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Wir sagen „Nein“ zu Mikroplastik!

Der EDEKA Verbund übernimmt Verantwortung für Mensch und Umwelt. Bereits seit 2015 verzichten wir auf festes Mikroplastik bei Kosmetikartikeln. Ziel von EDEKA ist es, bis Ende 2020 alle geeigneten Eigenmarken-Drogerieartikel auf mikroplastikfreie Rezepturen umzustellen.

EDEKA führt „Mikroplastikfrei“-Siegel ein

Das EDEKA „Mikroplastikfrei"-Siegel kennzeichnet alle Hygiene-, Pflege- und Reinigungsprodukte der EDEKA-Eigenmarken, deren Rezepturen mikroplastikfrei sind. Im ersten Schritt werden bereits sukzessive rund 140 EDEKA Eigenmarkenartikel mit dem Siegel ausgestattet. Den Anfang machen Hautcremes und Cremebäder von der EDEKA Eigenmarke elkos. Aber auch in den Folgeschritten wird weiterhin an mikroplastikfreien Rezepturen der Produkte gearbeitet, bei denen die Produktleistung nicht eingeschränkt wird. Dank des neuen „Mikroplastikfrei"-Siegels erhalten Kunden eine zuverlässige Orientierung beim Einkauf. Eine Erklärung des „Mikroplastikfrei"-Siegels ist außerdem auf unserer Siegel-Übersichtsseite zu finden.

Was ist Mikroplastik überhaupt?

Bis heute gibt es keine gesetzliche und einheitliche Bestimmung für Mikroplastik. EDEKA folgt der Definition des BUND e. V.: Der Begriff Mikroplastik umfasst synthetische Polymere (Kunststoffe) mit einer Größe von bis zu 5 Millimetern in fester Form sowie in halbfestem und flüssigem Zustand*.

*Bezogen auf die Rezeptur, nicht auf die Verpackung oder Trägerstoffe (wie z. B. Tücher)

Mikroplastik hat viele Namen

Für Verbraucher ist es oftmals nicht einfach zu erkennen, welche Produkte festes oder flüssiges Mikroplastik enthalten. Die folgende Liste zeigt Inhaltsstoffe, die ein sicheres Indiz für Mikroplastik sind:

• Polyethylene
• Polypropylene
• Polyethylen Terephthalate
• Nylon
• Acrylates Copolymer
• Acrylates Crosspolymer
• Polyurethan
• Polymethyl Methacrylate
• Polyacrylate
• Polystyrene
• Polyquaternium

Wie gelangt Mikroplastik in unsere Umwelt? Welche Auswirkungen hat es?

Der Einfluss von Kunststoffen auf die Umwelt rückt immer stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft. Hierbei spielt auch Mikroplastik eine Rolle: So sind z. B. die winzig kleinen, meist festen Kunststoffanteile häufig im Meer zu finden und verbleiben dort für viele Jahrzehnte. Kleinstlebewesen können das feste Mikroplastik aufnehmen, da sie es mit Nahrung verwechseln. Hierdurch kann es sich möglicherweise auch in der Nahrungskette anreichern.

Doch woher kommt das Mikroplastik in den Meeren ursprünglich? Bei dieser Frage muss zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik unterschieden werden:

• Primäres Mikroplastik

Primäres Mikroplastik kann fest, halbfest oder auch flüssig sein. Es wird industriell hergestellt und ist nur maximal 5 Millimeter groß. Es dient beispielsweise in Kosmetika u. a. als Bindemittel oder auch „Peeling“, oder es unterstützt andere notwendige Produkteigenschaften.

1. Mikroplastik wird zur Gewährleistung bestimmter Produkteigenschaften in Produkten eingesetzt.
2. Die Produkte werden vom Konsumenten gekauft und zu Hause genutzt.
3. Das Mikroplastik aus den Produkten gelangt z. B. beim Duschen oder Putzen ins Abwasser.
4. Die Filter der Abwasseranlagen reichen oft nicht aus: Das Mikroplastik treibt ins Meer.

• Sekundäres Mikroplastik

Sekundäres Mikroplastik bildet sich beim Zerfall von größeren, festen Kunststoffteilen (Makroplastik). Es entsteht somit erst nach Gebrauch von Kunststoffprodukten und wird nicht von vornherein in kleinster Form industriell hergestellt.

