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Antioxidantien: Wie sie wirken und welchen Nutzen sie haben

So manchem Lebensmittel wird aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe eine besonders positive Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben. Dazu zählen auch solche mit einem hohen Anteil an Antioxidantien. Was das ist und wie die Stoffe wirken, erfahren Sie hier.

Die Radikalfänger: Antioxidantien

Unter Antioxidantien werden chemische Verbindungen verstanden, die dem Oxidationsprozess entgegenwirken. Dieser entsteht durch die Reaktion mit Sauerstoff. Ein anschauliches Beispiel ist das Braunwerden von aufgeschnittenen Äpfeln. Als Gegenmittel wird das Obst gerne mit Zitronensaft beträufelt, der als natürliches Antioxidationsmittel Vitamin C enthält. Im menschlichen Körper sollen die Antioxidantien eine ähnliche Wirkung entfalten. Sie sollen freie Radikale abfangen, die unser Stoffwechsel natürlicherweise produziert. In übermäßig hoher Anzahl können die nämlich zu oxidativem Stress und somit zu zellschädigenden Prozessen führen. Zu viel UV-Strahlung etwa kann hautschädigende Radikale freisetzen und zu Faltenbildung führen. Es ist Gegenstand der Forschung, ob und wie genau Antioxidantien das verhindern können.

Gemüse, Obst & Co. als Hauptquelle: sekundäre Pflanzenstoffe

Fest steht, dass Antioxidationsmittel in natürlicher Form vor allem in sekundären Pflanzenstoffen vorkommen. Obst, Gemüse, kaltgepresste Öle, Gewürze, Tee, Kaffee und Eier sind Quellen mit einem hohen Gehalt an Carotinoiden, Polyphenolen, Alkaloiden, Flavonoiden & Co. Die mutmaßlich positive Wirkung dieser Stoffe auf die Gesundheit ist ein Grund, warum Superfoods so boomen und es zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel mit sekundären Pflanzenstoffen gibt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erachtet die wissenschaftliche Datenlage als nicht ausreichend, um Empfehlungen für die Zufuhr einzelner Antioxidantien abzugeben. Eine zum Großteil auf Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen basierende Ernährung wirkt sich aber ohnehin aus vielerlei Gründen günstig auf die Gesundheit aus. Mit dieser Ernährungsweise nehmen Sie automatisch viele sekundäre Pflanzenstoffe zu sich.

Essen Sie bunt!

Gezielt Antioxidantien-Kapseln gegen Krebs einzunehmen oder einen Saft zur Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu trinken, funktioniert nach derzeitigem Wissensstand also nicht. Mit einer abwechslungsreichen, pflanzlich betonten Diät nehmen Sie aber auf jeden Fall viele wertvolle Vitalstoffe zu sich, die im Zusammenspiel positiv für den Körper sind. Bauen Sie also ruhig öfter Brainfood-Lebensmittel wie Beeren, Fisch und Avocado in Ihren Speiseplan ein oder essen Sie mehr Pflanzenöle. Sie können sich hier nach den Farben richten, denn die Farbstoffe in Pflanzen gehören zu den Antioxidantien. Je bunter die Mischung auf dem Teller, desto besser. Eine einfache Faustregel, die sich gut im Alltag umsetzen lässt.

Erdbeer-Rucola-Salat
Fettarm genießen!

Gesund kochen ist ganz einfach: Greifen Sie zu viel Gemüse, Fisch, Getreide und mageren Fleischsorten - unsere fettarmen Rezepte helfen Ihnen dabei!