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Versteckte Zucker in Tomatenketchup Anwendung
Versteckter Zucker: So essen Sie weniger von dem Süßungsmittel

Den Teelöffel Zucker im Kaffee oder das Stück Kuchen haben wir im Auge, wenn es um unseren Zuckerkonsum geht. Anders sieht es mit Lebensmitteln aus, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem weißen Süßungsmittel zu tun haben. Mit unseren Tipps tappen Sie nicht in die Zuckerfalle.

Das Problem mit dem versteckten Zucker

Deutschland hat ein Zuckerproblem: Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nach der Auswertung diverser Verzehrstudien. Im Schnitt nehmen wir 25 Prozent mehr Zucker zu uns, als gut für uns ist. Denn das Süßungsmittel fördert Übergewicht und in der Folge Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die Zähne leiden unter Karies. Die Ursache für die zu große Menge Zucker, die wir täglich konsumieren, liegt einerseits in süßen Lebensmitteln. Hier ein Schokoriegel, dort ein Keks und dazu noch Limonaden – da kommt einiges zusammen. Andererseits enthalten auch unverdächtige Nahrungsmittel das Süßungsmittel. Besonders viel Zucker versteckt sich in Konserven und Fertigprodukten, in denen wir ihn aufgrund des eher herzhaften Inhalts gar nicht vermuten. So weisen etwa Gewürzgurken, Rollmops, Ketchup, Soßen und Rotkraut einen hohen Zuckergehalt auf. Sogar Wurst kann Zucker enthalten.

Birthe Wulf: Ernährungs-Expertin Mehr Ernährungstipps von Birthe Wulf
Wie viel Zucker pro Tag ist noch gesund?

Zwar möchte kaum jemand auf den süßen Geschmack von Zucker verzichten, doch in zu hoher Dosis kann sich das Genussmittel negativ auf Gewicht und Gesundheit auswirken. Hinsichtlich einer gesunden Ernährung soll man den täglichen Energiebedarf maximal zu einem Anteil von 10 Prozent in Form von Zucker decken. Ein Gramm Zucker enthält vier Kilokalorien, entsprechend sollten bei einer Kalorienaufnahme von 2.000 Kilokalorien pro Tag durchschnittlich nur etwa 50 g Zucker verzehrt werden. Dieser Wert gilt für Frauen, ...

Noch mehr geballtes Expertenwissen

Zucker tarnt sich mit anderen Namen

Welche Produkte Zucker enthalten, verrät oft nur ein Blick auf die Zutatenliste. Dabei sind die Inhaltsstoffe in der Reihenfolge der Menge angegeben. Steht Zucker also an erster Stelle, steckt besonders viel davon in dem Lebensmittel. Das Süßungsmittel kann sich aber auch hinter anderen Bezeichnungen wie Maltose, Laktose, Glukose und Saccharose verbergen. Die Hersteller verwenden außerdem immer häufiger den nicht aus Zuckerrüben, sondern aus Weizen, Mais oder Kartoffeln gewonnenen Glukose-Fruktose-Sirup bzw. Fruktose-Glukose-Sirup als Inhaltsstoff. Den Verbraucher wiegt das in falsche Sicherheit, denn dass Fruchtzucker gesünder ist als Haushaltszucker, gehört zu den Ernährungsmythen, die Sie ganz schnell vergessen sollten. Durch die „Tarnnamen“ erscheint die Zuckermenge geringer, da sie weiter hinten auf der Zutatenliste erscheinen. So lässt sich der Gehalt in einem Lebensmittel strecken, ohne dass es auffällt.

Irreführende Portionsgrößen beachten

Entdecken Sie unser Powermüsli-Rezept
Probieren Sie ein selbstgemachtes Müsli mit Haferflocken

Der wirksamste Schutz vor einem zu hohen Zuckerkonsum ist eine gesunde Ernährung mit möglichst vielen unverarbeiteten Lebensmitteln. Möchten Sie abnehmen, erstellen Sie am besten einen konkreten Ernährungsplan – das hilft, Speisen mit zugesetztem Zucker zu meiden. Auch achten Sie dann mehr auf die Portionsgrößen. Die Ampelkennzeichnung auf Verpackungen schwankt von Hersteller zu Hersteller und ist oft viel zu klein bemessen: So wird von 30 Gramm Müsli kaum jemand satt. Werden ausreichende Portionen gegessen, schaltet die Ampel beim Zuckergehalt schnell von „Grün“ auf „Rot“ um. Mischen Sie also lieber Haferflocken mit frischem Obst, statt zu einem Fertigprodukt zu greifen.