Ist Löwenzahn essbar und wie kann man ihn zubereiten?

Antwort in aller Kürze

Das Wichtigste vorab: Ja, Löwenzahn ist vollständig essbar. Die jungen Blätter eignen sich hervorragend für Salate, während du die Blüten zu Sirup oder Gelee verarbeiten kannst. Sogar die Wurzeln der Pflanze lassen sich geröstet als koffeinfreier Kaffeeersatz nutzen. Achte beim Sammeln auf saubere Wiesen abseits von Straßen, dann kannst du Löwenzahn ganz einfach pflücken und zu leckeren Rezepten verarbeiten.

Die ganze Antwort – ausführlich erklärt von EDEKA

Der Löwenzahnhonig ist vegan, aromatisch-süß und schnell gemacht, perfekt als Brotaufstrich oder zum Verfeinern.

Kann man Löwenzahn essen? Was du wissen solltest

Viele Gartenbesitzer:innen halten ihn für Unkraut, doch tatsächlich ist Löwenzahn essbar und eine wunderbare Zutat für deine Küche. Von der knorrigen Wurzel bis zur leuchtenden gelben Blüte lässt sich die gesamte Pflanze kulinarisch verwerten und bietet dir spannende neue Geschmacksnoten.

Was genau kann man vom Löwenzahn essen?

Du kannst viele ihrer Bestandteile verwerten. Sie alle bringen ein eigenes Aroma mit. So schmecken die einzelnen Teile des Löwenzahns:

  • Blätter: Die gezackten Blätter schmecken leicht bitter wie Rucola. Junge Frühlingsblätter sind milder und beliebt für Wildkräutersalate, Löwenzahn-Pesto oder Smoothies.

  • Blüten: Die gelben, süßlich-honigartigen Blüten sind ideal für Salate, Löwenzahnhonig oder Gelee.

  • Knospen: Sie sind fest geschlossenen essbar. Eingelegt in Essig erinnern sie geschmacklich an Kapern und sind ideal zur Brotzeit.

  • Wurzeln: Die Wurzeln des Löwenzahns werden im Herbst oder zeitigen Frühjahr ausgegraben, gereinigt und klein geschnitten. Geröstet ergeben sie einen aromatischen, koffeinfreien Kaffeeersatz.

Mit unserem Rezept für selbstgemachte Kräuterbutter bereichern Sie jedes Party-Büfett: Probieren Sie unsere Variante mit Löwenzahn, Bärlauch, Salz und Pfeffer – fertig in 10 Minuten!
Löwenzahn lässt sich für zahlreiche Rezepte nutzen, wie beispielsweise für Kräuterbutter.

Wo du deinen Löwenzahn pflücken solltest

Wähle den Standort beim Pflücken bewusst aus, damit Löwenzahn sicher essbar bleibt.

Vermeide:

  • Flächen an stark befahrenen Straßen

  • Ränder von konventionell bewirtschafteten Feldern (wegen möglicher Spritzmittel)

  • beliebte Gassi-Routen von Hunden

Pflücke Löwenzahn idealerweise an naturbelassenen Wiesen oder im eigenen Garten.

Löwenzahn verarbeiten: essbar und vielseitig

Löwenzahn ist definitiv mehr als nur ein „Unkraut“ im Garten: Er ist eine vielseitige Wildpflanze, die sich vom Blatt bis zur Wurzel verwenden lässt. Mit ein paar einfachen Handgriffen kannst du ihn sammeln, vorbereiten und in leckeren Rezepte verwenden.

  1. Schneide junge Blätter tief unten ab oder zupfe die Blütenköpfe bei Sonnenschein, wenn sie voll geöffnet sind.

  2. Vor der Zubereitung wäschst du die Pflanzenteile gründlich unter kaltem Wasser ab und schüttelst sie trocken. Ein Papiertuch oder eine Salatschleuder helfen dir dabei.

  3. Löwenzahn ist in einem frischen Salat optimal. Koche Blüten mit Zucker und Zitrone zu Sirup ein oder röste die Wurzeln im Backofen.

Rezepte mit Löwenzahn

  • Löwenzahnsalat

    Löwenzahnsalat

    • Zubereitungsdauer
      30 min.
    • Ernährungsweise
      Glutenfrei
    • Ernährungsweise
      Vegetarisch
  • Löwenzahngelee

    Löwenzahngelee

    • Zubereitungsdauer
      2 h 40 min.
    • Ernährungsweise
      Vegan
    • Ernährungsweise
      Glutenfrei
    • Ernährungsweise
      Vegetarisch
    • Ernährungsweise
      Laktosefrei

FAQ – Ist Löwenzahn essbar?

Löwenzahn ist essbar. Du erkennst ihn an seinen typischen, sägeblattartig gezahnten Blättern, die als Rosette am Boden wachsen. Auch der hohle Stängel mit nur einer einzigen gelben Blüte ist oft ein eindeutiges Zeichen. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Ferkelkraut oder anderen Korbblütlern, die jedoch behaarte Blätter oder massive Stängel haben. Der echte Löwenzahn hat glatte, unbehaarte Blätter und einen hohlen Stängel mit Milchsaft.

Um die Bitterkeit des Löwenzahns abzumildern und ihn genießbar zu machen, erntest du bevorzugt sehr junge, kleine Blätter im zeitigen Frühjahr. Zusätzlich hilft es, die Blätter vor der Verwendung für etwa eine Stunde in lauwarmes Wasser zu legen, da dies einige Bitterstoffe ausschwemmt. Auch die Kombination mit milden Zutaten wie Kartoffeln, Ei oder einem süßlichen Honig-Senf-Dressing gleicht den herben Geschmack aus.

Ja, Löwenzahn ist nicht nur essbar, sondern wird seit Jahrhunderten sicher in der Küche verwendet. Er enthält Bitterstoffe, die geschmacksgebend sind. Lediglich Personen mit empfindlichem Magen oder bekannten Allergien gegen Korbblütler sollten sich vorsichtig herantasten.

Ja, du kannst die gelben Blütenblätter des Löwenzahns roh essen. Sie schmecken leicht süßlich und mild. Entferne am besten den grünen Blütenkelch, da dieser bitter schmecken kann, und zupfe nur die gelben Teile aus oder verwende den ganzen Kopf als Dekoration. Achte zudem darauf, dass keine Insekten in der Blüte versteckt sind.

Ja, du kannst auch die Löwenzahnwurzeln zubereiten. Sie werden seit Jahrhunderten in der Küche und Naturheilkunde verwendet. Die Wurzel schmeckt roh eher bitter, kann aber gekocht oder geröstet milder werden. Besonders bekannt ist Löwenzahnwurzel-Kaffee: Dafür werden die Wurzeln getrocknet, geröstet und gemahlen. Du siehst, es sind wirklich alle Teile des Löwenzahns essbar.

Ähnliche Inhalte

  • Wie gesund sind Erdbeeren?

    Kategorie: Obst & Gemüse

    Mit gerade einmal 31 Kilokalorien pro 100 Gramm zählen Erdbeeren zu den kalorienarmen Obstsorten. Gleichzeitig liefern sie viele Nährstoffe, die bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nicht fehlen sollten. In erster Linie sind Erdbeeren ein se…

Spezielle Frage? Unser Ernährungsservice hilft gern:

* kostenfrei aus dem dt. Fest- und Mobilfunknetz

Weitere Kontaktmöglichkeiten und Informationen über den EDEKA Ernährungsservice.