So genießen die Koreaner:innen "Fastfood": Die leckere Gemüse-Hackfleisch-Bowl nach unserem Bibimbap-Rezept bereitest du mit Karotten, Bohnen, Pilzen sowie Rinderhack zu und krönst sie mit einem Spiegelei. Sogar Kimchi, Koreas berühmtes fermentiertes Gemüse, ist dabei.
Möhren schälen, waschen und grob raspeln. Die Bohnen putzen, mit kaltem Wasser abwaschen und halbieren und die Pilze putzen, halbieren oder vierteln. Anschließend die Lauchzwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Alles zur Seite stellen.
In einem Topf 2–3 Liter Salzwasser (1 TL Salz pro Liter) zum Kochen bringen und den Reis darin aufkochen, nach Packungsbeilage garen, abgießen und warm halten. Die Cashewkerne klein hacken und die Kräuter waschen, trocken schütteln und grob hacken. Den Joghurt mit dem Cashewmus verrühren und mit Salz abschmecken.
1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hack darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Während das Hack anbrät, Bohnen in kochendem Salzwasser 10–12 Minuten garen. Bohnen abgießen und kalt abschrecken. Die Cashewkerne in einer beschichteten Pfanne rösten und herausnehmen.
1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, Spiegeleier darin anbraten und mit Salz würzen. Die Eier wenden, kurz weiterbraten, herausnehmen und in Streifen schneiden. Einen weiteren Esslöffel Öl in der Pfanne erhitzen und Pilze darin goldbraun anbraten.
Reis, Hack, Pilze, Möhren, Kimchi, Bohnen, Lauchzwiebeln und Eiern in den Bowls anrichten. Mit Soße garnieren und mit Kräutern, Cashewkernen und Sesam bestreut servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
3.770 kj (45 %)
Kalorien
901 kcal (45 %)
Kohlenhydrate
94 g
Fett
43 g
Eiweiß
45 g
Bewertung
Begeistert vom Rezept? Jetzt bewerten
Nationalgericht aus Korea: Bibimbap selber machen
Was für europäische Ohren klingt wie eine willkürliche Aneinanderreihung einiger Vokale und Konsonanten, besitzt in Korea sowohl Tradition als auch eine simple wie klare Bedeutung. "Bibimbap". "Gemischter Reis". "Reis umrühren". Damit ist das Grundkonzept eines traditionellen Bibimbap-Rezepts bereits erklärt: Zuerst richtest du alle Zutaten heiß in einer Schüssel an, schlägst danach ein rohes Ei darüber und rührst um, bis es stockt. Für unser Rezept brätst du dagegen ein Spiegelei, mit dem du die Bibimbap-Bowl schließlich garnierst. Eine schmackhafte Deko, die sich auch für andere Gerichte wie unsere Reis-Bowl eignet, und unsere Eier-Rezepte liefern dir viele Ideen für das Kochen, Braten und Backen mit Eiern.
Das koreanische Nationalgericht Bibimbap wiederum ist nicht nur lecker, sondern auch praktisch: Es dient – wie übrigens auch der Eintopf Budae Jjigae – vor allem der Resteverwertung, sodass der Variationsfreude keine Grenzen gesetzt sind. Immer wieder verwendete Zutaten sind Rindfleisch, Gemüse wie Spinat, Sprossen, Kimchi (eingelegter Kohl), Shiitake-Pilze und natürlich Reis, wobei sich vor allem Basmati wunderbar eignet. Gewürzt wird mit scharfen Pasten. Traditionell dient als Bibimbap-Soße Gochujang, eine Chilipaste, die auch unserem würzigen Eintopf Kimchi Jjigae einen einzigartigen Geschmack verleiht. Magst du es etwas weniger pikant, liegst du mit unserem Bibimbap-Rezept genau richtig: Wir servieren Joghurt und Cashew-Mus zum bunten Mixgericht – und steht dir der Sinn grundsätzlich eher nach einer wärmenden Suppe, kochst du einfach unsere asiatische Ramen-Suppe.
Vegetarische und vegane Bibimbap-Rezepte
Du möchtest die koreanische Gemüse-Bowl probieren, isst aber kein Fleisch? Mit Tofu servierst du unser Bibimbap vegetarisch. Du kannst entweder die geräucherte oder die Natur-Variante verwenden, die du vor dem Braten marinierst. Es bieten sich Marinaden mit Öl, Sojasoße oder auch Joghurt an, die du nach deinen Wünschen würzt. Wichtig ist, dass du den Naturtofu vor der Zubereitung auspresst. Ist dein Tofu noch zu wässrig, wird er beim Braten nicht knusprig und das austretende Wasser verdünnt deine Würze zu sehr. Gleichzeitig bereitest du problemlos auch eine Variante ganz ohne tierische Produkte zu: Verzichte zusätzlich einfach auf Ei und Joghurt, schon ist das Bibimbap vegan – wie übrigens auch Tteokbokki. Das Spiegelei kannst du zum Beispiel durch gebratene Pilze ersetzen.
Eine Zutat sollte dagegen nie fehlen: Bibimbap in Korea braucht Kimchi – also mache auch zu Hause keine Ausnahme. Traditionell handelt es sich dabei um zur Vitamin-C-Speicherung fermentierten Chinakohl oder koreanischen Rettich, der in Korea nahezu jede Mahlzeit begleitet. Nutze das Gemüse also unbedingt, wenn du Bibimbap isst. In unserem Kimchi-Rezept erklären wir, wie du den fermentierten Chinakohl selbst zubereitest. Mit unserem Bulgogi-Rezept und dem Ssam-Rezept lernst du zwei weitere Traditionsgerichte der koreanischen Küche kennen. Als Dritter im Bunde ist Jjajangmyeon ein Tipp. Und um die Landesgrenzen kulinarisch hinter dich zu lassen, noch tiefer in die Küche des gesamten Kontinents einzutauchen, lass dich von unseren asiatischen Rezepten zwischen Sushi, Currys und Banh Mi inspirieren.