Der klassische Käsekuchen von Oma schmeckt einfach himmlisch! Für Menschen mit Zöliakie ist ein gewöhnlicher Käsekuchen aber keine Lösung. Die gute Nachricht: Das Gebäck lässt sich auch ganz leicht glutenfrei backen. Wir verraten, wie es geht – und lecker gelingt.
Glutenfreies Mehl, Ei, Salz, Butter und Zucker zu einem glatten Teig verkneten. Für 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.
In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Orange heiß abspülen, trocken tupfen und 2 TL Schale fein abreiben sowie den Saft auspressen. Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark auskratzen. Magerquark, Frischkäse, Sauerrahm und Speisestärke in einer Rührschüssel glatt rühren. Zucker, Orangenabrieb und –saft zugeben und einrühren.
Eier trennen. Eigelb und Vanillemark verrühren und unter die Quarkmasse rühren, bis diese glatt und cremig aussieht. Eiweiße in einer separaten Schüssel mit den Schneebesen eines Handrührgerätes steif schlagen, bis sich stabile Spitzen bilden. Portionsweise unter die Quarkmasse rühren.
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 160 Grad) vorheizen. Eine Springform mit Butter einfetten.
Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen und die Springform damit auskleiden. Teig leicht andrücken und an den Rändern hochziehen. Die Füllung auf den Mürbeteig in die Springform geben. Auf mittlerer Schiene im Ofen 55-65 Minuten backen, bis sich der Rand der Oberfläche goldbraun färbt. Ofen ausschalten und den Kuchen bei geöffneter Ofentür 1 Stunde auskühlen lassen.
Käsekuchen aus der Springform lösen und nach Belieben nochmal im Kühlschrank kaltstellen oder servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
1.753 kj (21 %)
Kalorien
419 kcal (21 %)
Kohlenhydrate
42 g
Fett
22 g
Eiweiß
11 g
Bewertung
Begeistert vom Rezept? Jetzt bewerten
Glutenfreier Käsekuchen – das Mehl muss weg
Problematisch ist bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) hauptsächlich der Boden des Käsekuchens, weil dieser für gewöhnlich mit Weizenmehl gebacken wird. Weizenmehl enthält sehr viel Gluten. Verträgst du das Klebereiweiß nicht oder hast im Freundes- oder Familienkreis Nahestehende mit Zöliakie, musst du dich vor dem Backen darüber zu informieren, welche Lebensmittel glutenfrei sind – und welche nicht. Ein glutenfreier Käsekuchen wäre in diesem Fall auch möglich, wenn einfach der Boden weggelassen wird. Denn die Käsemasse enthält kein Gluten. Doch ist ein Käsekuchen ohne Boden überhaupt ein richtiger Käsekuchen? Wir möchten darauf in unserem Rezept nicht verzichten und backen den Kuchen daher trotzdem mit Boden. Dazu musst du lediglich das Weizenmehl durch glutenfreies Mehl ersetzen. So gelingt das Gebäck wie gewohnt und punktet auch geschmacklich. So kannst du bei jedem Rezept vorgehen, auch bei unserem Käsekuchen mit Mohn. Denn Mohn ist glutenfrei. Das trifft auch auf Buchweizen zu, mit dem sich süße oder deftige Ofengerichte wie unsere glutenfreie Quiche backen lassen.
Zubereitung des Käsekuchens
Knete zunächst alle Zutaten für den Boden zu einem glatten Teig und stelle diesen für eine halbe Stunde im Kühlschrank kalt. In dieser Zeit kannst du bereits die Füllung für den Käsekuchen vorbereiten. Damit die Masse schön luftig wird, trenne die Eier vorher und hebe das steif geschlagene Eiweiß erst im Nachhinein unter die Käsemasse.
Rolle den ausgekühlten Teig anschließend aus und gib ihn in eine gefettete Springform. Ziehe den Teig an den Rändern wenige Zentimeter hoch und drücke ihn fest. Gib die fertige Käsefüllung zuletzt auf den glutenfreien Mürbeteig. Der glutenfreie Käsekuchen sollte im Ofen gebacken werden, bis die Oberfläche des Gebäcks goldbraun gefärbt ist. Lass den Kuchen danach unbedingt bei ausgeschaltetem Ofen und offener Ofentür noch etwa eine Stunde langsam abkühlen.
Tipp: Probiere außerdem unseren glutenfreien Apfelkuchen – und erfahre, wie du neben einem Mürbeteig auch einen Hefeteig glutenfrei herstellen kannst. Damit bist du bei Zöliakie auf der sicheren Seite und kannst gelingsicher ohne das Klebereiweiß backen!