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Für mehr Nachhaltigkeit: das EDEKA und WWF Zitrus-Projekt

Ein Projekt, das reiche Früchte trägt: In Spanien machen EDEKA und WWF den konventionellen Anbau von Orangen und Mandarinen gemeinsam umweltverträglicher. Schon auf neun Fincas wachsen unsere saftigen Zitrusfrüchte und auch die Maßnahmen zum Umweltschutz fruchten.

Die Welt braucht bessere Orangen

Eines der wichtigsten Anbaugebiete für Orangen und Mandarinen ist Andalusien. Die sonnenverwöhnte Region ist das Zentrum des spanischen Obst- und Gemüseanbaus und bekannt für ihre aromatisch duftenden Zitrusfrüchte. Dabei kommt es besonders durch die landwirtschaftliche Nutzung von weiten Teilen Andalusiens und dem damit verbundenen Anbau von Monokultur sowie dem hohen Einsatz an Pflanzenschutzmitteln zu einer Belastung der Ökosysteme und der lokalen Wasserressourcen.

Von der Sonne geküsst: Orangen und Mandarinen in Andalusien umweltverträglicher angebaut

Aus diesem Grund unterstützen EDEKA und WWF in einem gemeinsamen Projekt diverse Produzenten vor Ort dabei, die Umweltverträglichkeit des konventionellen Anbaus von Orangen und Mandarinen Schritt für Schritt zu verbessern und damit nachhaltiger zu gestalten.

Der Fokus des Projekts liegt hierbei auf Maßnahmen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, dem Verzicht auf Pflanzenschutzmitteln sowie dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der vorhandenen Ökosysteme.

Dank dieser Maßnahmen und der Unterstützung durch EDEKA und WWF wachsen auf den ausgewählten Plantagen umweltverträglicher angebaute Orangen und Mandarinen. Zu erkennen sind diese Zitrusfrüchte übrigens an dem WWF Projekt-Panda und dem Hinweis auf die Herkunft aus dem gemeinsamen Projekt.

Nachhaltiges Wassermanagement:

Dieser Aspekt ist besonders wichtig, da die Grundwasserspiegel in der landwirtschaftlich stark genutzten Zone Andalusiens seit Jahren sinken. Gründe dafür sind die Trockenheit, die aufgrund des Klimawandels voraussichtlich noch zunehmen wird, sowie Übernutzung und mehr als 1.000 illegale Brunnen.

Um den Folgen des Klimawandels in Andalusien begegnen zu können, wollen wir die Wasserressourcen der Region und somit auch die Lebensgrundlage der Menschen und Tiere vor Ort schützen. Deshalb gestalten wir unser Wassermanagement durch moderne Maßnahmen wie Tröpfchenbewässerung und die Installation von Feuchtigkeitssonden nachhaltiger.

So konnten wir auf der Pilot-Finca Iberesparragal in nur einer Saison bereits über 200 Millionen Liter Wasser einsparen. Für diese Errungenschaft und ihr gesamtes Engagement für eine nachhaltigere Wassernutzung gab es sogar Gold! Die Finca wurde als erster Landwirtschaftsbetrieb Europas erfolgreich AWS-zertifiziert und erhielt dabei den seltenen Gold-Standard. Damit hat die Alliance for Water Stewardship (AWS) als eine unabhängige Zertifizierungsstelle bestätigt, dass die Finca Wasser sparsam einsetzt, ihre Wasserbilanz verbessert, Verschmutzungen vermeidet und das Ökosystem schützt.

Da sich alle unsere Fincas im Wassereinzugsgebiet des Flusses Guadalquivir in der Nähe von Sevilla befinden, achten wir nicht nur auf den Plantagen auf den Schutz der wertvollen Ressource Süßwasser, sondern im gesamten Flussgebiet. So engagieren wir uns über die Betriebsgrenzen hinaus und animieren die ganze Region, Wasser gemeinsam nachhaltiger zu nutzen.
Ziel ist es, den Nationalpark Coto de Doñana, der am Ende des Flussgebiets liegt und einer der wenigen verbleibenden Biodiversitäts-Hotspots in der Gegend ist, zu schützen und zu bewahren. Der sinkende Grundwasserspiegel hat dort bereits deutliche Spuren bei Flora und Fauna hinterlassen.

Weniger Pflanzenschutzmittel:

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird optimiert und reduziert, sodass immer weniger kritische oder besonders gefährliche Mittel verwendet werden. Dafür setzen wir u.a. auf Nützlinge wie Marienkäfer, die Pflanzenschädlinge auf natürliche Art bekämpfen, indem sie sie einfach fressen. Dadurch konnten wir die Chemiebelastung durch Pestizide bereits um rund zwei Drittel pro Hektar reduzieren und knapp 5.000 Kilogramm bzw. Liter an aktiven Pestizid-Wirkstoffen einsparen.

Außerdem arbeiten wir daran, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Das erreichen wir beispielsweise durch Pflanzendecken sowie den Einsatz von Kompost oder anderem organischen Dünger.

Größere Artenvielfalt:

Um die biologische Vielfalt auf den Fincas und in ihrer unmittelbaren Umgebung zu erhalten und zu fördern, werden neue Biotope angelegt und bestehende Biotope verbunden, damit sich Tiere ungehindert bewegen können, sowie Hecken gepflanzt. Außerdem errichten wir Nistplätze und Sitzstangen für heimische und bedrohte Vogelarten.

Durch diese gezielten Maßnahmen sind bereits 14 verschiedene „besondere Arten“ in der Umgebung unserer Fincas zu beobachten – z.B. Perleidechsen, die streng geschützt sind, oder Wiedehopfe, ein im Bestand stark zurückgehender Brutvogel. Auch der Insektenbestand ist von dieser positiven Entwicklung betroffen: So hat sich die Zahl der nachgewiesenen Marienkäfer-Arten auf mittlerweile 16 verschiedene verdreifacht.