Saftiges, zartes Fleisch trifft kräftigen Rotweingeschmack. Mit unserem Burgunderbraten-Rezept und ein wenig Muße bereitest du ein echtes Festtagsessen zu. Das Highlight: Vor dem Schmoren legst du den Rinderbraten über Nacht in einer Rotwein-Beize ein und aromatisierst ihn dabei intensiv.
Den Braten mit Pfeffer würzen und in einen entsprechend großen Gefrierbeutel legen.
Für die Marinade Zwiebel, Karotte, Staudensellerie und Knoblauch schälen bzw. putzen. Zwiebel, Karotte und Sellerie in einen Mixer feinraspeln. Das Gemüse, die Knoblauchzehe, die Pfefferkörner und das Lorbeerblatt um das Fleisch verteilen. Den Braten mit dem Rotwein aufgießen, den Beutel verschließen und mind. 1 Std. kühl durchziehen lassen.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen und trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb gießen, die Flüssigkeit auffangen und einen Teil in die Bratenspritze aufziehen. Nun die Rotweinmarinade noch zusätzlich in den Rinderbraten injizieren.
Sellerie, Karotte, Zwiebel und Lauch schälen bzw. putzen und in Stücke schneiden. Das Fleisch salzen, Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch rundum im Öl kräftig anbraten und herausnehmen. Das vorbereitete Gemüse darin anschwitzen, das Tomatenmark einrühren und kurz mitbraten. Den Braten auf das Gemüse legen, 2/3 der Marinaden Flüssigkeit zugießen und den Braten zugedeckt im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 140 Grad) ca. 1,5 -2 Stunden schmoren, dabei immer wieder mit der Schmorflüssigkeit sowie der restlichen Marinade und Rinderfond übergießen.
Den Braten aus dem Ofen nehmen, in Folie wickeln und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Die Schmorflüssigkeit durch ein feines Sieb in einen Topf passieren, dabei das Gemüse etwas ausdrücken. Die Sauce aufkochen und um ca. 1/3 reduzieren, evtl. leicht binden und nochmals abschmecken.
Den Braten in Scheiben schneiden und mit Sauce auf Tellern anrichten.
Tipp: Hervorragend passen dazu zum Beispiel Rotkohl und Salzkartoffeln.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
1.812 kj (22 %)
Kalorien
433 kcal (22 %)
Kohlenhydrate
6 g
Fett
22 g
Eiweiß
40 g
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Burgunderbraten-Rezept: zartes Rindfleisch in Rotwein
Fast wirkt Wein ein wenig wie ein Zaubertrank. Verfeinere Soßen oder Speisen mit edlen Tropfen, erhältst du am Ende ein tolles Aroma. Das gilt besonders für Fleisch, das in einer würzigen Marinade mit kraftvollem Wein eingelegt wird, wobei du mithilfe unseres Burgunderbraten-Rezepts eine traditionelle Variante zubereitest. Gemeinsam mit Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeer und Pfeffer ergibt der Rotwein dabei eine Beize, die das Fleisch zart macht und geschmacklich prägt. Über Nacht darin eingelegt, nimmt der Rinderbraten das Aroma gut an. Durch ein Sieb gegossen, dient die Marinade danach außerdem als Schmorflüssigkeit, wenn du den Rinderbraten im Backofen garst.
Übergieße das Fleisch dabei immer wieder mit Flüssigkeit: So trocknet es nicht aus und bleibt schön zart. Falls du unseren Burgunderbraten im Römertopf zubereitest, kannst du dir diese Arbeitsschritte sparen und ihn unbeaufsichtigt im Topf mit Deckel garen. Lasse das Fleisch etwa 60 bis 90 Minuten im Ofen schmoren und überprüfe mithilfe eines Bratenthermometers danach den Garpunkt: Die Kerntemperatur sollte bei 80 bis 85 Grad liegen. Zudem kochst du aus der Schmorflüssigkeit und dem Bratensaft eine feine Sauce. Tipp: Am besten eignen sich, so wie auch für unser Rinderbraten-Rezept, Fleischstücke aus der Hüfte, Hochrippe, Keule und Schulter vom Rind. Suchst du nach einer weiteren Variante für schonend gegartes Fleisch, kannst du außerdem unser Tafelspitz-Braten-Rezept oder den fränkischen Sauerbraten ausprobieren.
Rinderbraten mit Rotwein: die zwei Varianten des Burgunder
Entscheidend ist, dass du für unseren Burgunderbraten vom Rind Rotwein verwendest. Nur so bekommst du das gewünschte Aroma. Denn tatsächlich gibt es sowohl weiße als auch rote Burgunderweine, wobei die sich in zwei Arten unterteilen. Eine Variante bezieht sich auf die Burgunder- respektive Pinot-Rebsorten, die auch in Deutschland angebaut werden, ursprünglich jedoch aus der Region Burgund stammen. Darunter fallen beispielsweise Grauer, Weißer, Früh- und Spätburgunder, aber auch Samtrot und Schwarzriesling. Einen besonders edlen Burgunder hast du vor dir, wenn er wirklich aus der gleichnamigen Region stammt: die zweite Variante. Rotwein steht übrigens auf der Zutatenliste vieler Bratensoßen. Auch bei der berühmten Demi-Glace landet er im Kochtopf. Als Burgunderbraten-Beilage schmecken rohe Klöße oder selbst gemachte Semmelknödel besonders lecker. Da sie selbst wenig Flüssigkeit enthalten, nehmen sie die feine Rotweinsauce perfekt auf. Aromatisches Gemüse wie Fenchel oder Apfelrotkohl ergänzt sich mit dem kräftigen Geschmack des Bratens sehr gut und bietet auch etwas fürs Auge. Vor dem Anrichten solltest du noch besondere Sorgfalt beim Schneiden des Bratens walten lassen. Nicht zu dick und immer quer zur Faserung des Fleisches sollten die Scheiben geschnitten sein, weshalb ein scharfes Messer unabdingbar für diesen Zweck ist. Ein elektrisches Fleischmesser erleichtert dir die Arbeit zusätzlich und sorgt für gleichmäßige Stücke. Das gilt natürlich auch, wenn du unseren zarten Rinderschmorbraten servierst.
Tipp: Den Burgunder, den du zum Kochen verwendet hast, kannst du auch wunderbar zum Braten trinken. Eine alte Küchenweisheit besagt ohnehin, dass der Wein, mit dem du Soßen angesetzt hast, am Ende auch am besten mit dem Gericht harmoniert. Ansonsten passt jeder gereifte trockene Rotwein.