Wenn du Fleisch rückwärtsgarst, drehst du den gewohnten Prozess um. Statt Steak oder Braten zunächst scharf anzubraten, um alles danach im Ofen fertig zu garen, wandert das Fleisch bei dieser Methode zuerst ins Rohr. Dort garst du es vor. Wichtig beim Rückwärtsgaren ist dabei die Temperatur. Rund 60 bis 100 Grad sollen es sein. Anschließend lässt du das Fleisch circa zwei Minuten ruhen, am besten unter Alufolie. Erst danach gibst du es in die Pfanne, um die Poren zu schließen. Der große Vorteil des Rückwärtsgarens von beispielsweise Rumpsteak ist, dass der Fleischsaft im Inneren bleibt. Im Ofen kannst du mithilfe eines Fleischthermometers die Kerntemperatur des Bratenstücks kontrollieren. Bleibt sie konstant unter 64 Grad, behält das Eiweiß seine Struktur. Der Saft verteilt sich im Inneren und – zum Beispiel – das
Rindersteak gelingt wunderbar zart. Um ganz sicherzugehen, kannst du zusätzlich ein Backofenthermometer nutzen und so jederzeit nachsehen, ob die Temperatur im Inneren des Rohrs 100 Grad nicht übersteigt. Das gilt natürlich auch, wenn du Rumpsteak garst.