Äpfel kaufen: Worauf sollte man achten?
Antwort in aller Kürze
Beim Apfelkauf lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Frische Äpfel fühlen sich fest an, duften angenehm und haben eine glatte, unbeschädigte Schale. Druckstellen, Risse oder schrumpelige Haut sind klare Zeichen dafür, dass die Frucht schon länger liegt. Achte außerdem auf die sortentypische Grundfarbe – sie verrät dir, ob der Apfel wirklich reif ist.
Die ganze Antwort – ausführlich erklärt von EDEKA
Beim Kauf von Äpfeln stehen Frische, Reifegrad und die Unversehrtheit der Früchte im Fokus. Daneben entscheiden Geschmack, Nährstoffe und Verträglichkeit über den perfekten Apfel.
In welche Klassen wird Kernobst eingeteilt?
Einen ersten Überblick über die Qualität des Apfels gibt die sogenannte Vermarktungsnorm der EU, die das Kernobst in drei Klassen einteilt:
Extraklasse: Die Äpfel weisen allenfalls oberflächliche Fehler in der Schale auf, das Fruchtfleisch ist jedoch nicht betroffen, der Stiel ist intakt. Die Haltbarkeit ist nicht eingeschränkt. Es bestehen außerdem alle typischen Eigenschaften der Apfelsorte in Form, Größe und Farbigkeit.
Klasse I: Das Fruchtfleisch der Äpfel ist ebenfalls makellos. Schalenfehler, die die Qualität des Obstes nicht beeinträchtigen, sind dagegen erlaubt. Auch kleinere Unregelmäßigkeiten in der Form sowie der Farbe der Schale sind möglich. Der Stiel darf fehlen, solange die Bruchstelle nicht beschädigt ist.
Klasse II: Die Äpfel erfüllen die Mindesteigenschaften wie einen ausreichenden Reifegrad. Sie können ohne Bedenken verzehrt werden. Schalenfehler sind zulässig, das Fruchtfleisch darf allenfalls kleine Mängel aufweisen, der Stiel darf fehlen.
Frische Äpfel beim Kauf erkennen
Wenn du Äpfel kaufst, ist jedoch der Zustand der Früchte vor Ort entscheidend. Achte hier auf pralle Äpfel mit einer glatten Schale. Sie sollte keine Druckstellen und Risse aufweisen. Wenn du den Apfel recht bald verzehrst, ist beides gesundheitlich unbedenklich. Allerdings ist das beschädigte Kernobst langfristig anfällig für Schimmelbildung und damit die Haltbarkeit eingeschränkt. Ist die Schale runzelig, wurde das Obst möglicherweise falsch gelagert und das Fruchtfleisch kann bereits trocken und mehlig sein. Aber: Auch dann kannst die Äpfel verwerten – und zwar mit unseren Tipps.
Sofern du keine äußeren Schäden feststellst, solltest du dann den Reifegrad prüfen, bevor du die Äpfel kaufst. Die Grundfarbe des Obstes sollte der üblichen Farbe der Apfelsorte entsprechen. Ist eine rote Sorte noch nicht ganz rot, sollte die Frucht noch nachreifen, sonst schmeckt die möglicherweise sauer. Das wäre nicht nur für Rezepte wie selbst gemachte Schokoäpfel fatal.
Unser MAGIC STAR® exklusiv bei EDEKA
Entdecke unsere eigene Club-Sorte MAGIC STAR®! Die Sorte wir in Deutschland angebaut und ist eine Kreuzung aus der süß-säuerlichen Elise und einer weiteren Selektion.
Für jeden Geschmack die richtige Sorte
Um sich für eine Sorte nach deinem persönlichen Geschmack zu entscheiden, mache den Riechtest. Der Duft, den das Obst verströmt, kommt dem Aroma des Fruchtfleisches in der Regel sehr nahe. Allergiker sollten sich bevorzugt für die alten Apfelsorten entscheiden, da diese meist besser vertragen werden. Die gleiche Empfehlung gilt, wenn du die Äpfel nicht roh, sondern zu Apfelkuchen verarbeiten möchtest. Die alten Sorten wie Boskop sind zum Backen besonders gut geeignet.
Wenn dir bestimmte Nährstoffe besonders wichtig sind, solltest du beim Kauf von Äpfeln ebenfalls auf die Sorte achten. So enthält der Braeburn mit etwa 30 Milligramm pro 100 Gramm mehr als doppelt so viel Vitamin C wie die meisten anderen Äpfel. Ein Golden Delicious liefert beispielsweise nur etwa 10 Milligramm. Die alten Sorten Boskop und Cox Orange enthalten wiederum überdurchschnittlich hohe Mengen an sekundären Pflanzenstoffen.