Mehl, Wasser und ein wenig Salz: Mehr benötigst du nicht, wenn du Matzen-Brot selbst machen möchtest. Wie einfach das Rezept gelingt und wozu du die knusprigen Fladen reichen kannst, verraten wir dir hier.
Backofen auf 240 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 220 Grad) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
Mehl und Salz in einer Schüssel miteinander vermischen. 200 ml Wasser in kleinen Portionen angießen und mit einer Gabel gut verrühren. Falls der Teig zu trocken erscheint, 1 EL Wasser ergänzen. Den Teig mit den Händen 4-5 Minuten durchkneten und in 12 Portionen aufteilen.
Jede Teigportion nacheinander dünn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Von beiden Seiten mit einer Gabel ein gleichmäßiges Lochmuster einstechen. Die Fladen portionsweise auf dem Backblech verteilen und für ca. 4 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Nach der Hälfte der Zeit die Fladen umdrehen.
Matzen herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
397 kj (5 %)
Kalorien
95 kcal (5 %)
Kohlenhydrate
21 g
Fett
1 g
Eiweiß
3 g
Bewertung
Begeistert vom Rezept? Jetzt bewerten
Was sind Matzen?
Matzen sind ein ungesäuertes Fladenbrot, das in der jüdischen Tradition eine zentrale Rolle spielt. Das Besondere daran: Es wird ausschließlich aus Mehl und Wasser hergestellt. Matzen werden während des jüdischen Pessachfestes gegessen und ersetzen dabei das übliche Brot. Das liegt daran, dass es während dieser speziellen Feiertage verboten ist, Gesäuertes zu essen. Das Matzen-Knäckebrot erinnert symbolisch an den eiligen Auszug der Israeliten aus Ägypten, bei dem keine Zeit blieb, den Brotteig aufgehen zu lassen. Möchtest du mehr israelische Rezepte entdecken, empfehlen wir dir unsere große Rezepte- und Ernährungswelt. Hier informieren wir dich auch umfassend über das Thema Mehlsorten und geben dir mehr Inspirationen für verschiedenste Brot-Rezepte aus aller Welt an die Hand.
Dazu kannst du Matzen essen und servieren
Das Matzen-Brot-Rezept gelingt nicht nur einfach und schnell, die knusprigen Teigfladen sind auch äußerst vielseitig. Da sie neutral schmecken, dienen sie gleichermaßen als Brot-Ersatz und Zutat für andere Gerichte. So kannst du sie kombinieren:
Matzen herzhaft servieren
Belege sie wie ein Knäckebrot, zum Beispiel mit Frischkäse, Butter, Käse- oder Avocadoscheiben.
Weiche sie ein und verarbeite sie mit Eiern zu Matzen-Pfannkuchen.
Dafür werden sie gerne mit Zwiebeln und Gewürzen in der Pfanne angebraten.
Zerbröselte und eingeweichte Matzen sind die Basis für Matzenknödel. Diese gibt man traditionell in eine Hühnersuppe.
Matzen können Lasagneplatten ersetzen oder in verschiedenen Aufläufen und Gratins verwendet werden.
Die Brotfladen passen gut zu salzigem Fisch, etwa Matjes oder Räucherlachs. Hierfür kannst du sie mit Frischkäse kombinieren oder einen Dip dazu reichen.
Matzen als süße Varianten
Belege dein Matzen-Brot mit Marmelade, Honig, Schokoladenaufstrich oder bestreue es mit Zucker und Zimt.
Du kannst Matzen als Boden für einfache Käsekuchen nutzen. Auch möglich ist die Verwendung in aufwendigeren Desserts wie süßen Matzen-Aufläufen mit Äpfeln oder Beeren.
Kombiniere sie mit Trockenfrüchten – während des Pessachfestes sind Matzen oft Bestandteil von Charoset, einer süßen Paste aus Äpfeln, Nüssen und Wein, die beim Sedermahl gegessen wird.
Übrigens: Um deine Figur musst du dir bei diesem knusprigen Gebäck keine Sorgen machen. An sich sind Matzen kalorienarm. Rechne mit circa 95 kcal pro Portion.