Wie kann man Kartoffeln aufbewahren und verwerten?

Antwort in aller Kürze

Um Kartoffeln richtig aufzubewahren, brauchst du einen kühlen, lichtgeschützten und trockenen Ort, beispielsweise Keller oder Vorratskammern. Ideal sind Temperaturen zwischen vier und acht Grad Celsius. Eine Lagerung im Kühlschrank ist nicht zu empfehlen, da die Kälte die Stärke in Zucker umwandelt, was den Geschmack verändert. Nutze für eine gute Belüftung Leinenbeutel oder Holzkisten und vermeide luftdichte Plastikverpackungen. Lagere die Knollen getrennt von ethylenhaltigem Obst wie Äpfeln, um vorzeitiges Keimen zu verhindern. 

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Kartoffeln schälen und aufbewahren

Wie lagert man Kartoffeln richtig, damit Geschmack und Qualität erhalten bleiben?

Kartoffeln sind ein fester Bestandteil vieler Küchen. Ob als Püree, Kartoffelgratin oder klassische Salzkartoffel: Das Endgericht steht und fällt mit der Qualität der Knolle. Wenn du Kartoffeln aufbewahren möchtest, geht es neben der Haltbarkeit auch um den Erhalt von Aroma und Konsistenz. Falsch gelagerte Kartoffeln können weich werden, keimen, grüne Stellen bilden oder einen unangenehm süßen Geschmack annehmen. 

Damit du jederzeit Kartoffeln in guter Qualität zur Verfügung hast, lohnt sich ein genauer Blick auf die Lagerbedingungen. 

Darauf kommt es bei der Lagerung an: 

  • Temperatur: kühl, aber frostfrei (4-8 °C) 

  • Licht: Dunkelheit verhindert Solaninbildung 

  • Luft: Zirkulation beugt Schimmel vor 

  • Nachbarschaft: keine Lagerung neben reifendem Obst 

Lagerung von Kartoffeln: Wie funktioniert die Aufbewahrung optimal?

Direkt nach dem Einkauf geht es darum, wie man Kartoffeln richtig lagert. Viele Kartoffelsäcke sind aus Plastik, was für den Transport praktisch, für die dauerhafte Lagerung jedoch ungeeignet ist. Dort kann sich Feuchtigkeit stauen, was die Bildung von Schimmel fördert. 

Die ideale Lagerung sieht so aus: 

  • Nimm die Kartoffeln aus der Plastikverpackung. 

  • Nutze atmungsaktive Behältnisse wie Jutesäcke, Weidenkörbe oder Holzkisten, da sie Luft an die Knollen lassen und Staufeuchte verhindern. 

  • Wähle den richtigen Ort. Ein trockener, dunkler Vorratsraum oder Keller ist gut geeignet. 

Sobald die Knollen Licht ausgesetzt sind, beginnen sie zu keimen und produzieren Chlorophyll, was wiederum zu grünen Stellen führt. Gleichzeitig steigt der Gehalt an Solanin, einem natürlichen Stoff, der in größeren Mengen unverträglich ist und bitter schmeckt. Lagere deine Kartoffeln daher stets lichtgeschützt oder decke die Kiste mit einem Tuch oder Papier ab. 

Drei Schüsseln mit cremigem Kartoffel-Eintopf, garniert mit Petersilie; in der Mitte GUT&GÜNSTIG Schlagsahne 30%.
Kartoffeln lassen sich auf vielfältige Arten zubereiten.
Ein offener Sack Kartoffeln, die noch Erde auf der Schale haben.
Kartoffeln sollten kühl, dunkel und gut belüftet gelagert werden.

