Ist Fenchel gesund und wie bereitest du ihn zu?
Antwort in aller Kürze
Ist Fenchel gesund? Fenchel ist ein vielseitiges Gemüse, das nicht nur durch seinen markanten Geschmack, sondern auch durch sein Nährstoffprofil überzeugt. Die Knolle enthält unter anderem Vitamin C und Kalium. Fenchel wird traditionell aufgrund seiner ätherischen Öle geschätzt. Du kannst ihn roh als Salat, gedünstet als Beilage oder gebraten genießen. Auch das Fenchelgrün und die Samen finden in der Küche Verwendung.
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Ist Fenchel gesund? Ein Blick auf die Nährstoffe
Fenchel (Foeniculum vulgare) spaltet die Geister: Die einen lieben das anisartige Aroma, die anderen sind skeptisch. Doch abseits der Geschmacksfrage lohnt sich ein Blick auf die inneren Werte des Doldenblütlers. Wenn du dich fragst, ob Fenchel gesund ist, hilft ein Blick auf die Inhaltsstoffe, wie sie im Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) verzeichnet sind.
Die Fenchelknolle besteht zu einem großen Teil aus Wasser und hat daher einen niedrigen Brennwert, was sie zu einem leichten Bestandteil deiner Mahlzeiten macht. Interessant wird es bei den Mikronährstoffen.
Vitamine und Mineralstoffe im Fenchel:
Vitamin C: Fenchel enthält nennenswerte Mengen an Vitamin C. Dieses Vitamin trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und hilft, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zudem erhöht es die Eisenaufnahme.
Kalium: Der Mineralstoff Kalium ist im Fenchel ebenfalls enthalten. Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion sowie zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
Calcium und Magnesium: Auch diese Mineralstoffe finden sich in der Knolle, wenn auch in moderateren Mengen im Vergleich zu Vitamin C und Kalium.
Folat: Fenchel liefert Folat (Folsäure), das für die Zellteilung eine Rolle spielt und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt.
Sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle
Das Charakteristische am Fenchel sind seine ätherischen Öle, allen voran Anethol und Fenchon. Sie sind für den typischen Geruch und Geschmack verantwortlich, der an Anis erinnert. Sekundäre Pflanzenstoffe dienen der Pflanze oft als Schutz vor Fressfeinden, haben aber auch für uns Menschen interessante Eigenschaften in Bezug auf Geruch und Geschmackswahrnehmung.
Die verschiedenen Formen: Knolle, Samen und Tee
Fenchel ist nicht gleich Fenchel. In der Küche und bei EDEKA begegnen dir unterschiedliche Varianten, die sich in ihrer Nutzung und Nährstoffdichte unterscheiden.
Die Fenchelknolle, auch Gemüsefenchel genannt, besteht aus den verdickten Blattscheiden der Pflanze. Sie ist knackig, saftig und mild im Geschmack. Der Gehalt an Wasser ist hoch, die ätherischen Öle sind vorhanden, aber feiner dosiert als in den Samen. Sie ist ideal zum Kochen, Braten und Rohverzehr.
Fenchelsamen, auch Gewürzfenchel genannt, sind die getrockneten Früchte der Pflanze. In ihnen ist die Konzentration der ätherischen Öle wie Anethol und Fenchon am höchsten. Sie schmecken intensiv würzig und süßlich. Du nutzt sie als Gewürz für Brot, Currymischungen oder Teeaufgüsse. Aus ernährungsphysiologischer Sicht spielen hier eher die sekundären Pflanzenstoffe die Hauptrolle, da man nur sehr kleine Mengen verzehrt.
Auch das Fenchelgrün, also das feine Kraut an den Stängeln, lässt sich verwenden. Die dillartigen Blättchen werden häufig entfernt, obwohl sie aromatisch sind und ebenfalls Nährstoffe enthalten. Du kannst sie wie frische Kräuter zum Garnieren oder Würzen einsetzen.
Fencheltee entsteht durch einen wässrigen Auszug aus den Samen. Da Vitamine wie Vitamin C hitzeempfindlich sind, spielen sie hier eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind die wasserlöslichen Bestandteile sowie die ätherischen Öle, die beim Aufgießen in das Teewasser übergehen.
Kann man Fenchel einfrieren?
Ja, Fenchel kannst du problemlos einfrieren. Geschmack und Nährstoffgehalt bleiben weitgehend erhalten, allerdings verliert er seine typische Knackigkeit. Daher eignet sich aufgetauter Fenchel vor allem für gekochte Gerichte, weniger für rohen Salat.
So gehst du vor:
Fenchel putzen, waschen und in die gewünschte Form (Streifen oder Würfel) schneiden.
Das Fenchelgrün separat einfrieren (gehackt in Eiswürfelbehältern).
Gib den geschnittenen Fenchel für circa zwei bis drei Minuten in kochendes Salzwasser und schrecke ihn danach sofort in Eiswasser ab. Das erhält die Farbe und deaktiviert Enzyme, die den Geschmack verändern könnten.
Gut abtropfen lassen und in Gefrierbeutel oder Dosen füllen.
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Fenchel passt hervorragend zu Fisch und Geflügel. Du kannst ihn auch als Pastasaucen-Basis verwenden.
Wie lässt sich Fenchel am besten zubereiten?
Wenn der rohe Geschmack dir zu intensiv ist, wird dich gegarter Fenchel überraschen. Durch Hitze verliert er an Schärfe und entwickelt eine milde, fast süßliche Note.
Fenchel aus dem Ofen
Beim Rösten im Ofen entfaltet Fenchel sein volles Aroma. Schneide die Knolle in grobe Spalten, vermenge sie mit Olivenöl, Meersalz und etwas Honig. Verteile alles auf einem Backblech. Bei 200 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) etwa 20 bis 25 Minuten rösten, bis die Ränder karamellisieren. Die Röstaromen harmonieren wunderbar mit dem Anis-Aroma.
Fenchel schmoren
Schneide den Fenchel in Spalten. Erhitze etwas Olivenöl oder Butter in einer Pfanne, brate den Fenchel kurz an und lösche ihn mit etwas Gemüsebrühe oder Weißwein ab. Lasse ihn bei geschlossenem Deckel ca. zehn bis 15 Minuten garen, bis er weich ist. Geschmort passt Fenchel gut zu Fisch oder Geflügel und eignet sich auch als Basis für eine Pastasauce.
Fenchel grillen
Halbiere die Knolle und blanchiere sie kurz vor (circa drei bis vier Minuten in kochendem Wasser). Pinsel sie mit Öl ein und grille sie direkt über der Glut, bis sie schöne Brandstreifen hat. Besonders gut passt dazu ein Dip aus Joghurt und Zitrone.
Die EDEKA Online RedaktionUnser Tipp: Überbacke den Fenchel kurz vor Ende mit Parmesan.