Dessertspezialitäten aus der Türkei haben sich nicht erst seit Baklava bewährt. Probiere daher unbedingt unser Tulumba-Rezept aus – und erfahre auf kulinarische Weise, wie gut sich frittiertes Spritzgebäck in Zuckersirup macht.
Mehl und Grieß vermischen. 250 ml Wasser mit Butter und einer Prise Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze aufkochen. Mehlmischung hineingeben und mit einem Teigschaber sorgfältig einarbeiten, bis sich ein homogener Teig ergibt, der sich gut vom Topfboden ablösen lässt.
Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen und die Schale abreiben. Den Teigkloß in eine Schüssel geben. Zitronenabrieb, Eier und Speisestärke nach und nach mit den Knethaken eines Handrührgerätes einarbeiten. Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.
Zucker mit dem Saft der halben Zitrone und 450 ml Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze kochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Abkühlen lassen.
Pflanzenöl in einem großen Topf erhitzen. Den Teig mithilfe einer Küchenschere zu etwa 5 cm langen Streifen abtrennen und in das heiße Öl gleiten lassen. Goldbraun frittieren, mit einer Schaumkelle entnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Das Gebäck für 2 Minuten in Sirup tauchen und servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
578 kj (7 %)
Kalorien
138 kcal (7 %)
Kohlenhydrate
22 g
Fett
4 g
Eiweiß
2 g
Bewertung
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Tulumba-Rezept: frittiertes Spritzgebäck in Sirup
Bei Tulumba, auch bekannt als Tulumba Tatlisi, handelt es sich um ein Spritzgebäck aus der Türkei. Typisch für die traditionelle Zubereitung ist dabei ein Teig auf Stärkebasis aus groben Mehlen. Für unser Tulumba-Tatlisi-Rezept nutzt du daher neben Weizenmehl Hartweizengrieß. Noch wichtiger ist der Garvorgang. Denn Tulumba backst du nicht: Du frittierst das Gebäck und tränkst es danach in Sirup. Der Zusatz Tatlisi bedeutet übrigens nichts anderes als "Dessert" und deutet damit auf die favorisierte Verwendungsart hin: Tulumba essen Menschen in der Türkei gern kalt zum Nachtisch. Plane also entsprechend etwas Abkühlzeit ein. Denn den Sirup gibst du über die kleinen Ovale, solange diese noch heiß sind. In China hingegen taucht man Früchte in Zuckersirup und lässt das Ganze erkalten: Aufgespießt wird das Tanghulu dann am Straßenrand verkauft. Suchst du nach noch mehr köstlicher Inspiration, empfehlen wir unsere Rezepte für türkische Süßigkeiten. Und auch die griechische Küche hat einiges zu bieten: Wir empfehlen Melomakarona, griechischen Nusskuchen und Galaktobureko!
Tulumba: mehr als die türkische Antwort auf Churros
Als rein türkische Süßspeise geht Tulumba nicht durch. Varianten finden sich auch in der armenischen, zypriotischen, serbischen, griechischen, mazedonischen, bosnischen, bulgarischen und albanischen Küche. Zudem ähnelt die Zubereitungsart – nämlich die Kombination aus Spritzgebäck und Fritteuse – der Idee von Churros. Diese Spritzgebäckspezialität wiederum hat nicht nur in Spanien, Lateinamerika, auf den Philippinen sowie im Südwesten der USA unzählige Anhänger:innen. Gleichzeitig gibt es zwischen den beiden Köstlichkeiten einen großen Unterschied: Denn während du unsere Tulumba in Zuckersirup tunkst, werden Churros traditionell zunächst mit Zucker bestreut. Danach folgt gern das Bad in heißer Schokolade. Dem Prinzip der Kombination von noch heißem Gebäck mit Zuckersirup folgt übrigens unser Baklava-Rezept, das sich ebenfalls an türkischer Nachtisch-Tradition orientiert. Magst du Baklava, probiere unbedingt auch mal unseren kreativen Baklava Cheesecake – das Beste aus zwei Back-Welten!