Ein Brett mit einem Teller, darauf gefüllte Teigknödeln auf Sauerkraut mit heller Soße, garniert mit gehackten Kräutern

Fleischknödel

Unser Fleischknödel-Rezept ist herrlich deftig und überzeugt mit würzigen Aromen. Wir zeigen dir in unserer Anleitung Schritt für Schritt, wie das traditionelle Gericht ein Erfolg wird und geben dir außerdem Tipps für die Zubereitung.

Zutaten

Portionen

4

Für den Teig:

800 g
Kartoffeln, mehlig kochend
200 g
Weizenmehl, Type 405
50 g
Hartweizengrieß
1 TL
Salz
1 Prise
Muskatnuss
1
Ei

Für die Füllung:

1
Zwiebel
1
Knoblauchzehe
1 EL
Olivenöl
500 g
Hackfleisch, gemischt
1 Prise
Salz
1 Prise
Pfeffer
1 TL
Paprikapulver, edelsüß

Für die Garnitur:

2 Stiele
Petersilie, glatt

Außerdem:

80 g
Butter

Zubereitung

  1. Kartoffeln waschen und mit Schale in einem Topf mit ausreichend kochendem Salzwasser ca. 20 Minuten garkochen. Abgießen, abdampfen lassen und schälen. Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder zerstampfen. Mit Mehl, Grieß, Ei, Salz und Muskatnuss zu einem glatten Teig verkneten. Sollte der Teig zu klebrig erscheinen, etwas Mehl zugeben.

  2. Für die Füllung Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch hineingeben und glasig schwitzen. Kurz abkühlen lassen.

  3. Hackfleisch mit der Zwiebel-Knoblauch-Mischung vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Zu 8 gleichgroßen Bällchen formen.

  4. Den Kartoffelteig zu einer Rolle formen und in 8 gleichgroße Portionen teilen. Jede Teigportion mit einem Nudelholz rund ausrollen, das Hackbällchen in die Mitte geben und mit dem Teig umschließen. Mit den Händen zu fest verschlossenen Knödeln formen.

  5. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und die Knödel in das leicht köchelnde Wasser gleiten lassen. Für ca. 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Mit einer Schaumkelle entnehmen und abtropfen lassen.

  6. Butter im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Fleischknödel mit geschmolzener Butter übergießen, mit Petersilie bestreuen und servieren. Tipp: Anstelle von Hackfleisch können auch Bratenreste verwendet werden.

Nährwerte

Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).

Nährwerte pro Portion
Energie 3.594 kj (43 %)
Kalorien 859 kcal (43 %)
Kohlenhydrate 87 g
Fett 39 g
Eiweiß 36 g

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Fleischknödel zubereiten: Tipps und Tricks fürs Gelingen

Möchtest du Fleischknödel kochen, helfen dir einige Tricks dabei, dass das Gericht gelingt. Du solltest etwa unbedingt mehligkochende Kartoffeln verwenden. Noch besser wird dein Knödelteig auf Kartoffelbasis, wenn du die Kartoffeln schon am Vortag gekocht, geschält und vollständig abkühlen lassen hast. Denn kalt durchgepresste Kartoffeln geben dem Teig die beste Struktur und sorgen für Stabilität. Achte außerdem darauf, Feuchtigkeit zu vermeiden. Das heißt: Alle Zutaten, die in deinen Teig kommen, sollten abkühlen, bevor du sie weiterverarbeitest. Das gilt auch für die Fleischknödel-Füllung. Jede warm-feuchte Zutat schwächt die Bindung des Mehls. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Fleischknödel beim Kochen zerfallen. Ebenfalls eine goldene Regel: Knete den Teig nicht zu lange und verarbeite ihn rasch. Knetest du den Teig zu lange und zu viel, wird er klebrig. Mehr deftig-würzige Gerichte findest du übrigens bei unseren Hackfleisch-Rezepten und unseren Knödel-Rezepten. Schau gleich rein und lass dich inspirieren!

Übrigens: Fleischknödel sind keine Beilage, sondern durch die massige Füllung ein Hauptgericht. Sie machen lange satt und würden andere Gerichte mit Fleisch nicht ergänzen, sondern überfrachten.

Wie friert man Knödel ein – roh oder gekocht?

Grundsätzlich lassen sich Fleischknödel einfrieren, am besten gekocht. Für das Einfrieren roher Knödel eignen sich eher reine Kartoffel- oder Brezenknödel, die keine Füllung haben. Deine Fleischknödel dagegen bleiben sowohl beim Auftauen als auch beim Wiedererhitzen stabiler, wenn du sie gekocht einfrierst. So gehst du vor:

  • Nimm die Knödel direkt nach dem Garen aus dem siedenden Wasser.

  • Lege deine Fleischknödel ganz kurz in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Das Schrecken stoppt den Garprozess sofort und verhindert, dass die Knödel innen matschig werden.

  • Breite jetzt die abgeschreckten Knödel auf einem sauberen Küchentuch oder einem Gitterrost aus. Lasse sie dort vollständig abkühlen und oberflächlich abtrocknen. Der Grund: Die Fleischknödel müssen außen trocken sein, bevor sie in den Gefrierschrank kommen. Ansonsten bilden sich dicke Eiskristalle, die die Knödel später matschig werden lassen.

  • Lege die abgekühlten Knödel mit etwas Abstand voneinander auf einen Teller, der in deinen Gefrierschrank passt. Hier frierst du die Knödel für rund ein bis zwei Stunden vor. Sie sind fertig vorgefroren, wenn die Knödel außen hart und fest sind.

  • Sind die Fleischknödel hart genug, nimmst du sie vom Teller und füllst sie in geeignete Gefrierbehälter um. Ein Gefrierbeutel eignet sich ebenso wie eine Dose. Verschließe sie möglichst luftdicht in dem Behältnis und beschrifte es mit Datum.

Gekochte und gefrorene Fleischknödel halten sich bei etwa -18 °C etwa drei bis sechs Monate. Möchtest du sie auftauen, dann erhitze sie direkt im gefrorenen Zustand. Bringe dafür entweder gesalzenes Wasser oder eine Fleischbrühe zum Sieden – nicht zum Kochen – und gib die gefrorenen Fleischknödel vorsichtig in den Topf. Lass sie anschließend bei leichter Hitze rund zehn bis 15 Minuten ziehen. Deine Fleischknödel sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen.

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