Verwöhnen Sie den Gaumen mit einem traditionellen Rezept der deutschen Küche: Bei EDEKA erfahren Sie alles über die richtige Zubereitung von Sauerbraten.

Sauerbraten mit Klößen

Säure verleiht nicht nur Aroma, sie macht Rindfleisch zudem schön zart. Wenn du ihm ein wenig Zeit gibst. Wie du Rinderbraten mithilfe einer Marinade aus Essig, Gemüse und Gewürzen zunächst beizt, danach schmorst, erfährst du durch unser Sauerbraten-Rezept – passende Kloßbeilage inklusive.

Zutaten

Portionen

4

Für die Klöße

400 g
Semmel, vom Vortag
400 ml
Milch
3
Eier
1 Prise
Muskatnuss
1 Prise
Salz
1 Prise
Pfeffer
2 Stängel
Petersilie, glatt
3 Stängel
Schnittlauch
50 g
Butter
1 EL
Weizenmehl, Type 405
40 g
Bergkäse, gerieben

Für den Braten:

1 kg
Rinderbraten
Salz
Pfeffer
2 EL
Pflanzenöl
2 EL
Tomatenmark
1 EL
Soßenbinder, dunkel

Für die Marinade:

400 ml
Weinessig, rot
100 g
Zwiebeln
60 g
Karotten
40 g
Petersilienwurzeln
40 g
Lauch
6
Wacholderbeeren
3
Pimentkörner
8
Pfefferkörner, weiß
2
Lorbeerblätter
4
Nelken
1 EL
Salz
1 EL
Zucker

Zubereitung

  1. Rotweinessig mit 0,8 L Wasser in einen Topf geben. Gemüse schälen bzw. putzen, in grobe Stücke schneiden, mit den Gewürzen in den Topf geben. Marinade aufkochen, die Hitze re-duzieren und zugedeckt 20 Minuten leise köcheln lassen. Vollständig abkühlen lassen.

  2. Bratenstück in die Marinade legen und vollständig damit bedecken. Zugedeckt in den Kühl-schrank stellen und 3 Tage durchziehen lassen, dabei jeden Tag einmal wenden.

  3. Für die Klöße die Semmeln in Würfel schneiden und mit Milch, Eiern, Salz, Pfeffer und Mus-katnuss vermengen. Für 30 Minuten ziehen lassen. Petersilie und Schnittlauch waschen, fein zerhacken und mit der Butter, dem Mehl und dem geriebenen Käse unter den Teig mischen. Für 2 Stunden ruhen lassen.

  4. Den Braten aus der Marinade nehmen und gut abtropfen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin anbraten. Den Backofen auf 180 Grad Umluft (200 Grad Ober-/Unterhitze) vorheizen

  5. Die Marinade durch ein Sieb gießen. Das Gemüse in den Bräter geben und anbraten, Toma-tenmark zufügen und kurz mitbraten, mit der Hälfte der Marinade ablöschen. Bräter zudecken und für 2 Stunden im Ofen schmoren. Ab und zu mit der Schmorflüssigkeit begießen, wenden und ggf. erneut etwas Marinade zugießen.

  6. Inzwischen die Knödel zubereiten. Etwa 1,8 L gesalzenes Wasser in einem großen Topf auf-kochen. Hände anfeuchten und den Semmelteig zu etwa 12 gleich großen Knödeln formen. Hitze reduzieren und Knödel für 15-20 Minuten gar ziehen lassen. Abtropfen lassen.

  7. Den Braten aus dem Ofen nehmen, in Alufolie wickeln und kurz ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Bratenfond durch ein feines Sieb gießen, nochmals aufkochen, mit Soßenbinder abbinden und abschmecken.

  8. Sauerbraten in Scheiben schneiden, mit der Sauce sowie mit den Knödeln und nach Geschmack Rotkohl servieren.

Nährwerte

Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).

