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Intervallfasten: schlank durch einen anderen Essrhythmus

Während viele Fastenkuren auf weniger Essen setzen, spart das Intervallfasten an der Zeit, in der wir Nahrung aufnehmen. Statt mindestens dreimal täglich gibt es nur in bestimmten Zeitfenstern Mahlzeiten. Dadurch sollen u.a. die Pfunde purzeln. Funktioniert das?

Pausen beim Essen: Intervallfasten

Wer schon lange abnehmen möchte, hat meist etliche Diäten ausprobiert – in der Regel vergeblich. Der Körper stellt sich auf die reduzierte Kalorienzufuhr ein und fährt den Energiebedarf herunter. Sobald die vermeintliche Notsituation endet und du wieder normal isst, nimmst du zu und wiegst nicht selten mehr als vor der Diät. Um auf die nächste Nahrungsverknappung vorbereitet zu sein, legt der Organismus Fettdepots an und der berüchtigte Jo-Jo-Effekt stellt sich ein. Bei Blitzdiäten ("Schlank in sieben Tagen") verlierst du außerdem hauptsächlich Wasser. Dasselbe ist bei einer Fastenkur der Fall, weshalb sich Fasten nicht als Methode zum Abnehmen eignet.

16:8 oder 5:2: Essen im Takt

Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, geht einen anderen Weg. Statt einer dauerhaften Nahrungsverknappung wie beim Fasten wird hier lediglich der Zeitraum begrenzt, in dem gegessen wird. Dabei sind zwei Methoden möglich. Entweder isst du nur an acht Stunden etwas und fastest die restlichen 16 Stunden des Tages. Beim Alternate Day Fasting ist der Rhythmus 36:12. Oder du ernährst dich an fünf Tagen pro Woche ganz normal und reduzierst an zwei Tagen die Energiezufuhr auf 500 bis 850 kcal. Der größte Vorteil des Intervallfastens: Während der Essphasen darfst du zu dir nehmen, was du möchtest. Du musst weder Kalorien zählen noch auf bestimmte Lebensmittel verzichten oder einem bestimmten Plan beim Kochen folgen. Das passt für viele Menschen gut zu einer modernen Lebensweise. Ähnlich wie beim Heilfasten wird der Körper während der Esspausen entlastet und die Mahlzeiten werden bewusster genossen.

Intervallfasten im Expertencheck

Ob du tageweise fastest oder täglich 16 Stunden, bleibt dir überlassen. In beiden Fällen greift der Körper in der nahrungsfreien Zeit auf seine Fettreserven zurück und du verlierst Gewicht. Auch das Risiko für Diabetes Typ 2 soll sich reduzieren. Beides haben diverse Studien gezeigt. Es gibt aber auch kritische Stimmen. So gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu bedenken, dass bisher keine Langzeitstudien zur Wirkung des Intervallfastens vorliegen. Auch vermissen die Expert:innen der Fachgesellschaft konkrete Empfehlungen für die Nahrungsauswahl: Dadurch finde oft keine Ernährungsumstellung hin zu gesunden, ausgewogen zusammengestellten Lebensmitteln statt. "Belohne" dich also nicht mit Fast Food, Schokolade, Chips, Cola und Bier für das Fastenintervall, sondern entscheide dich für eine bewusste Ernährung. So vermeidest du einen der größten Fehler beim intermittierenden Fasten. Strengere Vorgaben, was man zu sich nehmen sollte, findet man bei der Schlank im Schlaf Diät.

Das solltest du beim Intervallfasten beachten

Es gibt weitere Fallen, in die du bei einer Intervalldiät tappen kannst. Die ganzen Fastentage etwa sind nicht für jeden geeignet. Wer einen körperlich anstrengenden Beruf ausübt, dem fehlt schnell die Energie dafür. Passen die 16 Stunden besser in deinen Tagesablauf, gehst du nicht gleich von 0 auf 100. Taste dich mit zunächst zwölf Stunden schrittweise an die Pausenzeit heran, etwa durch Dinner Cancelling. Iss normal große Portionen und trinke über den Tag verteilt zwei bis drei Liter ungesüßte Getränke. Häufig vernachlässigt wird beim Thema Intervallfasten die Bewegung. Sport ist wichtig, um die Muskelmasse zu erhalten. Je mehr Muskeln du hast, desto höher ist dein Grundumsatz. An den Fastentagen solltest du dich allerdings mit anstrengenden Trainingseinheiten zurückhalten.
Saftfasten: Entlastungskur für den Körper

Für einige Tage auf feste Nahrung zu verzichten und nur Säfte, Wasser und Tee zu trinken, entlastet den Organismus. Erfahre hier, wie das Saftfasten funktioniert.