Plastikfrei leben: Mit diesen Tipps schonst du die Umwelt

Du möchtest gern bewusster mit Kunststoffen umgehen? Hier findest du Ideen zum Thema "Plastikfrei leben", mit denen du nach und nach Dinge in deinem Alltag verändern kannst. Egal, ob beim Lebensmitteleinkauf, im Bad, unterwegs oder mit Kindern: Oft ist es gar nicht so schwer, Plastik zu vermeiden.

Plastikfrei leben – erste Schritte

Du musst nicht jede einzelne Faser Plastik aus deinem Leben verbannen, um einen sinnvollen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Stecke deine Ziele so, dass du sie tatsächlich umsetzen kannst. Der erste wichtige Schritt, wenn du plastikfrei leben möchtest: Mache dir bewusst, an welchen Stellen in deinem Alltag das nicht verrottende und damit für die Umwelt hoch problematische Material auftaucht – und prüfe, wo du mit ein wenig bedachtem Handeln darauf verzichten kannst. Krempel deine Gewohnheiten nicht alle auf einmal um, sondern übe nach und nach neue Verhaltensweisen ein – so kommst du dem plastikfreien Haushalt schrittweise näher. Unsere Tipps für ein plastikfreies Leben können dir dabei als Anregung dienen.

Übrigens: Wenn du dein Leben ohne Plastik jetzt beginnen, hast du definitiv die Nase vorn: Seit Juli 2021 sind Einweggeschirr, Kaffeebecher, Essensverpackungen, Strohhalme etc. aus Plastik in Deutschland verboten. Im Januar 2022 folgte das Verbot von Plastiktüten.

Verwende zum Einkaufen selbst mitgebrachte Gemüsenetze.

Plastikfrei leben – plastikfrei einkaufen

Statt die Kunststoffprodukte zu verbannen, die bereits in Ihrem Haushalt existieren, ist es sinnvoller, möglichst wenig Neues aus Plastik anzuschaffen. Das gilt sowohl für den Kauf von Dingen, die du im Alltag benötigst – Geschirr, Aufbewahrungsbehälter, Kinderspielzeug, Wohnaccessoires, Gartenprodukte, Bad-Artikel, Schulsachen … – als auch für den Lebensmitteleinkauf.

Gerade im Nahrungsmittelbereich fällt Tag für Tag viel Plastik an. Aber es entstehen immer mehr Alternativen für plastikarmes oder plastikfreies Einkaufen: Viele Supermärkte reduzieren z. B. den Plastikanteil bei Verpackungen. Kauf Saft, Wasser und Joghurt in Glasflaschen, trink gesprudeltes Leitungswasser statt Mineralwasser aus Plastikflaschen. Hol dein Brot beim Bäcker in der Papiertüte und kauf bei TK-Ware die in der Pappschachtel, nicht die im Plastikbeutel.

In zahlreichen Städten gibt es inzwischen sogenannte Unverpackt-Läden, in denen du Grundnahrungsmittel sowie Kosmetika, Putzmittel und andere Haushaltsprodukte ohne Umverpackung und aus plastikfreier Produktion bekommen kannst. Der gute alte Wochenmarkt eignet sich ebenfalls, um plastikfrei Lebensmittel einzukaufen: Nimm Stoffbeutel, selbst gehäkeltes Einkaufsnetz oder Korb und wiederverwendbare Gemüsenetze mit, in denen dir die Verkäufer Obst und Gemüse abwiegen.

Das funktioniert im Übrigen auch im Supermarkt. Bei Toilettenartikeln wie Duschgel oder Shampoo bietet der Handel ebenfalls plastikfreie Alternativen: Greife zur Seife bzw. zur Haarseife und verbanne so nach und nach die Plastikflaschen aus deinem Bad. Gesichtscremes im Glastiegel oder Deo im Glasbehälter findest du in jeder Drogerie. Und selbst Putzmittel werden heute bereits in Form von Tabletten angeboten, die du zu Hause in Wasser auflöst und in Sprühflaschen oder alten Putzmittelverpackungen anwendest. So kommt kein neuer Plastikmüll nach.

Alternativ kannst du Produkte wie Waschmittel selber machen oder Utensilien wie Abschminkpads nähen, auch dabei fällt kein Plastik an. Dasselbe gilt für die Waschküche: Beim Waschmittel- oder Weichspüler-Selbermachen tust du der Umwelt zudem doppelt Gutes, da du dabei nicht nur die Plastikverpackung vermeidest, sondern auch schwer abbaubare synthetische Substanzen, die sonst im Grundwasser landen.

Plastikfrei leben unterwegs und mit Kindern

Der im Voraus planbare Haushaltseinkauf ist die eine Sache – was aber, wenn es schnell gehen muss oder du unterwegs bist? Da wird es in der Mittagspause doch oft die Salatschale aus dem Kühlregal oder das Take-away in der Styroporverpackung. Möchtest du öfter mal plastikfrei essen, ist Vorkochen ein guter Weg. Lass dich von unseren Rezepten zum Vorkochen inspirieren – das spart nicht nur Plastik, sondern auch Geld. Deinen Kindern kannst du vorbereitete Lunchboxen und eine gefüllte Trinkflasche mit in die Schule oder nachmittags zum Sport mitgeben. Das vermeidet Verpackungsmüll und macht angesichts der vielen dekorativen Mehrweg-To-go-Behälter, die es inzwischen auf dem Markt gibt, richtig Spaß.

Lust auf Take-away? Bringe zu deinem Lieblingsladen das Gefäß einfach selbst mit: Die meisten Imbisse haben kein Problem damit, deine Bestellung dort hinein zu füllen statt in die sonst üblichen Einwegschalen. Deinen Kaffee kannst du dir bei vielen Coffeeshops in deinen mitgebrachten Mehrwegbecher füllen lassen. Verbanne außerdem Frischhalte- sowie Alufolie aus deinem Haushalt: Lebensmittelreste lassen sich genauso gut in Schraubgläsern oder in mit plastikfreiem Bienenwachstuch abgedeckten Schalen aufbewahren. Einfrieren ohne Plastik in Gläsern oder Behältern aus Edelstahl stellt eine sinnvolle Alternative zur Verwendung von Gefrierbeuteln dar. Wenn du einmal angefangen hast, darauf zu achten, fallen dir sicher noch viel mehr Schritte ein auf dem Weg zum plastikfreien Leben.

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