Nährwerte pro Portion
Energie 1.637 kj (19 %)
Kalorien 391 kcal (19 %)
Kohlenhydrate 20 g
Fett 20 g
Eiweiß 32 g

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Sauerbraten-Rezept: Rind in Marinade beizen und schmoren

In der Küche wirkt Zeit wie ein unsichtbarer Zauberstab. Sie lässt Aromen verschmelzen, Festes weich werden. Genau dieses Phänomen macht sich unser Sauerbraten-Rezept zunutze. Zum schnellen Gericht für zwischendurch verhilft es dir nicht – stattdessen beizt du das Sauerbraten-Fleisch volle drei Tage, machst es so schön mürbe und aromatisch. Für das bei Sauerbraten obligatorische Nassbeizen bereitest du aus Wasser, Essig und Gewürzen eine Marinade zu, in die du unseren Sauerbraten einlegst. Alternative Zutaten für die Marinade sind Wein – den nutzt du auch für unseren Burgunderbraten – und Zitronensaft. Zusätzlich kannst du zerkleinertes Gemüse wie Zwiebeln und Karotten hinzugeben. Typische Gewürze, die du auch für unser Rezept verwendest, sind Lorbeer, Nelke, Wacholder und Piment. Achte darauf, das Fleisch nach dem Einlegen gut abzutupfen. Denn ist es noch feucht, kannst du es nicht richtig scharf anbraten. Danach musst du unseren Sauerbraten im Backofen schmoren und erhältst am Ende wunderbar zartes, leicht säuerlich schmeckendes Fleisch, das perfekt zu den Klößen passt. Spätzle oder Schupfnudeln eignen sich aber ebenso gut als Sauerbraten-Beilage. Welche Gerichte du außerdem an Festtagen, aber auch zum Dinner oder Mittagessen servieren kannst, erfährst du durch unsere vielseitigen Hauptgericht-Rezepte – oder du nutzt direkt unsere Anleitung für rheinischen Sauerbraten. Als Beilage probierst du am besten einmal unsere Mehlknödel aus.

Sauerbraten-Variationen und geschmorter Rinderbraten

Neben unserem Sauerbraten gibt es weitere regionale Varianten. Für fränkischen Sauerbraten bindest du die Soße mithilfe eines Soßenlebkuchens beispielsweise schön sämig, um sie mit Rotwein und einer Prise Zimt zusätzlich zu verfeinern. Die rheinische Version glänzt wiederum durch ihren charakteristischen süßsauren Geschmack, den die Beigabe von Rosinen und Lebkuchen zur Soße begünstigt. Badischer Sauerbraten nutzt ebenfalls gern Lebkuchen, verzichtet sonst aber größtenteils auf Süßungsmittel und schmeckt daher etwas saurer. Zudem entscheidend ist natürlich das Fleisch. Für unser Rezept verwendest du Rinderbraten, wobei üblicherweise die Hohe Rippe oder Fehlrippe zu Sauerbraten verarbeitet wird. Dabei handelt es sich um ein Stück aus dem vorderen Rücken des Tieres. Auch Teilstücke von der Rinderschulter (Bug) sind gut geeignet, Filet hingegen nicht. Wie du Rindfleisch richtig verwendest, erfährst du in unseren Rindfleisch-Rezepten. Rheinischer Sauerbraten mit Rosinen wird traditionell mit Pferdefleisch zubereitet. Seltener kommen auch Schweinefleisch, Kaninchen und Wild zum Einsatz. Welches Fleisch sich am besten für ein Sauerbraten-Rezept eignet, weiß unser EDEKA-Experte Max Ehmke. Außerdem ist die Kerntemperatur wichtig, wenn du Sauerbraten zubereitest. Bei 85 Grad Celsius ist das Fleisch durch, bei 55 bis 60 Grad leicht rosa. Testen kannst du sie mithilfe eines Fleischthermometers. Grundsätzlich schmorst du unseren Sauerbraten zwei Stunden im Backofen, unseren Rinderschmorbraten wiederum nur rund 1,5 Stunden. Als Beilagenalternative kannst du bei allen Varianten unsere Wickelklöße ausprobieren.

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