Theoretisch setzt Flammkuchen auf Sauerrahm oder Crème fraîche – vielleicht auch beides. Doch es geht auch ohne: Wie du tierische Produkte außen vor lässt und einen veganen Flammkuchen zubereitest, verrät unser Rezept. Genuss vorprogrammiert!
Flammkuchenteige mit Backpapier auf einem Backblech entrollen. Zwiebeln pellen und in feine Ringe schneiden. Ringe nach Belieben halbieren. Thymian waschen, trocken tupfen und die Nadeln abzupfen. Räuchertofu in sehr kleine Würfel oder Streifen schneiden. Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden.
Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 200 Grad) vorheizen.
Flammkuchen mit veganer Crème fraîche bestreichen. Dabei einen fingerbreiten Rand lassen. Mit Zwiebeln, Räuchertofu, getrockneten Tomaten und Thymian belegen. Für 12-15 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen goldbraun backen.
Inzwischen die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Öl goldbraun rösten. Basilikum waschen, trocken tupfen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, mit Salz und Pfeffer bestreuen sowie mit Basilikum toppen und servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
1.419 kj (17 %)
Kalorien
339 kcal (17 %)
Kohlenhydrate
43 g
Fett
11 g
Eiweiß
20 g
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Veganer Flammkuchen: Belag ohne Speck und Crème fraîche
Traditionell stammt der Flammkuchen aus der Gegend um das Elsass, Lothringen, das Saarland, die Pfalz und Baden. Ebenso traditionell finden sich als Topping häufig Speck und eine Creme auf Sauerrahm- oder Crème-fraîche-Basis. Keine guten Voraussetzungen für veganen Genuss? Im Gegenteil. Denn mit unserem veganen Flammkuchen-Rezept kehrt man die Tradition ganz einfach um – und verzichtet komplett auf tierische Produkte. Einerseits wird daher, wie übrigens auch für unseren veganen Zwiebelkuchen, vegane Crème fraîche genutzt. Ganz simpel: Speck wird für unseren veganen Flammkuchen durch Räuchertofu ersetzt. So erhält man ebenfalls das leckere Raucharoma, das auch die traditionelle Variante mit tierischen Produkten und Fleisch ausmacht. Frische Kräuter wie aromatischer Thymian runden das Geschmackserlebnis ab. Für eine asiatisch angehauchte Abwandlung des Flammkuchens wird statt Räuchertofu der gebackene Tofu aus unserem Rezept verwendet, mit einer Marinade aus Ingwer, Orange, Knoblauch und Hoisin-Sauce.
Veganer Flammkuchen: das Rezept, das einfach keine Pizza ist
Allein geografisch betrachtet hat sich eine gewisse Distanz zwischen Flammkuchen und Pizza förmlich dazwischengeschoben. Hier Italien, dort die Region rund um das Elsass. Doch wenngleich es sich bei beiden Varianten um kurz und intensiv gebackene, reichlich belegte Backwaren handelt, gehen die Unterschiede noch ein Stück weiter. Denn sowohl die Tradition als auch unser Rezept für veganen Flammkuchen verzichtet für den Teig auf Hefe. Denn unser Teig soll nicht aufgehen, sondern vielmehr schön dünn und knusprig bleiben. Pizzaioli setzen dagegen auf Hefe als Gärmittel. So entsteht ein luftiger Teig. Irgendwo dazwischen bewegt sich übrigens unser Rezept für Elsässer Flammkuchen, für das ebenfalls etwas Hefe benötigt wird, wobei der Teig dennoch dünn werden soll. Beim Belag gibt es ebenfalls jede Menge Unterschiede – wobei es hierbei weniger klare Vorgaben gibt. Neben unserer veganen Variante lohnt es sich daher auch, unseren Flammkuchen mit Dillcreme oder unsere schnellen Flammkuchen-Brezeln auszuprobieren, die sich auch hervorragend als Fingerfood für die nächste Party eignen.