Die Deutschen sind echte Profis, wenn es um das Backen leckerer Brotspezialitäten geht. Mit unserem Walnussbrot-Rezept backst du selbst ein Sauerteigbrot, das jedes einfache Butterbrot zu einem echten kulinarischen Highlight werden lässt. Besonders lecker dazu: Honig-Rosmarin-Butter.
Am Vortag die Sauerteig Starter-Kultur mit 275 ml lauwarmem Wasser, Trockenhefe, Honig und Roggenmehl in einer Schüssel zu einer Masse mischen, beiseitestellen und 12 Stunden ruhen lassen.
Wie du einen Sauerteig selber machst, erfährst du in unserem Video!
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Für den Hauptteig Walnusskerne in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. 20 Minuten quellen lassen, abgießen und gründlich trockentupfen.
Sauerteigansatz mit 50 ml lauwarmem Wasser und Salz verrühren. Weizenmehl nach und nach 5 Minuten lang unterkneten. Nach Bedarf mehr Wasser zugeben, bis ein klebriger, weicher Teig entsteht. Walnusskerne grob zerbrechen und zusammen mit den gemahlenen Walnusskernen gleichmäßig unter den Teig kneten. Teig 30 Minuten ruhen lassen.
Teig auf einem Backpapier zu einem runden Laib formen und mit Mehl bestäuben oder in ein bemehltes Garkörbchen legen. Weitere 60 Minuten gehen lassen.
Backofen auf 225 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Brotlaib auf einem Backblech 10 Minuten lang heiß backen. Anschließend Backofentür 2 Minuten weit öffnen, Hitze auf 180 °C reduzieren und weitere 50 Minuten backen. Für eine knusprigere Kruste die Backofentür die letzten 5 Backminuten einen Spaltbreit geöffnet lassen (z.B. mit Hilfe eines Kochlöffels).
Brot aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.
Für die Butter Rosmarinnadeln von den Stielen zupfen und fein hacken. Knoblauch schälen und pressen. Butter mit allen Zutaten verrühren und kaltstellen. Brot mit Butter servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
2.194 kj (26 %)
Kalorien
524 kcal (26 %)
Kohlenhydrate
62 g
Fett
24 g
Eiweiß
13 g
Bewertung
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Walnussbrot-Rezept: die Kunst des Brotbackens
Was brauchst du, damit ein selbst gebackenes Sauerteigbrot wie für unser Walnussbrot gelingt? Vor allem Geduld! Um den Teig zuzubereiten, musst du immer wieder Geh- und Ruhezeiten einplanen. Bereits am Tag vor dem Backtag geht es mit dem Ansetzen des Sauerteigs los. Nach mindestens 12 Stunden Gärzeit kann es dann weitergehen mit der Zubereitung des Vor- bzw. Hauptteigs. Auch den musst du noch in mindestens zwei Etappen immer wieder ruhen lassen. Aber die Geduld lohnt sich: So geht dein Brot schön auf, wird luftig und herrlich saftig und es kann eine knusprige Kruste entstehen. Für die Kruste lässt du den Backofen etwa mithilfe eines in der Tür eingeklemmten Kochlöffels einfach einen Spaltbreit offen. So kann überschüssiger Wasserdampf entweichen und das Äußere deines Brotes wird richtig rösch. Grob gehackte Nüsse im Teig verleihen dem Walnussbrot nach unserem Rezept einen zusätzlichen Crunch-Effekt. Solltest du das Brot eigentlich einschneiden? Lies unseren Beitrag zum Thema.
Vergiss bei der Zubereitung von Sauerteigbrot wie unserem Walnussbrot-Rezept nie, etwas von dem Sauerteigansatz aufzuheben. Diesen Ansatz musst du regelmäßig mit ein wenig Mehl und Wasser "füttern" und schon hast du die passende Starterkultur für deinen nächsten Sauerteig. In manchen Traditions-Bäckereien überlebt so der gleiche Sauerteig bereits seit Generationen von Bäckerinnen und Bäckern. In unseren Sauerteig-Rezepten erfährst du viele Tipps und Tricks, wie dir dein eigener Sauerteig gelingt und was du damit alles zubereiten kannst. Und solltest du einmal nicht die Zeit für ein Sauerteigbrot wie nach unserem Walnussbrot-Rezept haben, dann bereite mit unserem Bierbrot-Rezept eine schnelle und auch sehr leckere Alternative zu. Oder teste unser Rezept für knuspriges No Knead Bread. Das kommt ganz ohne Kneten aus!
Von der Beilage zum Star: Brot
"In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot." Dieses alte Sprichwort geht mit einem Augenzwinkern darauf ein, dass manchmal das Gebäck lediglich zur Trägermasse für den Belag verkommt. Wurst, Käse und Aufstrichen kommt dabei die Hauptaufmerksamkeit zu. In vielen Ländern, wie zum Beispiel Frankreich oder Italien, ist es üblich, zu jedem Essen ein wenig Brot zu reichen – und auch hier spielt dabei das Brot selber eine eher untergeordnete Rolle, selbst wenn sein Fehlen durchaus auffallen würde.
Mit leckeren Backrezepten – wie etwa auch denen für unser Walnuss- und unser veganes Brot – kannst du dieses Verhältnis aber ganz schnell kippen! Gib deinem Brot mit Gewürzen oder mit ein paar besonderen Zutaten (wie eben den Walnüssen, wenn du ein Walnussbrot selber machst) einen außergewöhnlichen Biss, eine ganz eigene Textur und sorge so für überraschende Geschmackserlebnisse. Auf diese Weise wird das Brot zum absoluten Star auf dem Teller. Dann hieße das Sprichwort eher "Ganz ohne Not genieße ich das pure Brot" oder so ähnlich. Tolle Back- und Kochideen mit der leckeren Nussfrucht findest du übrigens bei unseren Walnuss-Rezepten. Auch unser Malzbierbrot sowie unser Roggen-Sauerteigbrot-Rezept solltest du dir nicht entgehen lassen und das herzhafte Gebäck in den Mittelpunkt der Brotzeit rücken.
Tipp: Und wenn du ein Brot für das nächste Public Viewing backen möchtest, empfehlen wir dir unser Fußball-Brot.