In Bayern und Baden-Württemberg gilt die Brezel tatsächlich als eine Art Grundnahrungsmittel: Kein Besuch im urigen Biergarten und kaum eine gemütliche Brotzeit kommt ohne das herzhafte Gebäck aus. Frisch und rösch: Mit unserem Laugenbrezeln-Rezept backst du diesen Klassiker ganz einfach zu Hause!
Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Milch in einem Topf erwärmen, etwa die Hälfte davon mit der Hefe und mit dem Zucker in einer kleinen Schüssel vermischen. Hefe-Milch-Mischung in die Mulde gießen. Butter in kleine Stücke schneiden und mit dem Salz auf dem Mehlrand verteilen. Zugedeckt etwa 15 Minuten ruhen lassen.
Restliche Milch zum Mehl geben und zu einem glatten Hefeteig verkneten. Den Teig in 10 gleichgroße Teigstücke teilen. Nochmals 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.
Backofen auf 180 Grad Umluft (200 Grad Ober-/Unterhitze) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
Teiglinge zu einem langen Strang rollen, diesen zu einer Brezel formen. 1 L Wasser in einem großen Topf aufkochen, Natron hinzugeben und erneut aufkochen. Brezeln in einem Sieb für etwa 30 Sekunden in die kochende Lauge eintauchen und sofort auf das Backblech legen.
Brezeln am breiten Strang mit einem geriffelten Messer leicht einritzen, mit etwas grobem Salz bestreuen und für 5 Minuten auf mittlerer Schiene backen, Hitze um 20 Grad reduzieren und weitere 10 Minuten backen.
Laugenbrezeln noch warm mit Schnittlauch-Butter oder Kräuter-Frischkäse genießen.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
2.326 kj (28 %)
Kalorien
556 kcal (28 %)
Kohlenhydrate
94 g
Fett
12 g
Eiweiß
16 g
Bewertung
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Laugenbrezeln-Rezept: herzhaftes Gebäck frisch aus dem Ofen
Ob sie nun Brezn, Breze oder Brezel genannt werden, ist regional verschieden. Dass sie aber köstlich schmecken, ist überall gleich. Und am allerbesten schmecken Laugenbrezeln, wenn sie noch möglichst frisch sind! Und wie könnten sie frischer sein, als wenn du die herzhaften Backwaren nicht bei der Bäckerei kaufen musst, sondern die Laugenbrezeln einfach selber backst und ofenwarm servierst? Mit unserem Laugenbrezeln-Rezept gelingt dir das ganz leicht, selbst wenn du noch nicht viel Backerfahrung haben solltest. Achte lediglich darauf, dem Hefeteig genügend Zeit zum Gehen zu geben, damit die Brezeln schön locker und luftig werden. Nach dem Bad in der Natronlauge kann es dann auch schon in den Ofen gehen.
Die verknotete Form der Laugenbrezel kommt übrigens vermutlich von den verschränkten Armen eines Mönchs, was früher eine übliche Haltung während des Gebets war. Der Begriff "Brezel" hat das lateinische Wort "bracchium", das bedeutet "Arm", als Ursprung – ein möglicher Hinweis auf die besondere Form des Backwerks. Das einzigartige Aussehen der Brezel hat aber einen wichtigen Vorteil: Dadurch gibt es am Laugengebäck dicke und dünne Stellen, weiche und knusprige, luftige und rösche – so wird jeder Bissen zu einem speziellen Genusserlebnis.
Solltest du es einmal nicht schaffen, deine Laugenbrezeln aufzuessen, solange sie noch richtig frisch sind, kein Problem: Aus alten Brezeln kannst du mit unserem Brezenknödel-Rezept eine wunderbare Beilage zu deftigen Gerichten zaubern oder einen Brezensalat zubereiten! Oder aber du überbackst die Brezeln mit unserem Rezept für Flammkuchen-Brezeln. Frisch aus dem Ofen kommen auch unsere überbackenen Laugenstangen. Und in unseren Brezel-Rezepten findest du noch zahlreiche weitere Ideen, wie sich das Laugengebäck weiterverarbeiten lässt.
Was kommt auf die Brezel?
Eines vorweg: Es gibt keine Regeln für das Essen von Laugenbrezeln! Lass dich von deinen ganz eigenen Vorlieben leiten. So essen Purist:innen die Brezel einfach nur mit Butter, bayerische Traditionalist:innen bevorzugen das Gebäck mit Obazdn – mit unserem Obazda-Rezept ganz leicht selbst zubereitet – und Leckermäuler bestreichen die ofenfrische Laugenbrezel gerne auch mal mit Nuss-Nougat-Creme. Deftige Aufstriche wie Kräuterbutter, Schnittlauch-Frischkäse oder eben der Obazde eignen sich natürlich besonders gut, da das Laugengebäck ja bereits leicht gesalzen wird. Andererseits ergibt gerade diese leichte Salznote zusammen mit süßen Aufstrichen wie Schokocreme oder Honig eine interessante Geschmackskombination.
Du siehst, selbst ein scheinbar einfaches Laugengebäck bietet viele Möglichkeiten, kulinarisch kreativ zu werden, den eigenen Geschmackshorizont zu erweitern und spannende Genussmomente zu erleben.
Übrigens: Wenn du unser Laugenbrezel-Rezept zu Hause ausprobierst und das Gebäck frisch aus dem Ofen noch warm servierst, schmeckt es auch pur, ganz ohne Aufstrich oder Butter, einfach wunderbar! Wer außerdem noch den perfekten Snack für Filmabende sucht, wird bei unserem Rezept für Pretzel Bites fündig: Sie eignen sich perfekt zum Teilen.