Kartoffeln im Keller lagern für maximale Haltbarkeit 

Wenn du Kartoffeln lagern möchtest und einen Keller besitzt, prüfe zuerst die Bedingungen. Moderne Keller in Neubauten sind oft gut isoliert und beheizt, also zu warm. Altbaukeller hingegen bieten meist genau die geforderten kühlen Temperaturen und die nötige Luftfeuchtigkeit. Ist dein Keller zu feucht, droht Fäulnis; ist er zu warm, treiben die Kartoffeln aus. Erfüllt dein Keller jedoch die passenden Bedingungen, ist er weiterhin gut für die langfristige Lagerung geeignet. 

Kann man Kartoffeln im Kühlschrank lagern? Das Kälte-Problem erklärt

Viele stellen sich diese Frage gerade, wenn kein kühler Keller vorhanden ist. Grundsätzlich sind rohe Kartoffeln im Kühlschrank eher ungeeignet zur Lagerung. Werden sie Temperaturen unter vier Grad Celsius ausgesetzt, greift ein chemischer Schutzmechanismus der Knolle. Um nicht zu erfrieren, wandelt sie ihre enthaltene Stärke in Zucker um, was Geschmack und Konsistenz deutlich verändert. 

Das hat zwei negative Folgen: 

  1. Geschmacksveränderung: Die Kartoffeln schmecken unangenehm süßlich. Das passt selten zu herzhaften Gerichten wie Bratkartoffeln oder Kartoffelsuppe. 

  1. Acrylamid-Bildung: Beim Braten oder Frittieren von „süßen“ Kartoffeln bildet sich schneller und stärker Acrylamid, da der Zucker in der Hitze dunkel karamellisiert. 

Gekochte Kartoffeln kannst du problemlos für zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Frühkartoffeln, die generell nicht lange haltbar sind, kommen für kurze Zeit im Gemüsefach besser zurecht als bei warmer Raumtemperatur.

Die EDEKA Redaktion

Wie lange kann man Kartoffeln lagern?

Die Haltbarkeit hängt stark von der Sorte und dem Zeitpunkt der Ernte ab. Hier müssen wir zwischen Frühkartoffeln und Speisekartoffeln unterscheiden. 

Frühkartoffeln 

Mittelfrühe bis späte Sorten 

Diese jungen Knollen haben eine sehr dünne Schale und sind empfindlich. Du solltest sie innerhalb von zwei Wochen verzehren. Eine monatelange Einlagerung ist hier nicht möglich. 

Diese Kartoffeln haben eine dickere, robustere Schale. Unter optimalen Bedingungen (kühl, dunkel, vier bis acht Grad Celsius) kannst du sie mehrere Monate lagern, oft sogar über den gesamten Winter. 

Was sind gute und schlechte Nachbarn, um Kartoffeln aufzubewahren?

Beim Lagern von Kartoffeln spielt auch die Nachbarschaft eine Rolle, denn nicht alle Lebensmittel passen zusammen. 

Vermeide diese Nachbarn: 

Setze auf diese Nachbarn:  

  • Äpfel und Bananen: Sie verströmen das Reifegas Ethylen. Dieses Gas regt die Kartoffel zum Keimen an, wodurch sie schneller austreibt. 

  • Zwiebeln: Sie entziehen den Kartoffeln Feuchtigkeit und schaffen ein Mikroklima, das beide schneller faulen lässt. 

  • Karotten: Sie können gemeinsam mit Kartoffeln gelagert werden, sofern sie in Sand eingeschlagen oder getrennt in Kisten aufbewahrt werden. 

  • Rote Bete: Ebenfalls geeignet, wenn sie kühl und getrennt gelagert wird. 

  • Sellerie: Kann zusammen mit Kartoffeln gelagert werden, solange für ausreichende Luftzirkulation gesorgt ist. 

Garzeit von Kartoffeln verkürzen
Kühl und dunkel gelagerte Kartoffeln bleiben fest und aromatisch und lassen sich gut verarbeiten. 

Woran erkennst du, dass Kartoffeln nicht mehr gut sind?

