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Ressource Süßwasser: Für einen verantwortungsvollen Umgang

Süßwasser ist kostbar und knapp

Wussten Sie schon, dass nur ca. 1 % des auf der Erde vorhandenen Wassers zugängliches Süßwasser ist? Das ist in einem vollen Glas gerade mal ein Tropfen! Dagegen sind 97 % des Wassers auf unserem Planeten salzig. Es steht also nur ein sehr kleiner Teil des gesamten Wasservorrats auf der Erde als Grundlage unseres Lebens zur Verfügung. Übrigens: Der Großteil des weltweiten Süßwassers ist für uns unzugänglich z. B. in Gletschern oder in tiefen Grundwasserspeichern gebunden. Besonders brisant: Studien zufolge wird der globale Wasserbedarf bis 2050 um 55% steigen. (Quelle: OECD)

Umso wichtiger ist es, sparsam mit der wertvollen Ressource umzugehen – und auch den virtuellen Wasserverbrauch im Blick zu haben.

Was ist „virtuelles Wasser“?

Würden Sie glauben, dass Sie 5.000 Liter Wasser am Tag verbrauchen? Im Durchschnitt verwendet jeder Deutsche tatsächlich diese Menge. Denn: Nicht nur Ihr direkter Wasserverbrauch wie etwa zum Trinken, Kochen oder die tägliche Hygiene (ca. 120 Liter/Tag) steckt in dieser Zahl – ganze 2/3 werden für den Anbau und die Weiterverarbeitung Ihrer Lebensmittel benutzt. Hier spricht man von virtuellem Wasser, der unsichtbaren Wasserlast in Lebensmitteln und Industriegütern.

So viel Wasser steckt wirklich in unseren Produkten

Egal ob Burger, T-Shirt oder Kartoffelchips: Viele Produkte benötigen bei der Herstellung große Mengen wertvollen Süßwassers. Man spricht hier von "virtuellem Wasser". (Quelle Grafik: WWF)

Wasserrisiko – was ist das?

Weltweit größter Süßwassernutzer ist die Landwirtschaft, sie alleine benötigt den Löwenanteil von rund 70 %. Jedoch liegen viele Anbaugebiete für Obst und Gemüse häufig in wasserarmen Regionen, in denen eine verstärkte Bewässerung nötig ist und schlechte Regulierungen von Wasserressourcen vor Ort festzustellen sind. Je nach Region können andere Faktoren zu Problemen mit der kostbaren Ressource Süßwasser führen.

Verbreitet sind Süßwasserprobleme wie:

  • regionale Wasserknappheit
  • Überflutungen
  • Wasserverschmutzung und
  • unzureichende Umsetzung von Gesetzen

Diese Faktoren haben verheerende Auswirkungen auf Mensch und Natur. Konsequenzen sind unter anderem Missernten, Unterernährung, Infektionskrankheiten sowie der Verlust von Lebensraum und somit auch von Artenvielfalt.

EDEKA und WWF – für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Süßwasser

EDEKA und WWF arbeiten an der Erkennung dieser Wasserrisiken in EDEKAs Lieferkette und an einer systematischen Lösung, um gemeinsam mit den Lieferanten Risiken zu reduzieren. EDEKA und WWF haben zusammen das „EDEKA Water Risk Tool“ entwickelt, mit dem Lieferanten die Wasserrisiken in ihrer Region und für ihr Produkt auswerten und systematisch angehen können.

Ein weiteres wichtiges Werkzeug ist die Zusammenarbeit mit Standardsystemen, die über ausreichende Wasserkriterien verfügen – allen voran der Standard der Alliance for Water Stewardship (AWS).

Beispiel-Projekt EDEKA Banane: Mehr Schutz für die Ressource Süßwasser

Für eine nachhaltigere Banane: Projekt von EDEKA und WWF

Wie man Süßwasser im Obst- und Gemüseanbau verantwortungsvoll verwendet, zeigt der Bananenanbau auf unseren Vertragsfarmen in Kolumbien und Ecuador. Hier werden im Rahmen des konventionellen Anbaus in einem WWF-EDEKA-Projekt Bananen nachhaltiger angebaut. So wird auf mehr Umwelt- und Sozialverträglichkeit geachtet – insbesondere auch auf ein nachhaltigeres Wassermanagement auf den Farmen und in Zusammenarbeit mit anderen Wassernutzern im Flussgebiet. Zum Beispiel werden Gewässer besser gegen die Verunreinigung durch Pestizide geschützt. Alle Informationen rund um das Projekt finden Sie hier.