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Nachhaltigkeit

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Klimaneutrale Produkte

Durch klimaneutrale Produkte leisten wir einen Beitrag, die natürlichen Ressourcen der Erde zu schonen und den ökologischen Fußabdruck von EDKA zu reduzieren. Mit der Verringerung von CO₂-Emissionen in den Lieferketten der angebotenen Produkte, tragen wir unmittelbar zum Klimaschutz bei.

Warum uns klimaneutrale Produkte wichtig sind

Die vom Menschen verursachte Erderwärmung bedroht unsere Lebensgrundlagen und unsere Umwelt. Sich verändernde Klimazonen, Wasserknappheit und Artensterben werden sich bei einem ungebremsten Klimawandel noch stärker auf die Lebensmittelerzeugung und den Lebensmittelhandel auswirken: Rohstoffe zu beschaffen und die Versorgung in den Märkten sicherzustellen wird immer schwieriger werden. Ziel muss es daher sein, Treibhausgasemissionen zu verringern und klimafreundlicher zu wirtschaften und zu konsumieren.

„Klimaneutralität“ ist dabei ein wichtiges Instrument und „klimaneutrale Produkte“ sind wiederum ein wichtiger Schritt zu mehr Klimaneutralität und damit Klimaschutz. Jede global eingesparte Tonne CO₂-Emission trägt zur Begrenzung des Klimawandels bei und damit zur Reduzierung von Klimawandelrisiken und -folgen für die Lebensmittelproduktion und-Versorgung.

Unser Engagement: Förderung klimafreundlicher Produkte

EDEKA fördert klimafreundliche Produkte und kooperiert hierbei systematisch mit engagierten Lieferanten: Sie müssen bereits aktiv und strategisch am Klimaschutz arbeiten, wirksame Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt haben und ambitionierte Ziele verfolgen. Ziel ist es, den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte schrittweise zu reduzieren. Während dieses kontinuierlich vorangetriebenen Prozesses werden die derzeit noch anfallenden Emissionen über renommierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Diese sind nach dem international anerkannten Gold Standard oder Verified Carbon Standard zertifiziert.

Die am Projekt „Klimaneutrale Produkte“ teilnehmenden EDEKA-Lieferanten sind Mitglieder der Climate Supplier Initiative („CSI“). Sie wurde von EDEKA und dem WWF Deutschland ins Leben gerufen, um gemeinsam effektiven Klimaschutz in der Lieferkette zu verankern. Mit der Mitgliedschaft zur Climate Supplier Initiative übernehmen teilnehmende Unternehmen Verantwortung für eine Reduktion ihrer Scope-1 und Scope-2-Emissionen und die Entwicklung und Umsetzung von Programmen und Maßnahmen für die Reduzierung ihrer Scope-3-Emissionen. Ziel ist es, die Wirtschaft auf einen „Unter 2 Grad-Pfad“ zu bringen und den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Indem Lieferanten ihren Klimafußabdruck messen, sich Klimaziele setzen sowie Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, und selbiges wiederum bei ihren Vor-Lieferanten anregen usw., soll ein Schneeball-Effekt erzeugt werden, der ganze Lieferketten durchdringt.

Die Climate Supplier Initiative (CSI) als aktiver Antriebsmotor

1. Information und fachliche Unterstützung der Lieferanten durch EDEKA und WWF-Klima-Experten
2. Zentrale Austauschplattform und Ideenschmiede
3. Umsetzung systematischer Klimaschutzprojekte in der Lieferkette
4. Setzen kollektiver Klimaschutzziele und Schneeballeffekt initiieren

Was bedeuten „klimaneutrale Produkte“ konkret?

Bei einem „klimaneutralen Produkten“ werden alle Treibhausgasemissionen, die für die Produktion dieses Produktes angefallen sind, erfasst: Das reicht von der Rohstoffgewinnung (zum Beispiel auf Farmebene), Transport und Logistik über die Verarbeitung und Produktion bis hin zum Markt.

