Meerrettichsoße ist ein Klassiker, den du mit diesem Rezept ganz einfach selber machen kannst. Das Ergebnis schmeckt herrlich pikant und wird traditionell zu Tafelspitz gereicht. Was noch dazu passt und was die scharfe Wurzel so besonders macht, liest du hier nach.
Meerrettich schälen und auf einer Küchenreibe fein reiben. Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen, die Schale abreiben sowie 1-2 EL Saft auspressen. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken.
Butter in einer Kasserolle zerlassen. Mehl zugeben und unter Rühren leicht anschwitzen. Milch unter Rühren zugießen und mit Gemüsefond auffüllen. Unter ständigem Rühren einmal aufkochen lassen, sodass die Soße merklich andickt.
Von der Herdplatte ziehen. Den fein geriebenen Meerrettich unterrühren. Mit Zitronenabrieb, Zitronensaft, Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.
Meerrettichsoße mit Petersilie garnieren und servieren. Dazu passen gut geräucherter Fisch oder gedünstetes Rindfleisch.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
804 kj (10 %)
Kalorien
192 kcal (10 %)
Kohlenhydrate
11 g
Fett
14 g
Eiweiß
5 g
Bewertung
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Meerrettichsoße: Selbst gemacht schmeckt’s noch besser
Dieses Meerrettichsoßen-Rezept hat es in sich: Die in der Wurzel enthaltenen Senföle sorgen für den unverwechselbar scharfen Geschmack und das besondere Aroma, das du in allen Meerrettich-Rezepten findest. Traditionell servierst du Omas Meerrettichsoße zu Tafelspitz. Aber auch zu gegarter oder gepökelter Rinderzunge, Ochsenbrust oder zu Roastbeef schmeckt die schnelle Meerrettichsoße hervorragend. Es muss jedoch nicht immer Fleisch sein: Probiere die Soße unbedingt mal in Kombination mit gedünstetem Fisch, zu Räucherfisch oder zu Ofenkartoffeln! Du kannst für die Zubereitung frischen Meerrettich – oder Kren, wie man die scharfe Wurzel in Bayern und Österreich nennt – verwenden. Lies in dem Fall am besten vorab nach, wie du den Meerrettich reibst, ohne dass dabei Tränen fließen. Alternativ tut es auch gekaufter Meerrettich aus dem Glas. Der bleibt, ist das Glas einmal geöffnet, noch bis zu drei Wochen haltbar. Ebenso lange hält sich dein selbst geriebener Rest, wenn du ihn in einem sauberen Schraubglas im Kühlschrank lagerst.
So lecker und gesund ist Meerrettich
In Zeiten, als Pfeffer in Deutschland noch als rares Importgut galt, waren Senf und Meerrettich die einzigen Gewürze, mit denen sich Speisen schärfen ließen. Entsprechend häufig kamen sie in der Küche zum Einsatz. Heute taucht Meerrettich nicht mehr ganz so oft in Rezepten auf, wird aber dennoch wegen seines speziellen Aromas geschätzt. Auch in der Pflanzenheilkunde spielt Kren bis heute eine Rolle: Die Wurzel ist reich an Vitamin C und wirkt nachweislich antimikrobiell. Außerdem sagt man ihr eine stärkende Wirkung für das Immunsystem nach. Auch wenn du ein Baby erwartest, darfst du hier bedenkenlos zugreifen: Die Mär, dass Meerrettich in der Schwangerschaft schädlich sei, ist genau das – eine Mär.
Übrigens: Wusstest du, dass du die Schärfe von Speisen mit Meerrettich durch die Kochzeit regulieren kannst? Ist die Wurzel sehr scharf oder hast du zu viel davon in ein Gericht gegeben, lass es einfach etwas länger köcheln. So verflüchtigen sich die Aromastoffe.