Barbari ist ein persisches Fladenbrot mit goldbrauner Kruste und weicher, luftiger Krume. Es ist ein fester Bestandteil der persischen Küche – jetzt kannst du es auch selbst backen! Frisch schmeckt es besonders gut, z.B. als Beilage zu herzhaften Gerichten oder pur mit etwas Öl oder Dip. Erfahre hier, wie dir Barbari am besten gelingt.
Für den Teig Weizenmehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Trockenhefe und Zucker in 330 ml lauwarmem Wasser auflösen und 10 Minuten stehen lassen.
Hefewasser zur Mehlmischung geben und mit den Knethaken eines Handrührgerätes für 8-10 Minuten zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verkneten. Zuletzt das Olivenöl einarbeiten. Abgedeckt für 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.
Für die Glasur Mehl, Natron und 120 ml Wasser im Topf unter Rühren kurz aufkochen. Sobald die Mischung eindickt, die Hitze abstellen und den Topf abkühlen lassen.
Den Teig in zwei Portionen teilen und jede Portion zu einem länglichen Fladen von ca. 30 x 15 cm formen. Teigfladen auf Backpapier geben und weitere 30 Minuten ruhen lassen.
Backofen auf 240 Grad Ober-/ Unterhitze (220 Grad Umluft) vorheizen.
Die Hände mit der Glasur anfeuchten und mit den Fingern mehrere parallele Furchen längs über den Teig ziehen bzw. eindrücken. Anschließend die Teigoberfläche großzügig mit der restlichen Glasur bestreichen. Mit Sesamsamen garnieren.
Die Teigfladen für 12-15 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen goldbraun backen. Herausnehmen und die heißen Teigfladen mit etwas Wasser einpinseln. Servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
2.050 kj (24 %)
Kalorien
490 kcal (24 %)
Kohlenhydrate
91 g
Fett
7 g
Eiweiß
14 g
Bewertung
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Barbari-Brot: Irans knuspriger Liebling
Nan Barbari (oder genauer: Nan-e Barbari) ist ein traditionelles iranisches Brot, das in 70 bis 80 cm langen, ovalen Laiben gebacken wird. Es kommt mit einer knusprigen, charakteristisch gemusterten Kruste und einem luftigen Inneren aus dem Ofen. Barbari bedeutet wörtlich übersetzt „von Barbaren“. Der Name Barbari ist historisch eng mit der Volksgruppe der Hazara verknüpft: Sie brachten das Brot einst aus der Grenzregion nach Teheran. Auch wenn der Name auf eine historisch abwertende Fremdbezeichnung zurückgeht, hat das Brot längst alle Barrieren überwunden und ist heute eines der beliebtesten Fladenbrot-Rezepte im gesamten Iran. Der Teig für Barbari wird aus Weizenmehl, Hefe, Wasser oder Milch und Salz geknetet. Wir geben in unser Barbari-Brot-Rezept zusätzlich Zucker und Olivenöl. Das aktiviert die Hefe, mildert den Geschmack und macht den Teig geschmeidiger. Vor dem Backen wird das Barbari-Brot mit Sesam bestreut – im Iran verwenden die Bäcker alternativ Schwarzkümmel oder Mohn.
Im Back-Fieber? Mehr Rezepte mit Mehl findest du in unserer Genusswelt.
Was isst man zu Barbari-Brot?
Barbari selber machen ist simpel: Der einfache Hefeteig stellt keine besonderen Anforderungen an dein Backtalent. Nur ein wenig Geduld musst du haben, damit der Teig in Ruhe gehen kann. Hast du das knusprige Ergebnis deiner Bemühungen aus dem Ofen geholt, stehen dir mehrere traditionelle Wege offen, es zu genießen. Zum Frühstück isst man Barbari im Iran oft mit cremigen Aufstrichen, Käse – zum Beispiel Feta –, frischem Gemüse wie Tomaten, Gurken und Kräutern, Oliven oder Joghurt. Es passt aber auch perfekt als Beilage zu Grillfleisch, Fisch oder Eintöpfen. Für passende Gerichte lass dich von unseren persischen Rezepten inspirieren!