Wie kann man Nudeln kochen und worauf muss man achten?

Antwort in aller Kürze

Wie kann man Nudeln kochen? Für leckere Pasta brauchst du lediglich einen großen Topf, viel Wasser und ausreichend Salz, das ins kochende Wasser gegeben wird. Wichtig ist, dass die Nudeln Platz haben und bei sprudelndem Wasser garen, damit sie nicht verkleben. Zudem sind die unterschiedlichen Garzeiten je nach Nudelsorte zu beachten. 

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Eine Keramikschale mit Spaghetti in einer tiefroten Tomatensoße, getoppt mit Chiliflocken

Wie lange müssen Nudeln kochen? Die Grundlagen erklärt

Das Geheimnis liegt oft schon vor dem eigentlichen Kochen. Nudeln benötigen Platz. Sie setzen beim Garen Stärke frei. In einem zu kleinen Topf mit zu wenig Wasser wird die Stärkekonzentration zu hoch und die Pasta klebt zusammen. 

Als Faustregel gilt daher: Verwende pro 100 Gramm Pasta etwa ein Liter Wasser. Ein großer, hoher Topf ist dein wichtigster Helfer, wenn du Nudeln kochen willst. 

Die Sache mit dem Salz

Beim Kochen von Nudeln sorgt die Frage, wie viel Salz benötigt wird, oft für Diskussion. Aus kulinarischer Sicht muss das Nudelwasser fast so salzig schmecken wie eine milde Meeressuppe. Eine gute Richtlinie sind zehn Gramm Salz pro ein Liter Wasser (das entspricht etwa einem gehäuften Teelöffel). 

Gib das Salz erst hinzu, wenn das Wasser sprudelnd kocht. Das hat zwei Gründe: 

  1. Salzwasser benötigt etwas mehr Energie, um den Siedepunkt zu erreichen. 

  1. Salzkristalle, die sich in kaltem Wasser am Boden absetzen, können bei Edelstahltöpfen zu kleineren Korrosionsflecken (Lochfraß) führen. 

Verschiedene Nudelsorten richtig kochen

Nudeln lassen sich mit den unterschiedlichsten Zutaten zu schmackhaften Gerichten kombinieren. Ob Meeresfrüchte, Gemüse wie Brokkoli oder auch Salate. Hier sind dir keine Grenzen gesetzt. Dennoch kommt es beim Kochen von Nudeln auch auf das Wie an. 

Wir haben für dich die wichtigsten Informationen zum Kochen verschiedener Nudelsorten im Überblick: 

Nudelsorte 

Kochzeit 

Wasser für 100 g Nudeln 

Salz pro Liter Wasser 

Spaghetti 

8–10 Min. 

ca. 1 L 

8–10 g (ca. ein TL) 

Penne 

10–12 Min. 

ca. 1 L 

8–10 g (ca. ein TL) 

Fusilli 

9–11 Min. 

ca. 1 L 

8–10 g (ca. ein TL) 

 

Schon gewusst? Die beliebten asiatischen Mie-Nudeln sind meistens in drei bis fünf Minuten verzehrfertig. Zudem reicht es hier teilweise bereits die getrockneten Nudeln mit heißem Wasser zu übergießen. Das macht sie zu einer idealen Wahl für schnelle Gerichte wie Mie-Nudeln mit Gemüse und Erdnusssauce

Türkische Pasta
Fusilli gelingen mit einer Kochzeit von 9 bis 11 Minuten besonders bissfest und aromatisch.

Auf welcher Stufe gelingt das Kochen von Nudeln?

Sobald das Salzwasser sprudelt, gibst du die Nudeln hinein. Für viele stellt sich beim Umrühren die Frage, auf welcher Stufe die Nudeln im Anschluss weiter kochen sollen. In den meisten Fällen gilt: Die höchste oder zweithöchste Stufe ist optimal.  

Das Wasser muss während der gesamten Garzeit leicht sprudeln. Das Abdecken des Topfes spart Energie und sorgt dafür, dass das Wasser vor der Hinzugabe der Nudeln schneller kocht. Sobald die Nudeln drin sind, sollte der Deckel abgenommen oder schräg aufgelegt werden, damit der Schaum nicht überkocht. Öl gehört nicht ins Kochwasser. Es legt sich als Film um die Nudel und verhindert später, dass sich die leckere Soße mit der Pasta verbindet. 

Schüssel mit Spaghetti in grünem Kräuterpesto, garniert mit Erbsen und gehobeltem Käse, umgeben von frischen Kräutern auf einem grauen Tisch.
Bildunterschrift: Mit ausgewählten Zutaten entsteht aus der einfachen Pasta ein abwechslungsreiches Alltagsgericht. 

