In der Praxis sieht das so aus, dass Freeganer "containern" beziehungsweise "dumpstern" gehen: Sie nehmen Nahrungsmittel aus Abfallcontainern mit. In der Regel bedienen sich die Anhänger der Bewegung an Großcontainern, die vor Supermärkten stehen. Dies geschieht nicht wie bei Bedürftigen aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus, sondern aus Überzeugung. Wer freegan lebt, kann sich Essen, Kleidung oder Möbel auch kaufen – geht aber bewusst einen anderen Weg. Ziel ist es, auf den Überfluss in der Gesellschaft und den damit verbundenen
Food Waste aufmerksam zu machen. Bei ihrer Ernährung achten Freeganer immer darauf, dass die Lebensmittel nicht verdorben und womöglich gesundheitsgefährdend sind. Meistens handelt es sich um Ware mit rein optischen Makeln oder überschrittenem
Mindesthaltbarkeitsdatum. Dass diese weggeworfen werden, ist ein Missstand, den auch Nicht-Freeganer immer wieder anprangern.