1. Produkte wie z. B. Textilien und Verpackungen aus Kunststoff werden produziert, gekauft und genutzt.
2. Kunststoffprodukte werden beabsichtigt oder unbeabsichtigt in die Natur geworfen und gelangen ins Meer. Dort verwittern sie und zerfallen zu Mikroplastik.
3. Auch der Abrieb von Autoreifen erzeugt Mikroplastik, das durch Regen und über die Flüsse ins Meer gelangt.
4. Winzige Fasern aus Kunststoffbekleidung lösen sich beim Waschvorgang und gelangen ins Abwasser.
5. Die Filter der Abwasseranlagen reichen oft nicht aus: Das Mikroplastik treibt ins Meer.

Übrigens: Die beschriebenen Auswirkungen von festem Mikroplastik sind (Stand heute) besser erforscht als die der halbfesten und flüssigen synthetischen Polymere. EDEKA hat deshalb bereits reagiert und sämtliches festes Mikroplastik aus den Produktrezepturen der Eigenmarken entfernt. Und auch wenn weitere Forschungsergebnisse der halbfesten und flüssigen Polymeren noch ausstehen, handelt EDEKA proaktiv und arbeitet an einer Rezepturumstellung aller geeigneten Drogerieartikel im Eigenmarkenbereich.

Gut zu wissen: Die Quellen von Mikroplastik

Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, UMSICHT 2018, Grafik eigene Darstellung

Mikroplastik gelangt deutschlandweit über mehr als 50 Quellen in unsere Umwelt. Dabei entsteht besonders viel Mikroplastik durch Autoreifen- und Straßenabrieb. Mit nur rund 1 % stellen Kosmetika, Körperpflege- und Reinigungsprodukte eine der kleinsten Ursachen für Mikroplastik dar.

Warum wird Mikroplastik in Drogerieartikeln eingesetzt?

Der Ersatz von Mikroplastik ist bereits an vielen Stellen möglich und wird von EDEKA aktiv vorangetrieben. Schon seit 2015 sind die festen Mikroplastikpartikel aus allen Kosmetik-Eigenmarken konsequent entfernt. Auch der Einsatz von halbfesten und flüssigen synthetischen Polymeren wurde kritisch geprüft: EDEKA hat zusammen mit seinen Lieferanten jedes einzelne Eigenmarkenprodukt angeschaut und geprüft, ob Mikroplastik enthalten ist. Derzeit findet die Bewertung und Entwicklung mikroplastikfreier Rezepturen statt. Überall dort, wo es möglich ist, werden nun auch die halbfesten und flüssigen synthetischen Polymere ausgetauscht.

Viele Verbraucher fragen sich, warum Mikroplastik in jeglicher Form nicht generell aus allen Produkten entfernt wird. Doch ganz auf Mikroplastik zu verzichten geht leider (noch) nicht. Warum? Halbfeste sowie flüssige synthetische Polymere werden in der Kosmetikindustrie eingesetzt, da bei bestimmten Produkten (Stand heute) ohne den Einsatz dieser Polymere die Produktleistung leidet.

Hier einige Beispiele:

  • Haargele oder -sprays erzielen einen verbesserten Halt – ohne Mikroplastik-Inhaltsstoffe können diese guten Haltegrade nicht mehr erreicht werden.
  • Cremes lassen sich mit Unterstützung der Mikroplastikanteile besser auf der Haut verteilen bzw. ziehen schneller ein – diese Wirkung nimmt ohne den Mikroplastikeinsatz ab.
  • Make-ups haben eine verbesserte Abdeckungswirkung – auch hier lässt die Produktwirkung nach, sobald Mikroplastik aus der Rezeptur entfernt wird.

Garantiert ohne: Naturkosmetik!

Neben dem neuen „Mikroplastikfrei“-Siegel von EDEKA können sich Kunden zusätzlich an den Siegeln der zertifizierten Naturkosmetik orientieren. Diese Kosmetik- oder Pflegeprodukte sind ebenfalls frei von festem und flüssigem Mikroplastik. So ist z. B. die NATRUE-zertifizierte Exklusivmarke Blüte-Zeit eine weitere mikroplastikfreie Alternative.

Klares Ziel von EDEKA:

Ziel ist es, bis Ende 2020 alle geeigneten Drogerieartikel im Eigenmarkenbereich umzustellen, bei denen der Verzicht auf Mikroplastik keine Einschränkung der Produktleistung mit sich bringt. All diese Produkte werden natürlich mit dem „Mikroplastikfrei“-Siegel gekennzeichnet.