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Kräuterkunde: Verarbeitung und Aufbewahrung frischer Küchenkräuter

Alles ist bereit. Ihre Küchenkräuter haben den passenden Ort, die richtigen Bedingungen gefunden und gedeihen bestens. Zeit, zu kochen. Zeit für Pesto, Tomatensoße und selbst getrockneten Oregano. In unserer Kräuterkunde erfahren Sie, wie Sie mit Kräutern kochen, sie einfrieren und trocknen.

Küchenkräuter verarbeiten

Sie setzen ätherische Öle frei, verleihen Ihren Gerichten erst das Besondere und führen Sie in die unterschiedlichen Küchen der Welt: Küchenkräuter. Caprese ohne Basilikum? Mexikanische Tacos ohne Pico de Gallo mit Koriander? Indisches Curry ohne die passenden Curryblätter? Machbar, aber schlicht weniger geschmackvoll. Kochen mit frischen Kräutern ist die Essenz einer aromatischen Küche. Grundvoraussetzung ist eigentlich nur, zu wissen, welche Kräuter Sie verarbeiten – und wie.

Basilikum und Bärlauch können Sie beispielsweise für Pesto nehmen, Petersilie als Basis für Kräuterpasten wie Chimichurri oder Gremolata verwenden. Auch eine Soße mit Kräutern wie die berühmte Frankfurter Grüne Soße, die Goethe so mochte, können Sie kochen – und das ist längst noch nicht alles. Lassen Sie sich außerdem von unseren Kräuter-Rezepten inspirieren. Übrigens: Auch Stiele können Sie meistens zum Kochen verwenden. Beim Koriander tragen sie beispielsweise besonders viel Aroma. Für die Tomatensoße können Sie die Basilikumstiele zudem gemeinsam mit Knoblauch sanft anschwitzen und danach mitkochen. Dafür sollten sie jedoch fest und nicht holzig sein.

Kräuterverarbeitung – vor oder nach dem Kochen?

Frankfurter-Kraeutersuppe

Je nach Gericht und Kräuterart, ist es wichtig, diese unterschiedlich zu nutzen.

• Wichtig ist grundsätzlich, dass Sie frische Kräuter nicht für den gesamten Kochprozess unter Ihre Soßen, Dips und Salsas mischen. Zu viel Hitze entzieht ihnen Geschmack. Geben Sie Basilikum daher erst kurz vor dem Servieren in Ihre Tomatensoße oder heben Sie Petersilie erst zum Finale unter die Bratkartoffeln. Für Fleisch und Fisch eignen sich frische Kräuter auch eher zur nachträglichen Verfeinerung als zum Marinieren. Es sei denn, Sie füllen einen Fisch.

• Zudem können Sie etwas festere Kräutersorten wie Rosmarin oder Thymian zur Aromatisierung am Zweig auch während des gesamten Kochens und Garens in Ihre Soßen, Bräter und Pfannen geben.

Getrocknete Kräuter können Sie dagegen mitkochen. Vorsicht lassen Sie allerdings beim scharfen Anbraten walten: Dabei verbrennen auch getrocknete Kräuter.

Kräuterverarbeitung – richtig trocknen

Die Kräuterdose aus dem Supermarkt zählt nicht zum Pflichtprogramm. Sie können auch selber Küchenkräuter trocknen: Dafür ernten Sie sie zunächst und schütteln danach Staub ab. Sie zu waschen, würde den Trockenvorgang nur verlängern. Am schonendsten gehen Sie vor, wenn Sie der Luft die Arbeit überlassen. Dazu schnüren Sie Ihre Kräuter, die Sie zuvor langstielig abgeschnitten haben, mithilfe von Küchengarn oder eines Gummis zu kleinen Bündeln und hängen sie luftig kopfüber auf. Warm darf es sein, aber nicht zu heiß. Auch die Sonne sollte Ihre Küchenkräuter nicht direkt treffen.

Welche Kräuter sich neben Thymian, Oregano, Rosmarin, Majoran und Liebstöckel besonders gut zum Trocknen eignen, weiß unser EDEKA-Experte Reiner Ley. Rund vier Tage dauert der Vorgang.

Schneller ist der Dörrautomat. Der arbeitet außerdem schonender als der Ofen, bei dem Ihre Küchenkräuter immer ein wenig mehr an Aroma verlieren, der sich aber dennoch eignet. "Drei Stunden bei 30 bis 50 Grad" dient im Rohr als Faustformel. Lassen Sie die Backofentür dabei einen Spalt weit offen. Die Mikrowelle nutzen Sie eher im Ausnahmefall.

Kräuter einfrieren

Einige Kräuter lassen sich getrocknet besser konservieren, wohingegen andere sich besser einfrieren lassen.

Wenn Sie Kräuter nicht gleich verarbeiten, können Sie sie natürlich auch einfrieren. Dazu waschen Sie sie zunächst, entfernen braune Stellen und hacken alles grob bis fein. Danach wandern sie in einem passenden Behälter ins Gefrierfach. Grundsätzlich können Sie alle Kräuter einfrieren. Einige eignen sich jedoch besser als andere, da sie auch im Tiefkühler kaum an Aroma verlieren. Dazu zählen Petersilie, Dill sowie Koriander. Bärlauch und Basilikum eignen sich ebenfalls gut. Rosmarin, Salbei oder Oregano trocknen Sie zur Konservierung dagegen besser.

Küchenkräuter: die Aufbewahrung

Falls Sie Ihre Kräuter nicht im Topf, Beet oder Blumenkasten anpflanzen, kaufen Sie vielleicht nur das eine oder andere Bund, brauchen für das entspannte Samstagsdinner aber nicht alle Basilikum- oder Korianderblätter. Verschwenden wollen Sie aber natürlich nichts:

• Planen Sie schon bald die nächste Kochaktion, können Sie die Kräuter zur Aufbewahrung in ein mit Wasser gefülltes Gefäß stellen. Dort halten sich Petersilie und andere Sorten mehrere Tage.

• Auch im Kühlschrank können Sie frische Kräuter aufbewahren. Dafür wickeln Sie sie in ein feuchtes Tuch und legen sie für mehrere Tage in einen passenden Behälter, beispielsweise eine verschließbare Brotzeitbox.

• Möchten Sie Kräuter haltbar machen, können Sie sie wie oben beschrieben trocknen. Nutzen Sie dafür schlicht die Luft, müssen Sie Ihre Küchenkräuter aufhängen.

• Wandern sie stattdessen in das Gefrierfach, können Sie auch frische Kräuter bis zu einem Jahr aufbewahren. Wichtig ist dabei neben der richtigen Präparation ein passender Kräuter-Aufbewahrungsbehälter. Ein Trick: Sie geben die Kräuter in einen Eiswürfelbehälter und füllen ihn mit Wasser. Die entstehenden Würfel können Sie jederzeit in Ihre Soßen oder Suppen geben.

Weitere Tipps, wie Sie frische Kräuter lagern, hat unser EDEKA-Experte Reiner Ley.