Unsere Joghurtkruste überzeugt als saftiges, unwiderstehlich knuspriges Mischbrot mit wunderbarem Aroma. Wie du es mit wenig Hefe backst und welche Gelingtipps dir helfen, verraten wir dir in unserem Joghurtkrusten-Rezept.
Zubereitungszeit
30 min.
Gesamtzeit
3 h 50 min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien / Portion
454 kcal
Ernährungsform
Vegetarisch
Zutaten
Portionen
Mengenangaben beziehen sich auf
4
Portion(en).
4
300
g
Weizenmehl, Type 550
200
g
Roggenmehl, Type 1150
2
TL
Salz
7
g
Hefe, frisch
200
g
Joghurt
2
TL
Zuckerrübensirup
2
EL
Balsamico-Essig, dunkel
Außerdem:
Mehl, zum Arbeiten
Zubereitung
Mehle und Salz in einer Schüssel vermischen. Hefe in 200 ml lauwarmem Wasser auflösen und mit Joghurt und Zuckerrübensirup verrühren. Hefemischung und Balsamicoessig zur Mehlmischung geben und mit den Knethaken eines Handrührgerätes für 5-7 Minuten auf langsamer Stufe verkneten. Anschließend weitere 3-4 Minuten auf schneller Stufe verkneten, bis ein elastischer Teig entsteht. Den Teig abgedeckt für 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nach der Hälfte der Zeit einmal in der Schüssel dehnen und falten.
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem länglichen Laib formen und die Oberfläche mit Mehl bestäuben. Brotlaib in ein Gärkörbchen oder eine Schüssel mit bemehltem Geschirrtuch legen und für 90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
Backofen mit Backblech auf 250 Grad Ober-/ Unterhitze (230 Grad Umluft) vorheizen. Eine ofenfeste Schüssel mit Wasser auf den Backofenboden stellen.
Brotlaib auf das heiße Backblech stürzen, mit einem scharfen Messer einschneiden und für 10 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen anbacken. Ofentür öffnen, Dampf ablassen, Schüssel entfernen und Hitze auf 200 Grad reduzieren. Weitere 35-40 Minuten ausbacken.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
1.900 kj (23 %)
Kalorien
454 kcal (23 %)
Kohlenhydrate
99 g
Fett
1 g
Eiweiß
13 g
Bewertung
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Brot mit Joghurtkruste: herrlich knusprig, leicht zu backen
Der Begriff „Joghurtkruste“ klingt nach karamellisiertem Dessert, tatsächlich handelt es sich aber um ein Brot – und zwar ein innen wunderbar saftiges und außen knuspriges. Diese tolle Konsistenzkombination verdankt das Backwerk der namensgebenden Zutat: Joghurt sorgt für eine fluffige Krume und eine krosse Rinde. Letztere kommt durch die Maillard-Reaktion beim Backen zustande. Milchzucker und Milcheiweiß verfestigen unter Hitzeeinwirkung die Oberfläche und sorgen für eine schöne Bräunung: Das Joghurtkruste-Brot ist geboren! Darüber hinaus verbessert die feine Säure des Milchprodukts den Geschmack des Backwerks und du kannst die Joghurtkruste länger aufbewahren. Sie bleibt immerhin bis zu fünf Tage frisch. Gründe genug also, um unser Joghurtkruste-Rezept gleich auszuprobieren!
Tipps und Tricks zu den Zutaten für die Joghurtkruste
Welchen Joghurt du verwendest, bleibt dir überlassen. Das Mischbrot gelingt mit Naturjoghurt mit 3,8 % Fettgehalt genauso gut wie mit griechischem Joghurt mit 10 % Fettgehalt. Mit fettarmem Joghurt wird es knusprig, aber etwas trockener und nicht ganz so aromatisch. Du kannst für Brot-Rezepte mit Joghurt auch pflanzliche Alternativen verwenden. Eiweißreiche Produkte auf Soja- und Erbsenbasis funktionieren hierfür am besten. Bei den übrigen Zutaten für unsere Joghurtkruste bist du ebenfalls flexibel. So kannst du Trockenhefe statt frischer Hefe verwenden, ein knapper, gestrichener Teelöffel genügt. Mische die Trockenhefe direkt mit dem Mehl und gib dann die Flüssigkeit dazu. In der Regel braucht das Brot ein wenig länger zum Gehen. Weitere Informationen und Tipps liefert unser Expertenbeitrag zum Thema "frische Hefe oder Trockenhefe: Wo liegen die Unterschiede?". Die Joghurtkruste geht nicht auf? Dann ist die Hefe zu alt und hatte nicht mehr genügend Triebkraft, das Wasser zu kalt oder zu heiß und die Raumtemperatur zu niedrig.
Joghurtkruste: kneten, falten, backen – die wichtigsten Schritte
Bei der Teigverarbeitung ist ausgiebiges Kneten wichtig, damit das Gluten seine Klebewirkung entwickelt und du einen schön elastischen Teig erhältst. Anschließend musst du die Joghurtkruste falten, denn das stabilisiert die Struktur. Das Ergebnis ist eine wunderbar lockere Krume nach dem Backen. Apropos: Bei Temperatur und Backzeit der Joghurtkruste sind die ersten zehn Minuten wirklich wichtig. Die hohe Anfangseinstellung auf 250 Grad sorgt dafür, dass die Maillard-Reaktion richtig Fahrt aufnimmt und sich die tolle Kruste bildet. Vergiss nicht, die Ofentür kurz zu öffnen, damit der Dampf entweicht. Sonst klappt dieser Prozess nicht, die Brotrinde bleibt weich und schmeckt nicht so aromatisch.