Im Kölner Karneval wird nicht nur gesungen, geschunkelt und gebützt – der gute Jeck braucht natürlich auch eine anständige Grundlage, bevor er sich ins Getümmel stürzt. Oder ein Trostpflaster für den Kater danach. Für beides bietet sich das Rheinische-Mutzen-Rezept an!
Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. Zitrone heiß abspülen, Schale abreiben. Eier trennen. Eigelb, Zucker, Zitronenabrieb, saure Sahne und weiche Butter mit dem Handrührgerät (Schneebesen) schaumig schlagen. Die Mehlmischung sowie den Rum hinzugeben und zu einem glatten Teig verkneten.
Teig abgedeckt für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 2-3 mm dick ausrollen und mit einem gewellten Teigschneider in längliche Rauten schneiden. Rapsöl in einem hohen Topf auf 170 Grad erhitzen. Mutzen in kleinen Mengen in das heiße Öl gleiten lassen und für 2-3 Minuten goldbraun ausbacken.
Die fertigen Mutzen mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Kuchengitter abtropfen lassen. Mit Puderzucker besieben und warm servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
695 kj (8 %)
Kalorien
166 kcal (8 %)
Kohlenhydrate
24 g
Fett
6 g
Eiweiß
3 g
Bewertung
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Gebackene Karnevals-Tradition: das Rheinische-Mutzen-Rezept
In Köln und den angrenzenden karnevalistischen Nachbarregionen (nein, weniger in Düsseldorf! Eher in Bonn, im Bergischen, am Niederrhein und in der Eifel) war das Rheinische-Mutzen-Rezept an den tollen Tagen früher ein Muss und die Auslagen der Bäckereien verlockten mit diesem leckeren Gebäck. Doch die frittierte oder in Öl ausgebackene Spezialität aus dünnem, rautenförmigem Mürbeteig wurde im Laufe der Jahre von den wesentlich dickeren rheinischen Mutzenmandeln verdrängt. Lass die Karnevalstradition wieder aufleben und lerne, wie du mit unserem Rezept Rheinische Mutzen selber machst. Dieses Mutzen-Rezept gelingt ohne Fritteuse, du backst die Rauten aus Rheinischem-Mutzen-Teig mit saurer Sahne und etwas Rum stattdessen in einem großen Topf in Rapsöl aus. Serviere die Mürbeteig-Plätzchen anschließend noch warm und mit Puderzucker bestäubt – Alaaf!
Übrigens: Ein ebenfalls rheinländisches Traditionsgebäck bringst du mit unserem unwiderstehlich leckeren Rezept für Grillagetorte auf den Tisch – unbedingt probieren. Aus Dänemark kommen dagegen Æbleskiver, krapfenähnliche Gebäckbällchen.
Mutzen, Krapfen & Co.: süße Grüße aus der kölschen Backstube
Auch wenn beide in Fett ausgebacken werden: Verwechsle das Rheinische-Mutzen-Rezept nicht mit den Rheinischen Krapfen. Diese werden zwar ebenfalls reich mit Puderzucker bestäubt in der Karnevalszeit und zu Silvester gegessen, sind aber wie Windbeutel, Eclairs oder Churros aus Brandteig (manchmal auch – wie Berliner – aus süßem Hefeteig) hergestellt und dadurch fluffiger als die festen, mürben Mutzen. Dass beide bei Karnevalist:innen so beliebt sind, mag übrigens auch daran liegen, dass das Fett des Gebäcks als gute Grundlage – oder als gutes Gegenmittel – für das im Karneval reichlich fließende Kölsch gilt ...
An traditionellen Rezepten wie für die Mutzen ist die deutsche Küche reich: Von Nord nach Süd, von Ost nach West kennen die Regionen und Orte ihre besonderen Spezialitäten. Begib dich mit unserer kleinen Auswahl an Deutschen Rezepten auf eine herzhafte und süße kulinarische Reise!