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Video Initiative Tierwohl

Initiative Tierwohl - für mehr Verantwortung in der Nutztierhaltung

EDEKA unterstützt Initiative Tierwohl

Mit der Initiative Tierwohl bekennen sich die Verantwortlichen aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaftund Lebensmitteleinzelhandel entlang der Wertschöpfungsketten für Schwein und Geflügel zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für Tierhaltung, Tiergesundheit und Tierschutz in der Nutztierhaltung. Die Initiative Tierwohl unterstützt Landwirte finanziell dabei, über die gesetzli chenStandards hinausgehende Maßnahmen zum Wohl ihrer Nutztiere umzusetzen. Die Umsetzungdieser Maßnahmen wird durch die Initiative Tierwohl flächendeckend kontrolliert. Nach ihrer Gründung im Jahr 2015 ist die Initiative Tierwohl 2018 in ihre zweite, ebenfalls dreijährige Programmphase gestartet. Die Initiative Tierwohl etabliert Schritt für Schritt mehr Tierwohl auf breiter Ebene und wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt.

So funktioniert die Initiative Tierwohl

Die Initiative Tierwohl ist ein Bündnis aus Lebensmitteleinzelhandel, Landwirtschaft und Fleischwirtschaft. Gemeinsam bringen sie mehr Tierwohl in die Nutztierhaltung. Aktuell nehmen rund 6.200 schweine- und geflügelhaltende Betriebe mit über 570 Millionen Tieren aus ganz Deutschland an der Initiative Tierwohl teil. Sie alle setzen bestimmte Kriterien für mehr Tierwohl um:

  • Die Tiere in den teilnehmenden Bauernhöfen haben alle mindestens 10 % mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial.
  • Landwirte, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen, geben ihre Tiere an von der ITW zugelassene Schlachtbetriebe ab.
  • Geflügelfleisch, das von Betrieben der Initiative Tierwohl kommt, wird ab dem Frühjahr 2018 mit einem Label gekennzeichnet.
  • Auch ohne Label gilt: Mit jedem Kauf in teilnehmenden Märkten unterstützen Sie die Initiative Tierwohl.
  • Pro verkauftes kg Schweine- und Geflügelfleisch sowie -wurst fließen 6,25 Cent an die Initiative - insgesamt rund 130 Millionen Euro jährlich.
  • Landwirte werden für die Umsetzung bestimmter Tierwohlkriterien von der Initiative finanziell honoriert.

So sorgen alle Beteiligten gemeinsam für eine kontinuierliche Verbesserung in der Tierhaltung.

Auswahl zentraler Tierwohlkriterien für Geflügel

Mehr Platz:
Teilnehmende Tierhalter verpflichten sich, ihren Tieren mindestens 10 % mehr Platz zur Verfügung zu stellen als gesetzlich vorgeschrieben.

Zusätzliches Beschäftigungsmaterial:
Damit die Tiere ihrem Spieltrieb nachkommen können, müssen Landwirte ihnen veränderbares, sich verbrauchendes material zur Verfügung stellen. Das können bspw. Stroh, Heu oder Picksteine sein.

Fußballengesundheit
Damit die Fußballen der Tiere gesund bleiben, müssen Tierhalter daruaf achten, dass der Boden immer mit einter trockenen, weichen und lockeren Einstreu bedeckt ist.

Stallklima und Tränkwässer:
Jeder Landwirt in der Initative muss einmal jährlich das Stallklima und Tränkwässer von unabhängigen Experten überprüfen lassen. Dafür werden bspw. die Lüftungssysteme kontrolliert und Proben genommen.

Jährliche Fortbildung:
Tierhalter müssen regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen. So wird sichergestellt, dass sie immer auf dem aktuellen fachlichen Stand sind.

Bezug von Küken:
Hähnchen- und Putenhalter müssen Küken von Brütereien beziehen, die am QS-System teilnehmen.

Das Produktlabel

Das Produktlabel der Initiative Tierwohl wurde zunächst im Bereich Geflügel eingeführt. Unbehandeltes, frisches Geflügelfleisch ist mit diesem Label gekennzeichnet. So können Sie im teilnehmenden Markt erkennen, dass das Produkt von einem Betrieb stammt, der an der Initiative Tierwohl teilnimmt und seine Tiere nach den Kriterien der Initiative Tierwohl hält.

Fragen und Antworten zur Initiative Tierwohl

Was will die Initiative erreichen?

Ziel ist es, das Tierwohl für eine möglichst große Anzahl von Tieren zu verbessern. Hierbei geht es nicht nur darum, ein stärkeres Bewusstsein für das Tierwohl zu entwickeln, sondern auch gemeinsam konkrete Veränderungen in Gang zu setzen. Alle Maßnahmen der Initiative Tierwohl gehen klar über die gesetzlichen Standards hinaus. Sie fördern eine tiergerechte Haltung, Hygiene und Tiergesundheit. Die Initiative Tierwohl versteht sich als Motor diese Prozesses, durch den bereits 571 Millionen Schweine, Hähnchen und Puten an rund 6.000 Betrieben profitieren (Stand: Januar 2018)

Was unterscheidet die Initiative Tierwohl von anderen Initiativen und Labels?

Mit der Initiative Tierwohl ist es erstmalig gelungen, alle zentralen Partner der Wertschöpfungskette in der Schweinefleisch- und Geflügelfleischbranche hinter einem gemeinsamen, ambitionierten Konzept zur Förderung des Tierwohls zu vereinen. Zudem sind die Maßnahmen so konzipiert, dass sie trotz großer Unterschiede in Betriebsgröße und Betriebsart auf breiter Basis tatsächlich umsetzbar sind und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der teilnehmenden Landwirte nicht beeinträchtigen.

Wie finanziert sich die Initiative und wie werden die Gelder konkret eingesetzt?

Die Initiative wird durch die teilnehmenden Einzelhandel finanziert. Seit dem 1. Januar 2015 zahlen diese für jedes verkaufte Kilo Fleischware einen festen Betrag auf ein Tierwohl-Konto. Dieser Betrag hat sich seit 2018 von 4 Cent auf 6,35 Cent pro verkauftem Kilogramm erhöht, sodass der Handel 130 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stellt. Jeder teilnehmende Betrieb in der Schweinehaltung bekommt 500 Euro als jährlichen Grundbetrag, mit dem u.a. der Aufwand für die Umsetzung der Grundanforderungen Stallklima- und Tränkewassercheck kompensiert werden soll. Zusätzlich erhält jeder Betrieb in der Schweine- und Geflügelhaltung ein individuelles Tierwohlentgelt für die Umsetzung der Kriterien, je nach Größe des Betriebes oder der Wahlkriterien.

Wird sich der Tierwohlbeitrag auf den Fleischpreis auswirken?

Die Initiative Tierwohl wird keinen Einfluss auf die Marktpreise haben. Marktpreise werden auch weiterhin von den Markteilnehmern ausgehandelt. Entscheidend ist, dass der Tierwohlzuschuss an die Landwirte unabhängig vom Marktpreis bezahlt wird – und damit eben nicht in den Marktpreis eingepreist wird.

Wie stellt die Initiative Tierwohl die unabhängige Kontrolle der Umsetzung der Kriterien in den einzelnen Betrieben sicher?

Transparenz und lückenlose Kontrollen sind für den Erfolg der Initiative Tierwohl entscheidend. Daher überprüfen unabhängige Zertifizierungsstellen in regelmäßigen Audits die Einhaltung der Tierwohlkriterien.“