Es wird ein sogenannter CO₂-Fußabdruck (Product Carbon Footprint) für jedes Produkt über einen externen Dienstleister berechnet. Dafür werden Daten von EDEKA und von den Lieferanten, aber auch Daten aus international anerkannten Datenbanken eingesetzt. Nachdem die Treibhausgasemissionen des Produkts errechnet wurden, werden die derzeit noch anfallenden Emissionen über Klimaschutzprojekte ausgeglichen, die nach den international anerkannten Gold Standard oder Verified Carbon Standard zertifiziert sind. Aufgrund der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten werden wirksame Klimaschutzmaßnahmen entlang der Lieferkette verankert, sodass sukzessive der CO₂-Fußabdruck sinken kann und nach und nach weniger Emissionen kompensiert werden müssen.

Wie werden bestehende Treibhausgasemissionen über Klimaschutzprojekte ausgeglichen?

Um die noch bestehenden Treibhausgasemissionen eines Produkts auszugleichen – zu neutralisieren - werden sogenannte CO₂e-Minderungszertifikate erworben. Mit diesen „Gutschriften“ zur Emissionsminderung werden Klimaschutzprojekte, die meist in Schwellen- und Entwicklungsländern umgesetzt werden, finanziert. Ohne die Einnahmen aus dem Verkauf der Zertifikate würde es die jeweiligen Projekte gar nicht geben. Für jedes CO₂-Minderungszertifikat wurde bereits 1 Tonne CO₂ eingespart.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

1. CO₂-Fußabdruck für jedes Produkt (Product Carbon Footprint)
2. CSI Klimaschutz-Maßnahmen (vermeiden und verringern)
3. Kompensation von aktuell noch anfallenden Emissionen

In den Projekten geht es um saubere und erneuerbare Energien und die Reduktion von Treibhausgasen. EDEKA und seine Lieferanten unterstützen zum Beispiel Projekte für sauberes Trinkwasser, bei denen durch Wasserfilter oder Brunnen vermieden wird, dass Familien verunreinigtes Wasser auf offenem Feuer abkochen müssen. Das verhindert, dass Holz verbraucht und Emissionen erzeugt werden. Auch Projekte für saubere Kochöfen und Waldschutz werden gefördert: Indem Kochöfen aus Metall oder Ton verteilt werden, wird deutlich weniger Holz gerodet und beim Kochen verbrannt. Aufforstungsmaßnahmen können so erst greifen. Um sicherzustellen, dass ein Projekt tatsächlich einen Nutzen für Klima und Umwelt hat, gibt es Qualitätsstandards. Jedes Klimaschutzprojekt wird entsprechend durch unabhängige Dritte danach geprüft. Auch die Projekte von EDEKA erfüllen die Richtlinien international anerkannter Standards. Für einen Großteil der Projekte setzt EDEKA auf den Gold Standard, der vom WWF und anderen NGOs mitentwickelt wurde und vom Umweltbundesamt (UBA) empfohlen wird.

Neben der ökologischen Nachhaltigkeit berücksichtigt der Gold Standard die soziale Situation der Menschen vor Ort und orientiert sich stets an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Der Gold Standard legt Anforderungen fest, um die Klimaschutzprojekte so zu gestalten, dass sie den größtmöglichen positiven Einfluss auf Klima und die nachhaltige Entwicklung haben und die daraus resultierenden CO²-Einsparungen robust und korrekt berechnet werden.

Zusätzlich dazu, sind einige Projekte mit dem Verified Carbon Standard (VCS) der Organisation Verra zertifiziert. Er ist der am häufigsten verwendete Standard zur freiwilligen Kompensation von Treibhausgasemissionen. Der Schwerpunkt des Standards liegt auf Berechnungsmethoden zur eingesparten und vermiedenen CO²e-Bilanzierung. Um jedoch soziale und ökologische Kriterien ebenfalls zu berücksichtigen, wird der Standard oft in Kombination mit dem Climate, Community and Biodiversity Standard (CCBS) verwendet. So wird bei den Projekten bewusst auf das Klima, die Artenvielfalt und die Gesellschaft der jeweiligen Region geachtet.