Ein prüfender Blick und ein kurzer Geruchstest geben oft schnell Aufschluss. Achte dabei besonders auf folgende Anzeichen: 

  • Schrumpelige Haut: Die Kartoffel hat viel Feuchtigkeit verloren. Sie ist noch essbar, aber weniger knackig. 

  • Lange Keime: Die Kartoffel verliert Nährstoffe an den Trieb und wird dadurch weich. 

  • Grüne Stellen: Sie weisen auf Solanin hin und sollten großzügig entfernt werden. 

  • Fäulnis/Schimmel: Sofort entsorgen und umliegende Knollen prüfen. 

Trotz optimaler Lagerung: Was tun, wenn Kartoffeln keimen

Auch bei bester Lagerung kann es passieren: Deine Kartoffeln keimen oder bekommen grüne Flecken. Das ist kein Grund zur Panik, erfordert aber ein rasches Handeln. 

  1. Prüfung: Nimm die Kartoffel in die Hand. Ist sie noch fest? 

  1. Keime entfernen: Sind die Keime kürzer als ein Zentimeter und die Knolle fest, brich die Keime einfach ab. Die Stelle darunter solltest du großzügig schälen. 

  1. Grüne Stellen: Schneide diese Stellen großzügig heraus, da hier das Solanin sitzt. Solanin wird durch Kochen nicht zerstört, sondern geht nur teilweise ins Kochwasser über. 

  1. Wegwerfen: Ist die Kartoffel stark geschrumpelt, weich oder hat sehr lange Triebe, gehört sie in den Biomüll. Der Solaningehalt ist dann häufig auch im Inneren der Knolle erhöht, und der Geschmack leidet deutlich. 

Wusstest du, dass Kartoffeln weltweit zu den effizientesten Nahrungsmitteln zählen und pro Fläche mehr Kalorien liefern können als viele andere Feldfrüchte? Sie tragen entscheidend zur Ernährungssicherheit bei. 

Rezepte mit Kartoffeln

FAQ – Kartoffeln aufbewahren

Wenn du keinen Keller besitzt, suchst du dir in der Wohnung einen möglichst kühlen Ort, um Kartoffeln aufzubewahren. Das ist oft die Speisekammer, ein Vorratsschrank im Flur oder der unterste Küchenschrank fernab von Herd und Heizung. Nutze lichtundurchlässige Behälter wie Tontöpfe oder spezielle Kartoffelboxen mit Belüftungsschlitzen, um das fehlende dunkle Kellerklima zu simulieren. 

Geschälte rohe Kartoffeln werden an der Luft schnell braun und verlieren Vitamine. Wenn du sie vorbereiten willst, lege sie in eine Schüssel mit kaltem Wasser und gib einen Spritzer Essig oder Zitronensaft hinzu. So halten sie sich im Kühlschrank bis zu 24 Stunden, ohne sich zu verfärben. 

Wenn Kartoffeln süß schmecken, deutet das auf eine zu kalte Lagerung (unter vier Grad Celsius) hin, bei der Stärke in Zucker umgewandelt wurde. Lagere die Kartoffeln für einige Tage bei Zimmertemperatur, bevor du sie verarbeitest. Ein Teil des Zuckers kann sich wieder in Stärke zurückbilden, wodurch sich der Geschmack wieder normalisiert. 

Das Einfrieren roher Kartoffeln ist nicht empfehlenswert. Nach dem Auftauen ist die Zellstruktur zerstört. Die Konsistenz wird matschig und der Geschmack oft unangenehm süßlich. Besser ist es, die Kartoffeln vorzukochen oder als fertiges Gericht wie Püree oder Suppe einzufrieren. 

Die Keime selbst und die grünen Stellen an der Knolle enthalten Solanin, das in großen Mengen zu Übelkeit führen kann. Wenn du die Keime entfernst und die Kartoffel noch prall ist, ist der Verzehr des geschälten Rests für Erwachsene unbedenklich. Kleine Kinder sollten vorsichtshalber nur einwandfreie Kartoffeln essen. 

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