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Aspartam: Süßstoff, an dem sich die Geister scheiden

Komplett auf den süßen Geschmack verzichten möchten wohl die Wenigsten, sei es in Form von Schokolade oder gesüßtem Tee. Zucker soll es aber auch nicht sein, der für das beliebte Aroma sorgt. Ist Aspartam eine Alternative?

Extrem süßer Zuckerersatz: Aspartam

Ein weiterer bekannter Zuckeraustauschstoff: Xylit

Zucker ist kalorienreich und ungesund: So denken viele und bevorzugen Lebensmittel, bei denen er nicht auf der Zutatenliste steht. Die Industrie bedient die Nachfrage und verwendet stattdessen Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe wie Erythrit und Xylit. Letztere sind natürlich vorkommende Zuckeralkohole mit einer ähnlichen bzw. etwas geringeren Süßkraft als Zucker. Süßstoffe dagegen stammen aus künstlicher Herstellung und sind sehr viel süßer – die Süßkraft von Aspartam ist etwa 200-mal höher. Da sehr geringe Mengen für einen süßen Geschmack genügen, können Lebensmittel mit Aspartam kalorienärmer hergestellt werden.

Ist Aspartam schädlich?

Es gibt hartnäckige Gerüchte, dass der Süßstoff ungesund ist. Es gebe eine Aspartam-Allergie, der Zuckerersatz sei ein Nervengift, krebserregend und schädige das Erbgut, so die Vorwürfe. Wissenschaftliche Studien konnten nichts davon bestätigen. Eine Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fiel entsprechend zugunsten des Süßstoffs aus und kam zu dem Schluss, dass Aspartam in einer täglichen Höchstmenge von 40 mg pro kg Körpergewicht unbedenklich ist. Lediglich Menschen mit der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie sollten den Süßstoff meiden. Trotzdem kann Aspartam "Nebenwirkungen" haben: Die Verbraucherzentrale gibt zu bedenken, dass die künstliche Süße geschmacklich nicht mit Zucker mithalten und so den süßen Zahn weniger gut befriedigen könne.

Birthe Wulf: Ernährungs-Expertin Mehr Ernährungstipps von Birthe Wulf
Welche Funktion haben Zusatzstoffe in Lebensmitteln?

Als Zusatzstoffe in Lebensmitteln werden Substanzen bezeichnet, die hauptsächlich zu technologischen Zwecken eingesetzt werden. Das heißt, die Zusatzstoffe in den verarbeiteten Lebensmitteln sollen die Produkteigenschaften optimieren. Produkte lassen sich durch eine verbesserte Back-, Fließ- oder Streichfähigkeit leichter weiterverarbeiten. Oder sie verändern das chemische Verhalten des Produkts, zum Beispiel die Oxidation oder sorgen für eine stabilere Konsistenz und längere Haltbarkeit. Andere Stoffe wiederum ...

Noch mehr geballtes Expertenwissen

So lässt sich Aspartam verwenden

Eine Verarbeitung von Aspartam bietet sich nur in kalten Speisen an

Erwachsene, die mit Aspartam abnehmen möchten, können den Süßstoff also ruhig in üblichen Mengen verwenden. Zurückhaltung ist ggf. bei Kindern geboten, damit diese nicht einseitig auf den sehr intensiven Süßgeschmack geprägt werden. Möchten Sie ohne Zucker backen, ist Aspartam allerdings nicht erste Wahl: Bei hohen Temperaturen jenseits der 100 °C zersetzt es sich und verliert seine Wirkung. Auch fehlt durch die geringen Mengen das Zuckervolumen. Möchten Sie in Rezepten für Süßspeisen den Zucker durch Aspartam ersetzen, sollten Sie diesen Umstand bedenken, damit am Ende die gewünschte Konsistenz herauskommt. Wollen Sie den Süßstoff probieren, ist er im Handel unter verschiedenen Bezeichnungen zu finden. Andere Namen von Aspartam sind beispielsweise Canderel und NutraSweet, die Zusatzstoffkennzeichnung lautet E 951.