Wie erkenne ich, dass ein Produkt klimaneutral ist?

Alle Produkte, die nach den CSI-Richtlinien klimaneutral produziert werden, tragen das EDEKA-eigene Siegel. Mit dem Kauf werden die Bemühungen unterstützt und ein eigener Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Über den QR-Code auf dem Produkt können zudem produktspezifische Informationen abgerufen werden, wie beispielsweise der anfallende CO²-Abdruck und das jeweilige Kompensationsprojekt des Produktes. Diese Informationen werden laufend aktualisiert. Neben dem QR-Code kann auch die spezifische klimaneutral-ID auf klimaneutral.edeka.de eingegeben werden.

Glossar

1,5- / 2-Grad-Ziel
Im Pariser Klimaabkommen hat sich die internationale Staatengemeinschaft darauf geeinigt, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad, möglichst auf 1,5 Grad, gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Jedes Zehntelgrad mehr bedeutet schwerer wiegende Klimawandelfolgen. Für eine Zielerreichung ist eine deutliche Reduktion der globalen Treibhausgas-Emissionen notwendig.

Climate, Community and Biodiversity Standard (CCBS)
Der Climate, Community and Biodiversity Standard (CCBS) ist ein Qualitätsstandard für Kompensationsprojekte. Als Zusatzstandard ist er nur in einer Kombination mit dem Verified Carbon Standard (VCS) anwendbar und hebt den Gesamtnutzen eines Projekts hervor, der über die Emissionsreduktionen hinausgeht. Besonderer Fokus wird auf den Erhalt der Artenvielfalt und die sozialen Auswirkungen in Projektregionen gelegt.

CO₂-Bilanzierung
Eine CO₂-Bilanz quantifiziert die Treibhausgas-Emissionen, die z.B. durch die Aktivitäten eines Unternehmens verursacht werden. So ermöglicht die Bilanz Unternehmen, ihre Emissionen zu verstehen, zu messen und zu steuern und bildet den Ausgangspunkt für die Umsetzung gezielter Klimaschutzmaßnahmen.

CO₂-Emissionen / Treibhausgas-Emissionen
Der gegenwärtige, durch menschliche Aktivitäten verursachte Anstieg der Treibhausgas-Konzentration führt zu einem menschenverursachten Klimawandel, der mit zahlreichen Folgen verbunden ist. Zu den wichtigsten Treibhausgasen zählen Kohlenstoffdioxid (CO₂), Methan (CH₄), Distickstoffoxid (Lachgas, N₂O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF₆). Die verschiedenen Treibhausgase unterscheiden sich auch in ihrer Klimawirksamkeit. Eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung unterschiedlicher Treibhausgase sind CO₂-Äquivalente (CO₂e), wobei Treibhausgas-Emissionen in die äquivalente Menge von CO₂ umrechnet werden. Vereinfachend wird häufig von CO₂-Emissionen gesprochen. Verursacher von großen Mengen an Treibhausgasen sind Strom- und Wärmeerzeuger, die Industrie, aber auch Privathaushalte.

CO₂-Fußabdruck / PCF
Der CO₂-Fußabdruck ist das Ergebnis einer Emissionsberechnung bzw. CO₂-Bilanz. Er gibt an, welche Menge von Treibhausgasen durch eine Aktivität oder einen Prozess freigesetzt wird. Auch Produkte haben einen CO₂-Fußabdruck (Product Carbon Footprint, PCF). Dieser bilanziert alle Emissionen, die während der Rohstoffgewinnung, Produktion, Distribution, Lagerung und Entsorgung eines einzelnen Produktes (inkl. der Verpackung) über seinen gesamten Lebenszyklus anfallen.

