Umeboshi
Sind Umeboshi Pflaumen? Welche Wirkung haben die kleinen Früchte – und woher stammen sie? Wir fassen alles Wissenswerte für dich zusammen. Lies dich einfach schlau!
Wissenswertes über Umeboshi
Umeboshi Pflaumen zu nennen, ist eigentlich nicht korrekt – es hat aber einen bestimmten Hintergrund: Die kleinen Früchte tragen den Spitznamen "Salzpflaumen". Dabei ist das Rosengewächs deutlich enger mit der Aprikose verwand. Genau genommen handelt es sich bei Umeboshi um Ume-Früchte, die unreif geerntet sehr würzig eingelegt werden. Zwischen Meersalzschichten lagern sie zuvor ausgiebig in Holzfässern, bis der durch das Salz angeregte Fermentierungsprozess den Ume-Früchten ihren Saft entzogen hat. Das konserviert Umeboshi nicht nur länger, zudem sollen sich die Früchte – wie auch andere fermentierte Lebensmittel – positiv auf die Darmflora auswirken. Umeboshi werden sogar weitere gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Für den Genuss bleibt es jedoch nicht bei der Fermentierung. Ist sie abgeschlossen, folgt ein Bad im Saft der Früchte, dem zusätzlich Shiso, ein asiatische Würzkraut, untergemischt wird. Bis zu zwei Jahre kann die Reifung dauern. Dann haben Umeboshi nicht nur ihren charakteristischen salzig-säuerlichen Geschmack, sondern tragen auch das intensive Rot von Shiso.
Einkauf und Lagerung
Umeboshi erhältst du vorwiegend vakuumiert in Kunststoffverpackungen. Lagere die luftdicht verschlossenen Früchte stets im Kühlschrank: In einem verschraubten Glas lassen sich die fermentierten Früchte bestens aufbewahren – und sind dabei gut gekühlt mehrere Monate haltbar.
Küchentipps für Umeboshi
Ähnlich wie bei Salzzitronen stellt sich auch bei den kleinen japanischen Früchten die Frage, wie du das intensive Aroma in der Küche am besten zur Geltung bringst. Grundsätzlich lassen sich die Früchte wunderbar pürieren, um danach Suppen, Dressings und Currys zu verfeinern. Du kannst sie marinieren oder in eine Ramen-Suppe geben. In der japanischen Küche begleiten Umeboshi Gemüse- und Reisgerichte. Außerdem findest du sie in Onigiri. Statt ganzer Früchte gibt es auch Umeboshi-Paste, die du ebenfalls zum Würzen und Marinieren unterschiedlicher Speisen nutzen kannst. Taste dich dabei langsam vor, damit der Salzgehalt am Ende nicht zu intensiv hervortritt. Auch gesundheitlich hat das übrigens eine Bedeutung: Denn mehr als sechs Gramm Salz pro Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nicht. Entsprechend bewusst solltest du sowohl bei der ganzen Frucht als auch bei Umeboshi-Paste die Verwendung dosieren.