Welche Bedeutung haben Sulfite im Wein?

Antwort in aller Kürze

Sulfite im Wein sorgen für Haltbarkeit und Stabilität. Sie verhindern die Oxidation und unerwünschte Bakterienbildung im Fass oder in der Flasche. Da Hefe beim Gären von Natur aus eigenem Schwefel produziert, enthält jeder Wein natürliche Sulfite. Ab zehn Milligramm pro Liter gilt in der EU eine strikte Kennzeichnungspflicht auf dem Etikett. Für gesunde Menschen sind diese Salze vollkommen harmlos, nur bei einer bekannten Unverträglichkeit treten allergieähnliche Symptome auf. 

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Sulfite im Wein: Was ist das?

Sulfide sind chemische Verbindungen aus Schwefel und einem weiteren Element. Sie wirken im Getränk stark antioxidativ und antimikrobiell. Genau das erklärt auch, was Sulfite im Wein machen: Ohne diesen Schutz würde der Wein schnell oxidieren und zu Essig umschlagen. Es geht also um den Erhalt von Stabilität, Farbe und Frische deines Weines. 

Weißwein mit grünen Weintrauben

Die im Wein vorhandenen Sulfite tragen dazu bei, Farbe und Aroma des Getränks zu bewahren.

Enthält jeder Wein Sulfite oder gibt es Wein auch ohne Sulfite? 

Während der regulären alkoholischen Gärung produziert die Weinhefe auf natürliche Weise Schwefeldioxid. Einen komplett sulfitfreien Wein gibt es nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht. Sogenannte Naturweine verzichten bei der Herstellung rein auf die Schwefelzugabe von außen. Für eine verlässliche, beständige Qualität und längere Lagerfähigkeit schwefeln die meisten Winzer:innen ihre Weine nach Abschluss der Gärung minimal nach. Sowohl der Weißwein, als auch der Rotwein behalten so langfristig ihren Geschmack. 

Unterschied: Konventioneller Wein vs. Naturwein

Im EDEKA Sortiment findest du eine breite Auswahl an Weinen und kannst ganz persönlich entscheiden, zu welchem Wein du greifst.  

Hier sind die Unterschiede von konventionellem Wein und Naturwein kurz aufgelistet:  

  • Konventioneller Wein: Enthält natürliche Hefe-Sulfite und zugesetzten Schwefel für seine Stabilität, leuchtende Farben und feine Fruchtaromen. 

  • Naturwein: Enthält nur natürlich entstandene Sulfite aus dem Gärprozess, oxidiert im Glas jedoch schneller und zeichnet sich teilweise durch sehr erdigere oder hefebeladene Geschmacksnoten aus. 

Rezepte mit Wein

FAQ – Sulfite im Wein

Sulfite werden im menschlichen Organismus durch ein körpereigenes Enzym rasch zu harmlosen Sulfaten abgebaut und über die Nieren ausgeschieden. Bei gesunden Menschen rufen die im Wein üblichen Mengen deshalb keinerlei unerwünschte Reaktionen hervor. Lediglich Personen mit einem extremen Enzymmangel oder schwerem Asthma zeigen bei Kontakt allergieähnliche Symptome. 

Weißweine besitzen kaum natürliche Gerbstoffe aus der Beerenschale, die als körpereigene Antioxidantien der Traube wirken. Diese Weine schützt man deshalb mit minimal mehr Schwefel, um die helle Farbe und fruchtige Frische zu konservieren. Rotwein bringt durch die weinspezifischen Tannine einen exzellenten eigenen Schutz mit. 

Neben dem Wein kommen Sulfite zur standardmäßigen Haltbarmachung bei getrockneten Früchten, Kartoffelprodukten und fertigen Feinkostsalaten zum Einsatz. Der gesetzlich erlaubte und eingesetzte Schwefelgehalt in getrockneten Aprikosen oder Rosinen liegt oft deutlich höher als in einer Flasche Wein. 

Solche Weine entwickeln ein sehr eigenständiges, mitunter an frischen Most oder feuchte Erde erinnerndes Aromaprofil. Sie verändern schnell ihren Geschmack. Du solltest geöffnete Flaschen innerhalb von wenigen Tagen verbrauchen. 

Bio-Richtlinien geben wesentlich niedrigere Obergrenzen für den Gesamtschwefelgehalt vor als die Verordnungen für konventionellen Wein. Der zusätzliche Hinweis „ohne zugesetzte Sulfite“ bestätigt beim Kauf direkt, dass nach der Gärung kein weiterer Schwefel zugefügt wurde. 

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