CO₂-Minderungszertifikate
Wenn sich Treibhausgas-Emissionen nicht mehr vermeiden und reduzieren lassen, kommt deren Ausgleich in Betracht. Dazu können Institutionen oder Privatpersonen CO₂-Minderungszertifikate erwerben, mit denen Kompensationsprojekte finanziert werden.

CSI
Im Rahmen der Climate Supplier Initiative (CSI) arbeiten EDEKA zusammen mit dem WWF und Lieferant:innen daran, dass der Klimaschutz systematisch in der Lieferkette verankert wird, z.B. durch Reduzierung von Treibhausgasen auf der Farmebene oder in der Produktion, aber auch bei der Verpackung. Auch werden Lieferant:innen dabei unterstützt, ihre Treibhausgas-Emissionen zu bilanzieren, sich ambitionierte Klimaziele zu setzen und Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.

Gold Standard
Der Gold Standard ist ein Qualitätsstandard für Kompensationsprojekte. Gold Standard-Klimaschutzprojekte zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie neben der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung in der jeweiligen Projektregion beitragen, also zusätzlich zum Klimaschutz auch sozialen Mehrwert bringen.

Klimaneutral-ID
Die auf „klimaneutralen Produkten“ ausgewiesene produkt- und lieferantenspezifische ID-Nummer können Kund:innen unter „klimaneutral.edeka.de“ eingeben, um generelle Infos zu „klimaneutralen Produkten“ sowie Produkt- und Lieferantenspezifische Infos abzurufen.

Kompensationsprojekt
Wenn sich Treibhausgas-Emissionen nicht mehr vermeiden und reduzieren lassen, kommt deren Ausgleich durch Investitionen in Klimaschutzprojekte in Betracht. Dies sind Projekte, die nachweislich Treibhausgas-Emissionen einsparen und somit das Klima schützen, z.B. durch Aufforstung oder den Ausbau erneuerbarer Energien. Die Prüfung des tatsächlichen Nutzens der Projekte wird von Qualitätsstandards vollzogen. Die ausgeglichenen Treibhausgas-Emissionen werden in Form von CO²-Minderungszertifikaten verkauft, um das Projekt zu finanzieren.

NGO
Eine Nichtregierungsorganisation (Non-Governmental Organisation, NGO) ist eine unabhängige, nichtstaatliche und meist international ausgerichtete Organisation, die keine Gewinnziele verfolgt und sich für soziale, gesellschaftspolitische oder umweltrelevante Zwecke einsetzt.

Scope 1-Emissionen
Bei der CO₂-Bilanzierung wird zwischen direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen unterschieden. Dabei können drei Scopes (Geltungsbereiche) unterschieden werden. Scope 1-Emissionen umfassen alle direkten Emissionen, die aus der eigenen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens im engeren Sinne resultieren (z.B. direkte Emissionen aus Verbrennungsprozessen stationärer Anlagen oder aus Prozessen).

Scope 2-Emissionen
Scope 2-Emissionen umfassen die indirekten Emissionen, die aus der Erzeugung der von einem Unternehmen beschafften Energie resultieren (z.B. indirekte Emissionen aus gekauftem Strom oder aus Fernwärme/-kälte).

Scope-3 Emissionen
Scope 3-Emissionen umfassen alle sonstigen indirekten Emissionen, die aus vor- und nachgelagerten Unternehmenstätigkeiten resultieren (z.B. Abfallaufkommen im Betrieb, Geschäftsreisen, Berufsverkehr der Mitarbeiter). Diese machen häufig den Großteil unternehmensbezogener THG-Emissionen aus.

VCS
Der Verified Carbon Standard (VCS) ist ein Qualitätsstandard für Kompensationsprojekte. Der VCS ist der weltweit am meisten verwendete freiwillige Standard zum Ausgleich von Treibhausgas-Emissionen.