfällt, verwendest du dabei unbedingt festeres oder "griffigeres" Mehl.
Tipp: Möchtest du unsere japanischen Dumplings zubereiten und hast wenig Zeit, kannst du auch zu fertigen Gyoza-Teigblättern greifen. Solltest du keine bekommen, dienen fertige Wan-Tan-Blätter als Alternative. Die schmecken nicht nur gut, sondern eignen sich auch prima für eine Ramen-, Wan-Tan- oder unsere Udon-Suppe. Als Fan japanischer Suppen legen wir dir außerdem das japanische Eintopf-Gericht Sukiyaki ans Herz. Und wer noch einen Inhalt für seine Lunchbox sucht, sollte sich ein Katsu Sando zubereiten, ein japanisches Sandwich mit paniertem Schweineschnitzel. Letzteres kannst du übrigens auch ohne Brot genießen: Dann nennt es sich Tonkatsu – und schmeckt besonders mit der dazugehörigen traditionellen Sauce sehr lecker.
Gyoza: die Yaki-Methode und passende Soßen
Wenn du Gyoza selber machst, bist du in Sachen Füllung natürlich völlig frei: Mit Fleisch oder vegan, etwa als Beilage für unsere veganen Ramen – alles ist möglich. Unser Gyoza-Rezept gibt die vegetarische Richtung vor und nutzt Austernpilze. Da die sehr empfindlich sind, putzt du sie nur sehr vorsichtig und achtest darauf, keine Druckstellen zu hinterlassen. Zudem bedienst du dich für unser Rezept der beliebtesten Zubereitungsart von Gyoza. Sie nennt sich "Yaki" und beschreibt die Kunst, die gefüllten Taschen erst anzubraten, um sie im Anschluss in der gleichen Pfanne mit Wasser zu dämpfen. Dabei werden die Gyoza von unten schön braun, und der Nudelteig mit Füllung gart auf kleiner Flamme. Schätzt du deine Gyoza knusprig, schmecken dir sicher auch die japanischen Pfannkuchen nach unserem Okonomiyaki-Rezept. Neben traditionellen Soßen wie der aus unserem Gyoza-Rezept kannst du auch Dips aus ein paar Tropfen Sesamöl, etwas Zucker und je zwei Esslöffeln Reisessig und Sojasoße herstellen. Alternativ verwendest du Letztere und Essig zu gleichen Teilen. Wenn du es gerne abwechslungsreicher magst, reichst du unterschiedliche Soßen zu deinen Gyoza. Verfeinere eine Soße beispielsweise mit gehacktem Knoblauch, eine andere mit frischem Ingwer und eine weitere mit Chili. Auch Öle wie Erdnuss- oder Reisöl verleihen deinen Soßen zusätzlich einen außergewöhnlichen Geschmack.
Tipp: Probiere auch Gyoza mit Dips, die aus Fisch- oder Austernsoße hergestellt werden. Wie du die beiden asiatischen Soßen richtig verwendest, erklären wir dir gerne.