Schicht für Schicht ein Genuss: Bei dieser Torte werden ein knuspriger Mürbeteig, ein lockerer Biskuitboden, Quarkcreme-Schichten, Kirschen und obendrauf eine mit Pistazien verzierte Sahnehaube zum köstlichen Gesamtkunstwerk.
Für den Biskuit die Eier und den Zucker in eine Metallschüssel geben und im Wasserbad schaumig aufschlagen, bis sich der Zucker auflöst. Die Masse soll dabei warm, aber keinesfalls heiß werden. In 5-8 Minuten kalt schlagen. Erst in schnellen, kreisenden, dann in langsamen Bewegungen weiter schlagen, bis die Masse cremig ist. Das Mehl und die Speisestärke auf Papier sieben, langsam in die Masse einrieseln lassen und gleichmäßig unterheben.
Die Margarine separat in einem kleinen Topf bei etwa 40°C schmelzen. In einem dünnen Strahl in die Masse laufen lassen und langsam unterziehen.
Den Springformboden (26 cm Durchmesser) mit Pergamentpapier auslegen. Den Teig einfüllen und glattstreichen. 20-25 Minuten bei 190°C Ober-/Unterhitze (Umluft 170°C) im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Den Biskuitboden mit einem Messer vom Rand lösen, das Papier abziehen.
Für den Mürbeteigboden das Mehl auf eine Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Margarine in Stücken darin verteilen, den Zucker und das Salz hineingeben. Mit einer Gabel oder den Fingern die Zutaten zerdrücken und vermischen. Dabei vorsichtig etwas Mehl einarbeiten. Mit einer Palette oder einem großen Messer von außen zur Mitte schieben, bis die Zutaten grob vermengt sind. Palette oder Messer mit beiden Händen fassen und die vermischten Zutaten zu feinen Krümeln hacken. Nun rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Zur Kugel formen, in Folie hüllen und ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem runden Boden von 26 cm ausrollen, auf ein Backblech legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und bei 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160° C) im vorgeheizten Backofen nach Sicht hellbraun backen, das dauert ca. 8-10 Minuten. Auskühlen lassen und den Mürbeteigboden auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umschließen. Den Boden mit der Kirschkonfitüre bestreichen. Den Biskuitboden darauflegen und leicht andrücken.
Die Sauerkirschen in einem Sieb gut abtropfen lassen, Saft dabei auffangen. 125 ml Kirschsaft mit Zucker aufkochen, mit der angerührten Stärke binden. Einige Male kräftig aufkochen lassen. Die Kirschen dazugeben und vorsichtig umrühren, damit sie nicht zerdrückt werden. Nochmals aufkochen. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen.
Für die Füllung Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen und Schale abreiben. Eigelbe, Zucker, Zitronenschale und Salz in einen Topf geben und die Milch zugießen. Die Zutaten vermischen, dann auf dem Herd bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren langsam erhitzen, bis die Creme angedickt auf dem Kochlöffel liegen bleibt (Vorsicht: Die Creme darf nicht kochen). Die in kaltem Wasser eingeweichte und gut ausgedrückte Gelatine zugeben und darin auflösen. Anschließend die Creme durch ein feinmaschiges Sieb seihen.
Den Quark in eine entsprechend große Schüssel geben. Die Creme in zwei bis drei Portionen zugeben, damit sie sich mühelos unterrühren lässt. Sie muss noch etwas warm sein, weil sie durch den kalten Quark schnell abkühlt. Nun die steifgeschlagene Sahne unterziehen. 1/3 der Creme gleichmäßig auf dem Biskuitboden verteilen. Nun die abgekühlten Kirschen darauf geben. Die restliche Creme einfüllen und glattstreichen, in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen (ca. 6 Std.).
Den Tortenring entfernen.
Für die Garnierung die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen, die Torte damit rundherum einstreichen. Die Oberfläche mit einem Garnierkamm verzieren.
Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett golden rösten und auskühlen lassen. Den Rand mit den Mandelblättchen bestreuen.
Die Pistazien ganz fein hacken. Die Oberfläche der Torte damit gleichmäßig bestreuen. Darauf ein kleines Nest mit Sahne spritzen und die bunten Zuckereier hineinlegen. Schokolade schmelzen lassen und auf Backpapier ein kleines Gitter zeichnen, abkühlen lassen, vorsichtig lösen und dekorativ in die Sahne stecken.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
1.637 kj (19 %)
Kalorien
391 kcal (19 %)
Kohlenhydrate
38 g
Fett
23 g
Eiweiß
9 g
Bewertung
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Käsetorte: So gelingt das Schichtwerk garantiert
Es ist nicht schwierig, die Käsetorte nach unserem Rezept nachzubacken, wenn du ein paar Tricks und Kniffe beachtest: Stelle alle Zutaten bereit, bevor du mit der Zubereitung beginnst. Backe zuerst den Biskuitboden, damit er auskühlen kann, bevor du ihn später auf den Mürbeteigboden gibst. Beginne mit der Herstellung des Mürbeteigs, sobald der Biskuit im Ofen ist. Wichtig: Der Mürbeteig muss einige Zeit in den Kühlschrank, bevor du ihn weiterverarbeiten kannst. Auch die Kirschmasse, mit der die Torte gefüllt wird, sollte genug Zeit zum Auskühlen haben.
Und so gelingt die Creme mit Gelatine, unter die später Quark und Sahne gerührt werden: Achte darauf, dass sie noch warm ist, wenn du sie weiterverarbeitest, weil sie durch die Zugabe des Quarks schnell abkühlt. Plane für das Kühlen und Festwerden der fertigen Torte mindestens sechs Stunden im Kühlschrank ein. Möchtest du nicht so lange auf den Kirschkuchengenuss warten, probiere unseren Feuerwehrkuchen oder diesen sommerlichen Rote-Grütze-Kuchen. Hier musst du nur eine Zubereitungszeit von rund 90 Minuten einplanen.
Für eine Torte ohne Gelatine kannst du auch einmal unser Rezept für Käsesahnetorte ausprobieren. Das Garnieren mit sehr steifer Sahne, die rundum auf die Torte gestrichen wird, solltest du erst kurz vor dem Servieren erledigen. Gib obenauf noch etwas Pistazienkerne und verziere die Torte an der Seite mit Mandelsplittern. Als österliche Deko ist noch ein kleines Sahne-Nest mit Zuckereiern vorgesehen. Das kannst du aber natürlich auch weglassen, wenn es nicht zur Jahreszeit passt. Viel Freude beim Nachmachen!
Käsekuchen und Cheesecake: Das sind die Unterschiede
Lecker sind sie beide: Käsekuchen und die amerikanische Variante Cheesecake. Wichtigster Unterschied: Der deutsche Käsekuchen wird traditionell mit Quark zubereitet, in einen amerikanischen Cheesecake gehört dagegen Frischkäse. Dadurch wird er noch etwas cremiger. Übrigens zählt Cheesecake in Amerika zu den Desserts, zum Nachmittagskaffee wie bei uns wird er nicht gereicht.
Ein weiterer Unterschied: Der Boden ist kein Biskuit- oder Mürbeteig, sondern wird aus Kekskrümeln und Butter geformt und dann gebacken. So handhaben wir es z. B. auch bei dieser leckeren Variante als Nutella-Cheesecake. Welcher Variante du letztlich den Vorzug gibst, ist Geschmackssache. Entscheide selbst, was du lieber magst. Oder genieße einfach beide! Zum Beispiel diesen leckeren Zitronen-Käsekuchen oder unseren köstlichen New-York-Cheesecake.