Seifen selber machen
Ob zur Körperpflege oder im Haushalt: Mit unserer Anleitung kannst du jetzt Seifen selber machen. So zauberst du ein nachhaltiges Produkt, das perfekt auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist. Dabei brauchst du zur Herstellung nur drei Zutaten: pflanzliches Fett, Natron und destilliertes Wasser.
Naturseife selber machen: Vorbereitung
Mit dem folgenden Rezept kreierst du zu Hause rein pflanzliche Naturseife. Genauer: Kernseife. Die ist die Basis für individuelle Seifen-Produkte. So kannst du damit etwa Shampoo selber machen.
Wichtig: Da du bei der Herstellung mit ätzender Natronlauge arbeiten, empfiehlt es sich nicht, Seife mit Kindern selber zu machen. Schütze deine Haut und Augen. Trage also lange Ärmel und Hosen, Handschuhe und eine Schutzbrille. Und apropos Kinder: Hier verraten wir, wie du Seifenblasen selber machst. Ein Highlight für den Nachwuchs!
Lüfte bei dem Prozess außerdem stets gut, da reizende Dämpfe entstehen. Um ungewünschte Reaktionen zu vermeiden, verwende zudem nur Gefäße, die kein Aluminium enthalten.
Je nach Fettart unterscheiden sich Seifen-Rezepte
Vorab gibt es zu beachten: Wenn du Seife selber herstellen möchtest, kommt es auf die Verseifungszahl der von dir verwendeten Fettart an. Die Verseifungszahl gibt an, wie viel Natronlauge du für deine Fettart benötigst, um das Fett (oder Öl) vollständig zu verseifen. Denn verseift das Fett nicht genug, bleibt die Seife schmierig und wird schnell ranzig. Infos zu Verseifungszahlen findest du z.B. in einschlägigen Ratgebern.
Darüber hinaus solltest du einen Fettüberschuss hinzurechnen. Für eine pflegende Seife brauchst du den entsprechenden Grad der Überfettung für dein verwendetes Öl oder Fett. Das bedeutet, du rechnest den Natronlauge-Anteil leicht herunter. So werden beim fertigen Produkt nicht das gesamte Fett verseift. Das bedeutet, die Seife hat dann immer noch eine leicht rückfettende Eigenschaft und trocknet die Haut nicht zu stark aus. Aber vorsichtig: Zu stark überfettet soll die Seife auch nicht sein, weil sie sonst (siehe oben) schmierig ist, schnell ranzig wird und schlecht schäumt.
Schaumseife selber machen: das Rezept
Du möchtest Seife selber herstellen, hierfür benötigst du:
1000 g Kokosfett (hier beträgt die Verseifungszahl 0,183).
183 g Natriumhydroxid. Dieses erhälst du in jeder Apotheke. Seife selber machen mit Kaiser-Natron aus der Küche funktioniert dagegen nicht.
530 g destilliertes Wasser (etwa 2-3 Mal so viel wie die Menge an Natriumhydroxid).
Wichtig: Beim Kernseife-Selbermachen solltest du alle Zutaten sehr genau abmessen.
Seifen selber machen: Schritt für Schritt
Stelle zunächst eine Natronlauge her. Hierfür gehst du folgendermaßen vor:
Gieße das destillierte Wasser in ein Glas und gebe anschließend das Natriumhydroxid hinzu.
Rühre so lange, bis das Natriumhydroxid komplett gelöst ist.
Lasse die Flüssigkeit stehen, bis sie Zimmertemperatur erreicht hat.
Dann machst du den Seifenleim. Und so geht's:
Schmelze alle pflanzlichen Fette in einem Topf.
Lasse auch diese Masse auf Zimmertemperatur abkühlen.
Anschließend kombinierst du beide Komponenten. Für diesen Vorgang gieße die Lauge durch ein feines Sieb in den Seifenleim. Rühre die Masse mit einem Stabmixer, bis sie eine puddinghafte Konsistenz hat. Als letzten Schritt gibst du die Masse in eine Form und lässt sie vier Wochen stehen. Danach ist das Produkt ausgehärtet und fertig.
So verarbeitest du das Produkt weiter
Es gibt endlose Möglichkeiten, um deine DIY-Seife weiter zu verfeinern oder zu verarbeiten. So könntest du mit ihr etwa Haarseife oder Honigseife selber machen. Geraspelt und mit Naturölen und Duftölen gemixt, zauberst du so ein ganz persönliches Produkt. Selbst gemachte Seife ist übrigens – genau wie selbst gemachter Lippenstift – auch ein tolles Geschenk. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag zum Thema Seife selber machen. Hier erfährst du auch, wie du Flüssigseife selber machst und Seife selber machst, ohne Kernseife von Grund auf herzustellen.