Ceranfeld reinigen und pflegen – mit Zitronensäure, Backpulver und Zahnpasta!
Scharfe Reinigungsmittel haben auf der empfindlichen Oberfläche deines Glaskeramik-Kochfelds nichts zu suchen! Wie aber stattdessen das Ceranfeld reinigen? Wir verraten dir, wie du mit Hausmitteln leichte Verschmutzungen ebenso einfach entfernst wie eingebrannte Speisereste und sogar Kratzer!
Ceranfeld reinigen
Ceranfelder gehören bei Elektroherden längst zum Standard: Ihr im Vergleich zu den alten Herdplatten aus Eisen oder Stahl geringerer Stromverbrauch, sowie die ebene Oberfläche machen sie zur am häufigsten verwendeten Kochfläche in deutschen Küchen.
Damit du lange Freude an deinem Ceranfeld und seiner edlen Optik hast, verraten wir dir hier einige Tipps dazu, wie du dein Ceranfeld reinigst und pflegst. Dafür musst du nicht einmal teure Spezialreiniger im Putzschrank haben – in den meisten Fällen genügen zum Ceranfeld-Reinigen Hausmittel oder selbst gemachte Putzmittel. Scharfe Reiniger wie Scheuermilch hingegen haben auf der empfindlichen Oberfläche deines Glaskeramik-Kochfelds nichts zu suchen.
Wichtigste Regel für ein gut gepflegtes Ceranfeld: Wische nach jedem Kochen mit einem feuchten Lappen über die Oberfläche. So entfernst du Lebensmittel-Rückstände und sorgst dafür, dass diese beim nächsten Anheizen der Platten gar nicht erst einbrennen können.
Ceranfeld reinigen bei normaler Verschmutzung
Zitronensäure wird im Haushalt oft als Reinigungsmittel eingesetzt.
Wasserspritzer, Fett oder Soßenflecken, die während des Kochens auf das Ceranfeld gelangen, entfernst du am besten erst, wenn die Herdplatten nur noch lauwarm sind – andernfalls besteht Verbrennungsgefahr. Gute Hausmittel sind hierbei: Essig- sowie Zitronensäure.
Presse den Saft einer Zitrone auf ein feuchtes Tuch (alternativ nimmst du ein paar Spritzer Zitronensaft aus der Flasche oder Essigessenz) und reibe damit die Flecken ein. Lass die Säure etwa zehn Minuten wirken und wische anschließend mit warmem Wasser alle Rückstände von der Glaskeramik-Oberfläche.
Mit Zitrone sagst du auch den hartnäckigen Kalkablagerungen den Kampf an, die oft um die Kochringe herum entstehen: Einfach eine Zitrone halbieren und mit den beiden Hälften die Kalkflecken einreiben und nach etwa 20 Minuten feucht abwischen – schon hast du dein Ceranfeld von den weißen Flecken gereinigt. Für leichte Verschmutzungen und schnellen Glanz eignet sich zudem ein milder Glasreiniger, um das Ceranfeld sauber zu machen.
Wichtig: Wische dein Ceranfeld nach jeder Reinigung noch einmal trocken nach, um erneute Flecken und Kalkablagerungen zu vermeiden.
Ceranfeld reinigen bei starker Verschmutzung
Wenn es beim Kochen richtig zur Sache gegangen ist und dein Herd ein paar Kampfspuren davongetragen hat, helfen ebenfalls alte Hausmittel: Musst du zum Beispiel ein eingebranntes Ceranfeld reinigen, greifst du zu Backpulver. Vermische ein Päckchen des Triebmittels mit etwas Wasser zu einer Paste und trage diese auf die eingebrannten Stellen auf. Eineinhalb Stunden einwirken lassen – danach kannst du den Schmutz einfach zusammen mit der Paste abwischen. Genauso gut wie Backpulver funktioniert übrigens auch Baking Soda – also Natron.
Auch ein Ceranfeldschaber hilft gegen eingebrannte Speisereste: Mit seiner schmalen, scharfen Klinge kratzt du Angetrocknetes einfach weg. Damit beim Ceranfeld-Reinigen keine Kratzer entstehen, drücke den Schaber nur sanft auf die Herdoberfläche. Stahlwolle und Topfschwamm hingegen sind tabu: Sie zerkratzen die Oberfläche des Ceranfelds.
Kratzer entfernen
Ist das Missgeschick passiert und dein Ceranfeld hat einen Kratzer abbekommen, findest du schnell erste Hilfe im Bad: Nimm etwas Zahnpasta und reibe diese mit einem Baumwolltuch über die zerkratzte Stelle.
Die feinen Kunststoffpartikel in der Zahnpasta tragen das Glas rund um den Kratzer ab und lassen diesen sanft verschwinden. Zahncreme ist auch ein gutes Hausmittel, wenn du Wasserflecken auf Holz entfernen oder Kratzer aus Glas entfernen möchtest.
Tipps, um Kratzer zu vermeiden: Fallen beim Kochen ein paar Salzkristalle daneben, wisch diese sofort auf, ansonsten können Kratzer entstehen, wenn du später einen Topf über die Kristalle ziehst. Verwende außerdem keine Töpfe mit Aluminium-Boden, da sich der Alu-Abrieb auf dem Ceranfeld festsetzen kann.