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Initiative Tierwohl - für mehr Verantwortung in der Nutztierhaltung

Erstmalig in Deutschland setzen sich Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel - darunter EDEKA - gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung ein.

EDEKA unterstützt Initiative Tierwohl

Am 1. Januar 2015 ging die Initiative Tierwohl an den Start. Als Gründungsmitglied der Initiative Tierwohl setzt sich EDEKA gemeinsam mit den anderen Akteuren für bessere Haltungsbedingungen für Schweine und Geflügel ein. In dem neuen Bündnis arbeiten Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel erstmalig Hand in Hand, um das Tierwohl in der Nutztierhaltung flächendeckend und Schritt für Schritt zu verbessern.

So funktioniert die Initiative Tierwohl

Landwirte melden sich über einen Bündler - eine Art Koordinator der Landwirte - bei der Initiative Tierwohl an. Sie verpflichten sich freiwillig, über gesetzliche Standards hinausgehende Maßnahmen für eine tiergerechtere Haltung umzusetzen.

Zum Start wurden die Tierwohlmaßnahmen durch unabhängige Zertifizierungsstellen überprüft. Weitere Prüfungen finden einmal jährlich statt. Abhängig von Art und Anzahl der umgesetzten Maßnahmen sowie der Anzahl der Tiere erhalten die Landwirte einen Tierwohlzuschuss. Dies finanzieren die teilnehmenden Lebensmitteleinzelhändler. Für jedes verkaufte Kilogramm Schweine- oder Geflügelfleisch und Wurst führen Sie einen Tierwohlbeitrag von 0,04 Euro an die Initiative ab. Aus diesem wird der Tierwohlzuschuss an die Landwirte gezahlt.

Auch die Schlachtbetriebe sind an dem Prozess beteiligt. Sie überwachen die Tiergesundheit und erfassen die dafür nötigen Befunddaten. Zudem nehmen sie selbst an einer zertifizierten Qualitätssicherung teil.

So sorgen alle Beteiligten gemeinsam für eine kontinuierliche Verbesserung in der Tierhaltung.

Hier finden Sie die erste Zwischenbilanz der Initiative Tierwohl.

Wichtige Fragen und Antworten zur Initiative Tierwohl

Was will die Initiative Tierwohl erreichen?

Ziel ist es, das Tierwohl für eine möglichst große Anzahl von Tieren zu verbessern. Hierbei geht es nicht nur darum, ein stärkeres Bewusstsein für das Tierwohl zu entwickeln, sondern auch gemeinsam konkrete Veränderungen in Gang zu setzen. Alle Maßnahmen der Initiative Tierwohl gehen klar über die gesetzlichen Standards hinaus. Sie fördern eine tiergerechte Haltung, Hygiene und Tiergesundheit. Die Initiative Tierwohl versteht sich als Motor diese Prozesses, durch den bereits 12 Millionen Schweine sowie 255 Millionen Hähnchen und Puten an rund 2.900 Betrieben profitieren (Stand: Oktober 2015).

Wie geht die Initiative Tierwohl vor, um die gesetzten Ziele umzusetzen?

Seit dem 1. April 2015 können sich schweinehaltende Landwirte bei der Initiative Tierwohl registrieren. Über 2.100 Betriebe wurden nach der ersten Registrierungsphase zur Auditierung zugelassen, rund 2.000 davon haben die Auditierungen bisher bestanden, so dass bereits jetzt (Stand: Oktober 2015) knapp 12 Millionen Schweine von den umgesetzten Tierwohlmaßnehmen profitieren. Die Registierung für geflügelhaltende Betriebe ist seit Juli 2015 möglich. Seit Oktober 2015 sind nach der ersten Registrierungsphase knapp 900 Betriebe mit rund 255 Millionen Hähnchen und Puten zu den Auditierungen zugelassen (Stand: Oktober 2015). Derzeit stehen nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, um alle interessierten Betriebe zuzulassen. Die Initiative Tierwohl arbeitet daran, den Etat aufzustocken und somit noch mehr Tierwohl in der Breite fördern zu können.

Was unterscheidet die Initiative Tierwohl von andere Initiativen und Labels?

Mit der Initiative Tierwohl ist es erstmalig gelungen, alle zentralen Partner der Wertschöpfungskette in der Schweinefleisch- und Geflügelfleischbranche hinter einem gemeinsamen, ambitionierten Konzept zur Förderung des Tierwohls zu vereinen.

Zudem sind die Maßnahmen so konzipiert, dass sie trotz großer Unterschiede in Betriebsgröße und Betriebsart auf breiter Basis tatsächlich umsetzbar sind und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der teilnehmenden Landwirte nicht beeinträchtigen.

Wie finanziert sich die Initiative und wie werden die Gelder konkret eingesetzt.

Die Initiative wird durch die teilnehmenden Einzelhandelsketten finanziert. Seit dem 1. Januar 2015 zahlen die Teilnehmer des Lebensmitteleinzelhandels einen Tierwohlbetrag von 0,04 Euro pro Kilogramm vermarkteter Fleisch- und Wurstware (Schwein und Geflügel) in den Tierwohlfond ein. Mit dem Tierwohlentgelt wird in den Ställen z.B. mehr Platz oder Tageslicht geschaffen oder mehr Beschäftigungsmaterial angeboten. Dazu erhält jeder teilnehmende Betrieb in der Schweinehaltung 500 Euro als jährlichen Grundbetrag, mit der u.a. der Aufwand für die Umsetzung der Grundanforderungen Stallklima- und Tränkewassercheck kompensiert werden soll. Zusätzlich erhält der Betrieb ein individuelles Tierwohlentgelt für die Umsetzung der Wahlpflichtkriterien.

Wird sich der Tierwohlbeitrag auf den Fleischpreis auswirken?

Die Initiative Tierwohl wird keinen Einfluss auf die Marktpreise haben. Marktpreise werden auch weiterhin von den Markteilnehmern ausgehandelt.

Entscheidend ist, dass der Tierwohlzuschuss an die Landwirte unabhängig vom Marktpreis bezahlt wird – und damit eben nicht in den Marktpreis eingepreist wird.

Wie stellt die Initiative Tierwohl die unabhängige Kontrolle der Umsetzung der Kriterien in den einzelnen Betrieben sicher?

Die Kontrollen auf den Betrieben und die Audits erfolgen unangekündigt. Zudem gibt es davon unabhängig auch zusätzliche unangekündigte Stichprobenkontrollen. Der Betriebsleiter muss also jederzeit damit rechnen, dass die Umsetzung der Maßnahmen kontrolliert wird.

Die Audits werden von neutralen Zertifizierungsstellen durchgeführt, deren Auditoren jährlich geschult werden.

Mehr zum Thema Tierwohl

Weitere Informationen für Verbraucher, Einzelhandel, Fleischwirtschaft und Landwirtschaft finden Sie auf der Website der Initiative Tierwohl, Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH i.G.

initiative-tierwohl.de

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