Was sind Hülsenfrüchte und wie werden sie zubereitet?
Antwort in aller Kürze
Was sind Hülsenfrüchte? Hülsenfrüchte sind die essbaren Samen von Pflanzen, die in einer festen Hülle wachsen. Zu den bekanntesten Vertretern gehören Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Sie dienen als wichtige pflanzliche Proteinquelle und enthalten zudem Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Du kannst sie in der Küche vielseitig einsetzen, musst sie jedoch meist vor dem Verzehr garen.
Die ganze Antwort – ausführlich erklärt von EDEKA
Was zählt zu den Hülsenfrüchten?
Die Familie der Hülsenfrüchte ist riesig und bietet eine enorme geschmackliche Vielfalt. Wenn du dich fragst, was alles zu Hülsenfrüchten dazugehört, hilft ein Blick auf die botanische Verwandtschaft. Alle Früchte, die ihre Samen in einer Hülse (Schote) ausbilden, gehören dazu:
Linsen: Ob rot, gelb, braun oder schwarz (Beluga): Sie garen relativ schnell und müssen oft nicht eingeweicht werden.
Bohnen: Diese Gruppe umfasst mitunter Kidneybohnen, weiße Bohnen, schwarzen Bohnen und dicken Ackerbohnen.
Erbsen: Dazu gehören grüne Erbsen, Schälerbsen und Kichererbsen.
Sojabohnen: Sie sind die Basis für Tofu und Tempeh.
Erdnüsse: Streng genommen sind sie keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte, die unter der Erde reifen.
Lupinen: Sie werden oft zu Mehl oder Fleischersatzprodukten verarbeitet.
Weltweit gibt es mehrere hundert verschiedene Arten an Hülsenfrüchten.
Zubereitung und Verwendung von Hülsenfrüchten in der Küche
Hülsenfrüchte lassen sich vielseitig zubereiten. Wenn du schnelle Gerichte planst, greifst du am besten zu Linsen oder bereits vorgegarten Hülsenfrüchten aus der Dose oder dem Glas.
Getrocknete Bohnen und Kichererbsen benötigen etwas Vorplanung. Sie müssen meist über Nacht (ungefähr 12 Stunden) in kaltem Wasser eingeweicht werden. Das verkürzt die anschließende Garzeit und macht sie bekömmlicher.
Ob im klassischen Erbseneintopf, als Hummus, im Chili sin Carne oder als knackiges Topping auf einer Bowl: Hülsenfrüchte eignen sich für zahlreiche Gerichte.
Tipp
Gib säurehaltige Zutaten wie Essig, Zitronensaft oder Tomaten erst ganz zum Schluss in den Topf. Säure kann verhindern, dass die Schalen weich werden, und so die Garzeit unnötig verlängern. Hülsenfrüchte nehmen Gewürze außerdem hervorragend auf. Besonders gut passen zum Beispiel Bohnenkraut, Kreuzkümmel, Lorbeer oder Majoran.
Hülsenfrüchte: Trockenware oder Konserve?
Trockenware: Sie ist günstiger, verursacht weniger Verpackungsmüll, hat einen festeren Biss und ermöglicht eine individuelle Portionierung. Allerdings erfordern trockene Hülsenfrüchte eine Einweichzeit (außer bei geschälten Linsen/Erbsen).
Konserve/Glas: Die Hülsenfrüchte sind sofort einsatzbereit, gekocht und ideal für schnelle Gerichte. Sie sollten vor der Verwendung gründlich abgespült werden.