Indiens Küche greift genüsslich auf die Chili zurück: Denn Schärfe gehört dazu. Doch kaum ein Gericht nutzt sie derart intensiv wie ein echtes Vindaloo. Probiere also unser Rezept aus! Die Aromen werden dich belohnen – zudem haben wir einen Trick parat, der unser Vindaloo-Curry etwas abmildert.
Knoblauch pellen und fein hacken. Ingwer schälen und fein hacken. Chilischote waschen, aufschneiden, Stiel und Samen entfernen und fein hacken. Kardamomkapseln öffnen und die Samen fein mörsern. Mit Kreuzkümmel, Piment, Nelke, Senfsamen und Pfeffer mischen.
Knoblauch, Ingwer und Chili mit Weißweinessig und Öl in einem verschließbaren Gefäß vermengen. Die Gewürzmischung unterheben und die Zimtstange zugeben. Schweinefleisch kalt abspülen, trocken tupfen und in mundgerechte Würfel schneiden. Mit der Marinade vermischen und 60-90 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
Zwiebel pellen und fein hacken. Ghee in einer tiefen Pfanne erhitzen. Zwiebel hineingeben und glasig schwitzen. Kurkuma und Zucker zugeben und einrühren, kurz mit anschwitzen. Schweinefleisch mitsamt der Marinade in die Pfanne geben und 5-6 Minuten unter regelmäßigem Rühren anbraten. Kokosmilch und 200 ml Wasser zugeben und abgedeckt 45-50 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Mit Sojasoße abschmecken.
In der Zwischenzeit den Reis in einem Sieb abspülen und nach Packungsanleitung in ausreichend leicht gesalzenem Wasser gar kochen. Korianderblätter waschen und trocken tupfen.
Vindaloo mit Koriander garnieren und mit Reis servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
2.826 kj (34 %)
Kalorien
675 kcal (34 %)
Kohlenhydrate
61 g
Fett
33 g
Eiweiß
33 g
Bewertung
Begeistert vom Rezept? Jetzt bewerten
Vindaloo-Curry: die Paste entscheidet
Vindaloo: Ein Gericht, das stellvertretend für Aromen und Schärfe steht. Die Formel ist berühmt, berüchtigt – und entstammt in ihrer kulinarischen Vollendung der Küche des westindischen Bundesstaats Goa. Denn die Grundidee entstand in Portugal. Dort pflegten Köchinnen und Köche eine spezielle Art, Schweinefleisch in Wein einzulegen: das "carne em vinha d’alhos". Als Portugiesinnen und Portugiesen den Westen Indiens kolonialisierten, brachten sie ihre Küche mit – und ihre Religion. Einige Inder konvertierten zum Christentum, was ihnen erlaubte, Schweinefleisch zu essen. Das Fleisch ist die nächste Säule eines traditionellen Vindaloo-Currys. Die Fusion begann: Portugiesische Marinierkunst traf das indische Gespür für Gewürze. Während das Fleisch marinierte, setzten Köchinnen und Köche die traditionelle Vindaloo-Paste an. Entscheidend dafür sind neben Ingwer, Nelken, Piment, Kreuzkümmel, Kurkuma, Senfsamen, Bockshornklee und Koriander auch Zimt, Tamarinde, Pfefferkörner und Chilis. Auch für unser Vindaloo-Rezept – wobei du das Gericht zusätzlich mit Kokosmilch verfeinern und damit abmildern kannst. Das gelingt auch, wenn du die Kerne der Chili entfernst, wenn du unser Rezept oder zum Beispiel ein Tandoori Chicken zubereitest.
Vindaloo-Curry: mit Schwein, Huhn oder vegetarisch
Pork Vindaloo ist nicht nur in Großbritannien beliebt. Es ist auch die Urform der Kombination aus Vindaloo-Gewürzpaste und Fleisch. Längst gibt es jedoch Varianten mit Huhn – nicht zuletzt, um das Gericht auch für andere Religionen kulinarisch zu übersetzen. Unsere Vindaloo-Soße kombinierst du wiederum mit Schweinegulasch. Ebenso gut kannst du sie als Basis für ein vegetarisches Curry nutzen. Kartoffeln bieten sich dann als Einlage an. Im Original findet die Knolle allerdings keinen Platz – obwohl "Aloo" "Kartoffel" bedeutet. Denn der Name geht auf die portugiesische Inspirationsquelle zurück. Als Beilage bietet sich natürlich Reis an. Dabei musst du es jedoch nicht belassen: Backe beispielsweise unser Naan-Brot nach und sauge so die komplette Vindaloo-Soße auf. Kochst du gern thailändisch, widme dich anderer Curryformen und unterschiedlich farbiger Varianten. Worin sich Thailands rote, grüne und gelbe Currypasten unterscheiden, verraten wir dir in unserem lesenswerten Expert:innenwissen.
Tipp: Wenn du scharfe Gewürzpasten schätzt, solltest du unbedingt auch einmal die koreanische Gochujang zubereiten.