Für alle Franzbrötchen-Fans haben wir ein ausgefallenes Rezept: Unsere Bärlauch-Franzbrötchen sind ein herzhafter Leckerbissen. Erfahre außerdem hilfreiche Informationen über die Verwendung von Bärlauch – und nimm unsere Tipps mit, wie der perfekte Hefeteig gelingt.
Zubereitungszeit
30 min.
Gesamtzeit
1 h 30 min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien / Portion
970 kcal
Zutaten
Portionen
Mengenangaben beziehen sich auf
4
Portion(en).
4
Für den Hefeteig:
500
g
Weizenmehl
1
Päckchen
Trockenhefe
1
TL
Salz
1
EL
Zucker
80
g
Butter
200
ml
Milch
1
Ei
Für Füllung und Topping:
50
g
Bärlauch
20
g
Petersilie
100
g
Feta
80
g
Olivenöl
40
g
Sonnenblumenkerne
1
Prise
Salz
1
Prise
Pfeffer
3
EL
Milch
1
EL
Sesam, schwarz
Zubereitung
Mehl, Trockenhefe, Salz und Zucker in einer Rührschüssel vermischen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen, dann die Milch hinzugießen - die flüssige Masse sollte lauwarm sein, nicht heiß, sonst wirkt die Hefe nicht.
Anschließend die flüssige Butter-Milch zur Mehlmischung geben und 4 Minuten mit dem Knethaken auf hoher Stufe (oder 7-10 Minuten mit den Händen) verkneten lassen, zwischendurch das Ei hinzufügen.
Hefeteig 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, dabei mit einem nebelfeuchten Tuch abdecken.
Währenddessen die Füllung vorbereiten. Bärlauch und Petersilie waschen, grob hacken und in einen Zerkleinerer oder Pürierbecher füllen. Den Feta in Stückchen dazu geben, zusammen mit dem Olivenöl, den Sonnenblumenkernen und einer kleinen Prise Salz und Pfeffer (wer mag, kann die Sonnenblumenkerne vorher in einer Pfanne ohne Zugabe von Öl rösten). Alle Zutaten zu einem Pesto verarbeiten und im Kühlschrank aufbewahren, bis der Teig ausgerollt ist.
Ein Backblech mit Backpapier bereitlegen. Wenn der Hefeteig aufgegangen ist, diesen auf 1-2 Stück bemehltes Backpapier legen, den Teig ebenfalls mit Mehl bestreuen und zu einem großen länglichen Rechteck ausrollen (die schmale Seite sollte etwa 30cm breit sein).
Nun das Pesto gleichmäßig verstreichen, dabei einen 3 cm breiten Rand an einer der längeren Seiten frei lassen. Von der gegenüberliegenden langen Seite her aufrollen, in 4cm breite Stücke schneiden und dann mit dem dünnen Stielende eines Kochlöffels jede Rolle in Richtung des Schnitts flach drücken, sodass die typische Franzbrötchen-Form entsteht.
Die Franzbrötchen mit etwas Abstand auf das Backblech mit etwas Abstand legen – falls mehr Platz benötigt wird, einfach die übrigen Teigstücke für die nächsten 20 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis die erste Portion in den Ofen geht.
Nun die Franzbrötchen mit Milch bestreichen, mit schwarzem Sesam bestreuen und nochmals für 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Währenddessen den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Anschließend die Bärlauch-Franzbrötchen für 20 Minuten fertig backen.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
4.061 kj (48 %)
Kalorien
970 kcal (48 %)
Kohlenhydrate
108 g
Fett
51 g
Eiweiß
24 g
Bewertung
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Bärlauch-Franzbrötchen: herzhafte Köstlichkeit
Im Rezept füllen wir die Franzbrötchen herzhaft mit selbst gemachtem Bärlauchpesto. Trifft das nicht deinen Geschmack, verwende einfach anderes grünes Blattkraut. Petersilie, Dill, Sauerampfer oder Pimpernelle eignen sich ebenso für die Füllung. In unserem klassischen Rezept für Franzbrötchen besteht die süße Füllung aus einer Zimt-Zucker-Apfel-Mischung.
Die Bärlauch-Zeit geht von März bis Mai. Sobald die Pflanze blüht, verlieren die Blätter an Aroma. Da die Pflanze Gemeinsamkeiten mit Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Aronstab aufweist, solltest du typische Merkmale prüfen, bevor du Bärlauch in der Natur sammelst:
Riecht der Bärlauch beim Zerreiben nach Knoblauch?
Ist die Blattunterseite mattgrün und der Blattstiel eher dünn?
Wachsen die Blätter einzeln aus dem Boden?
Du findest Bärlauch saisonal auch in deinem EDEKA. Verarbeite die Blätter für die Bärlauch-Franzbrötchen, für ein knuspriges Bärlauchbrot oder für unser Bärlauchpesto so schnell wie möglich. In feuchtes Küchenpapier eingewickelt im Gemüsefach deines Kühlschranks bleiben sie ein bis zwei Tage frisch. Bärlauch lässt sich auch einfrieren. Portionsweise in Gefrierbeuteln mit Olivenöl und Salz gewürzt, sind die Blätter mehrere Monate haltbar.
Perfekter Hefeteig für die Bärlauch-Franzbrötchen
Falls du frische anstatt Trockenhefe verwenden möchtest, bietet es sich an, die doppelte Menge Franzbrötchen zu backen (1 Würfel frische Hefe = 2 Tütchen Trockenhefe). Ein guter Hefeteig funktioniert übrigens nur mit Weizen- oder Dinkelmehl: Beim Kneten quillt das Gluten auf, wodurch die Hefegase im Teig bleiben und er groß und luftig wird. Klebt der Teig nach dem Kneten, hilft Mehl. Ist er zu fest, erreicht er mit ein wenig Wasser die gewünschte Konsistenz. Ein fluffiger Hefeteig ist für unsere Bärlauch-Focaccia mit Tomate wichtig.
Der Teig kann auch mit einem Geschirrtuch abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen. Nimm ihn dann eine halbe Stunde vor der Weiterverarbeitung raus. Falls er nicht richtig aufgegangen ist: Knete etwas Zucker ein und lass ihn noch mal an einem warmen Ort ruhen. Im Gefrierfach hält sich Hefeteig ungefähr sechs Monate lang, wenn du ihn nach der Zubereitung in Frischhaltefolie oder Gefrierbeutel packst.
Tipp: Für vegane Bärlauch-Franzbrötchen ersetze die Butter durch pflanzliche Margarine und nimm statt der Milch eine vegane Alternative. Bei Hefeteig kannst du das Ei grundsätzlich weglassen – es ist kein Ersatz notwendig.