Tomatenhaus selber bauen, die Pflanze schützen und reife Früchte ernten
Braunfäule und andere Pilzerkrankungen sind die ärgsten Feinde deiner Tomatenpflanzen. Die Verbreitung wird vor allem durch Feuchtigkeit begünstigt. Schütze deine Tomaten daher mit einem selbst gebauten Tomatenhaus vor Wind und Wetter – und genieße wochenlang köstlich-reife Früchte!
Einfaches Tomatenhaus selber bauen
Ein sonniger, warmer Ort, an dem immer ein Lüftchen weht – ein solcher Ort bietet Tomaten ideale Voraussetzungen für gutes Wachstum und reife Früchte. Möchtest du Tomaten in deinem Garten pflanzen, solltest du daher über ein Tomatenhaus nachdenken.
Mit zwei offenen Seiten und einer Bedachung aus Folie oder Wellplatte schützt dein Tomatenhaus die Pflanzen vor Wind und Regen. Du vermeidest auf diese Art und Weise daraus resultierende Krankheiten wie Braunfäule oder andere Pilzerkrankungen.
Anders als in einem klassischen Gewächshaus mit vier geschlossenen Seiten herrscht in einem Tomatenhaus zudem genug Luftbewegung. Selbst im Hochsommer wird es darin nie wärmer als 35 Grad. Im Gartenhandel findest du unterschiedliche Ausführungen zum Kauf, du kannst ein Tomatenhaus aber auch einfach selber bauen. Das Material dafür erhältst du für einen überschaubaren Betrag im Baumarkt. Und die Bauanleitung für dein Tomatenhaus gibt's hier bei uns.
Tomatenhaus selbst bauen: Bauanleitung
Folgende Materialien solltest du besorgen, wenn du ein Tomatenhaus selbst bauen möchtest:
4 Bodeneinschlaghülsen
4 Pfosten in 70 x 70 oder 90 x 90 mm
Kanthölzer (z. B. 38 x 58 mm)
Winkel
Folie oder Wellplatte fürs Dach
Wähle bei dir zu Hause einen Standort mit südlicher Ausrichtung. Stecke (oder stich, falls an der ausgewählten Stelle Gras wächst) dort eine rechteckige Fläche in der gewünschten Größe (z. B. 250 x 80 oder 100 cm) ab. In der Höhe solltest du etwa zwei Meter für dein Gewächshaus einplanen.
Schlage an den vier Ecken die Pfostenhülsen mit dem Vorschlaghammer ein. Lege jetzt zum Ausrichten Latten auf die Bodenanker und prüfe die Position mit einer Wasserwaage. Stecke nun die vier Pfosten in die Hülsen, wobei die vorderen Pfosten etwas länger sein sollten als die hinteren. So bekommt das Dach später eine Neigung – und Regenwasser kann abfließen.
Verbinde danach die Pfosten mit Kanthölzern und Winkeln zu einem stabilen Gerüst und montiere am oberen Ende ebenfalls Kanthölzer als Dachbalken. Darauf befestigst du nun eine durchsichtige Wellplatte oder Gitterfolie. Auch zwei Seiten des Tomatenhauses – vor allem die Wetterseite und/oder die Seite, auf die die Mittagssonne scheint – solltest du mit diesem Material verkleiden, um deine Pflanzen bestmöglich zu schützen.
Tipp: Nutze unsere spannenden Tipps & Tricks und lies mehr über die Pflanze, deine Früchte und die Verwendung. Hier findest du zum Beispiel Antworten auf die Fragen "Was unterscheidet die vielen Tomatensorten?" oder "Sind Dosentomaten gesünder als frische Tomaten?"
Erfahre bei uns außerdem, wie du leckeres Tomatenmark selber machst.