Timing ist alles: Wie lange brauchen Nudeln?

Die Kochzeit hängt stark von der Sorte, der Dicke und der Beschaffenheit der Teigwaren ab. Wie lange müssen frische und trockene Nudeln generell kochen? 

  • Trockene Pasta: Trockene Hartweizennudeln benötigen zwischen acht und 12 Minuten. Vollkornvarianten brauchen oft etwas länger. 

  • Frische Pasta: Frische Pasta aus dem Kühlregal oder selbstgemachte Nudeln sind schon nach zwei bis vier Minuten fertig. Ein sicheres Zeichen, dass die Nudeln verzehrfertig sind, ist es, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. 

Gut zu wissen: Nudeln „Al dente“ kochen bedeutet „für den Zahn“. Hier ist die Nudel weich, hat aber im Kern noch einen spürbaren Biss. Um diesen Punkt zu treffen, solltest du die Pasta etwa ein bis zwei Minuten vor Ende der angegebenen Zeit probieren. 

Eiernudeln
Die richtige Wassermenge, Salz und die passende Garzeit sorgen für ein optimales Geschmackserlebnis.

Wie du Nudeln Schritt für Schritt richtig kochst

Beim Kochen von Nudeln gibt es ein paar einfache Schritte, die du befolgen kannst. So gelingt dir die nächste Pasta Bolognese oder One Pot Pasta mit Kichererbsen

  • Schritt 1: Fülle einen großen Topf mit ausreichend Wasser, decke diesen mit einem Deckel ab und warte darauf, dass das Wasser kocht. 

  • Schritt 2: Sobald das Wasser sprudelt, gibst du das Salz hinzu und wartest, bis sich dieses gut verteilt und aufgelöst hat. 

  • Schritt 3: Gib die Nudeln hinein und rühre alles sofort um. Lass das Wasser offen sprudelnd weiterkochen. 

  • Schritt 4: Teste die Konsistenz deiner Nudeln kurz vor Ablauf der Packungszeit. Je nach persönlicher Präferenz kannst du die Nudeln weiter kochen lassen oder sie abgießen. 

  • Schritt 5: Fange beim Abgießen eine Tasse Kochwasser auf. Dieses kannst du abgekühlt beispielsweise zum Gießen von Pflanzen nutzen. Bedenke beim Abgießen zudem, dass Nudeln nachgaren. 

  • Schritt 6: Gieße die Nudeln in ein Sieb und lasse sie abtropfen. Ein wenig Öl kann dabei helfen, dass die Nudeln nicht zu schnell verkleben. 

Abschrecken – Ja oder Nein?

Abschrecken (mit kaltem Wasser übergießen) wäscht die Stärke ab und schließt die Poren der Nudeloberfläche. Ob du deine Nudeln abschrecken solltest, hängt davon ab, wofür du sie verwenden möchtest. 

  • Nicht abschrecken: Bei warmen Pastagerichten rutscht sonst die Soße von der Nudel ab. 

  • Abschrecken: Bei der Verwendung für Nudelsalat sollte der Garprozess sofort gestoppt werden, damit die Nudeln nicht matschig werden. 

Nudel-Rezepte

FAQ – Wie kocht man Nudeln?

Als Hauptgericht rechnet man mit ca. 100 bis 125 Gramm trockenen Nudeln pro Person. Als Beilage reichen oft 60–80 Gramm. Bei frischen Nudeln liegt die Menge höher (ca. 180–200 Gramm), da sie Wasser enthalten. 

Das passiert oft, wenn zu wenig Wasser im Topf war oder nicht gerührt wurde. Ein Schuss Soße oder etwas Butter direkt nach dem Abgießen löst das Problem meist sofort. 

Das ist nicht empfehlenswert. Sie werden schnell matschig und es ist schwerer, den Garpunkt zu bestimmen. Nudeln gehören immer in sprudelnd kochendes Wasser. 

Für „One Pot Pasta“ ist das möglich. Hier garen die Nudeln direkt in der Flüssigkeit (Wasser, Brühe, Tomaten, Sahne). Du musst dabei jedoch öfter rühren und die Flüssigkeitsmenge genau dosieren. 

Die austretende Stärke bildet stabile Blasen. Wenn der Deckel darauf oder der Topf zu klein ist, steigt der Schaum hoch. Ein Holzlöffel quer über dem offenen Topf kann kurzfristig helfen. Besser ist aber, den Deckel abzunehmen und die Hitze minimal zu reduzieren (es muss aber weiterhin kochen). 

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