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Ramen - Asiatische Nudelsuppe

In unseren Längengraden war die japanische Nudelsuppe lange nur als Instant-Produkt bekannt. Dabei ist die Herstellung von frischen Ramen unspektakulär einfach und das Ergebnis überragend lecker.

Nudel. Suppe. Ramen.

Ramen, stammen ursprünglich aus China, wurden aber erst als japanisches Nationalgericht weltweit bekannt. Der Begriff Ramen beschreibt sowohl die japanischen Nudeln an sich als auch die Suppen, bei denen diese Nudeln die Hauptzutat bilden. Wie bei vielen Dingen in Japan handelt es sich hierbei nicht um ein reines Nahrungsmittel, sondern um eine in der Tradition verwurzelte Philosophie.

Auf den japanischen Inseln gibt es zehntausende von Ramen-Restaurants, sogenannte Ramen-ya, und jedes von ihnen stellt Ramen auf eine ganz eigene Art und Weise her.

Rezept für frische Ramen-Nudeln (Namamen)

Ersetzen Sie Weizen- mit Buchweizenmehl, dann bekommen die Ramen-Nudeln einen herzhaften Eigengeschmack und werden Soba genannt.

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl
  • 1 Ei
  • 90 ml Wasser
  • Eine Messerspitze Backpulver
  • Salz
  • Etwas gemahlenen Hartweizengries zum Ausrollen

Zubereitung

Wasser, Backpulver und Salz vermischen, anschließend das Ei zu dem Wasser geben und verrühren.

Mehl in eine Schüssel geben und Flüssigkeit nach und nach beigeben. Sehr lange kneten bis ein homogener Teig entsteht.

Sollten Sie eine Nudelmaschine Ihr Eigen nennen, dann fertigen Sie aus dem Teig nach der Anweisung Ihres Gerätes 3 Millimeter dünne und breite Nudeln. Anschließend geben Sie die Nudeln zum Trocknen für eine Viertelstunde auf fein gemahlenen Hartweizengries.

Für den Fall, dass Sie keine Nudelmaschine haben, rollen Sie den Teig sehr dünn aus und bestäuben Sie diesen mit ein wenig gemahlenem Hartweizengries. Falten Sie vorsichtig den Teig einmal längs und zweimal hochkant. Drücken Sie die Seiten dabei nicht fest aufeinander. Mit einem Messer dünne Streifen abschneiden, diese entfalten und die Nudeln zum Trocknen für eine Viertelstunde auf fein gemahlenen Hartweizengries legen.

Die Kochzeit für diese Nudeln beträgt drei Minuten. Zur längeren Haltbarkeit, können Sie diese auch direkt einfrieren.

Die Brühe macht den Unterschied

Für Ramen gibt es kein allgemeingültiges Rezept, kein Standardmodell, keine Kernzubereitung. Ausschlaggebend für den Geschmack jeder einzelnen Nudelsuppe ist immer die Zusammensetzung der Brühe sowie der frischen Zutaten aus Gemüse, Kräutern sowie Fleisch oder Fisch. Grenzen sind keine gesetzt, jedoch gibt es zumindest bei den Geschmacksrichtungen verschiedene Kategorien, die sich je nach der hauptsächlichen "Salzquelle" der Suppe richtet.

Arten der Ramen-Brühe

Shoyu-Ramen basieren auf Soja Sauce. Diese Art Ramen ist besonders im Zentrum Japans. Klassischerweise bildet Soja Sauce mit Fleischbrühe die Basis. Als typische, frische Zutaten werden Hühnchen, Meeresfrüchte, verschiedene Sorten Gemüse und ein gekochtes Ei verwendet.

Miso ist eine Art Sojapaste, die wesentlich aromatischer schmeckt als die flüssige Soja Sauce. Miso-Ramen stammt aus dem kälteren Norden Japans, wo herzhaftere, wärmende Suppen gefragt sind. Diese Suppen werden oft mit Speck, dicken Bohnen und Zuckermais hergestellt.

Shio-Ramen ist die älteste Art von Ramen und wird mit Meersalz hergestellt. Vom Aroma her ist Sie die leichteste Art von Ramen und wird oft im Süden Japans gegessen. Frischer Fisch, Meeresfrüchte und frisches, leichtes Gemüse findet oft den Weg in die Shio-Ramen-Schüsseln.

Tonkotsu-Ramen ist sehr beliebt in Tokio und Umgebung. Grundlage bildet hier eine schwere Schweine- oder Hühner-Brühe, die aus den ausgekochten Knochen der Tiere hergestellt wird. Ramen Restaurants in Tokio packen gerne gebratenes Schweinefleisch, Bambussprossen und Pilze in diese Art von Ramen.

Ramen: Ein- und Beilagen

Typisch für Ramen sind die verschiedenen Arten von Ein- und Beilagen. Von Gemüse über Fleisch und Fisch bis zu Pilzen weiteren Nudelarten ist alles erlaubt, was schmeckt.

So ziemlich jede Gemüsesorte, die zu einer guten Suppe passt, passt auch zu Ramen. In Japan werden typischerweise Karotten, Spitz- oder Chinakohl, Lauchzwiebeln, Mais, Spinatblätter oder Bambussprossen verwendet. Es gibt jedoch unzählige Möglichkeiten. Jedes Restaurant, jeder Koch, jede Familie hat seine ganz eigene Variation.

Natürlich wird im Inselstaat Japan gerne Fisch gegessen. Thunfisch schmeckt hervorragend in Ramen. Japaner lieben auch Kamaboko, eine Art Surimi, also püriertes und gepresstes Fischfleisch - vergleichbar als Variante des hier bekannten Leberkäses. Üblich ist Nori, gerösteter Seetang, als Einlage. Aber auch jede Art von Fleisch wird in Japan mit Begeisterung gegessen. Schweineschinken, Suppenfleisch vom Kalb oder gebratenes Hähnchenfleisch finden Ihren Weg in die Ramen-Töpfe.

Viele behaupten ja, in eine richtige Ramen-Suppe gehört ein weichgekochtes Ei. Andere schwören auf Wan Tan, mit Garnelen oder Fleisch gefüllte Teigtaschen. Einig sind sich beide Fraktionen bei einer Zutat: Austern-Saitlinge oder Shiitake-Pilze sind ein "Muss", wenn es um Ramen geht. Frischer Ingwer, Wakame (in Sesamöl eingelegte Algen) oder Knoblauch geben der Suppe einen würzigen Geschmack.

Trend im Trend: Ramen Burger

Dieser Trend schwappt mit Erfolg aus dem Big Apple zu uns: Ramen Burger! Hierbei ersetzen kleinen Fladen gepresste Ramen-Nudeln das Weizenbrötchen - sonst bleibt alles beim Gewohnten. Ramen Burger lassen sich einfach selbst herstellen. Alles was Sie brauchen ist eine Form, Instant-Ramen-Nudeln, ein Ei, Folie, einen Kühlschrank und eine Pfanne.

Die fertigen "Nudelbuns" können nun wie bei "normalen" Hamburgern je nach Belieben belegt werden. Ob mit mageren Rinderhack, Hähnchenbrust oder Tofu bleibt jedem selber überlassen. Experimentieren Sie und genießen Sie Ihre eigene Version des Ramen Burgers.