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Gibt es eine Allergie gegen Fleisch?

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Gibt es eine Allergie gegen Fleisch?

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Birthe Wulf

Birthe Wulf

Ernährungs-Expertin

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Manche Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens tatsächlich eine Allergie gegen Fleisch. Bei einer Allergie wird das Immunsystem gegen einen körperfremden Stoff sensibilisiert und reagiert bei Kontakt mit diesem sogenannten Allergen mit Symptomen wie Hautausschlag, Juckreiz, Atemwegsbeschwerden oder Verdauungsproblemen teilweise bis zum allergischen Schock. Bei Fleisch gibt es rund ein Dutzend verschiedene Allergene, die bei sensibilisierten Menschen eine allergische Reaktion verursachen können.

Es gibt sowohl Formen von Fleischallergien, bei denen Betroffene überhaupt kein Fleisch vertragen, als auch Allergien gegen bloß bestimmte Fleischsorten wie Geflügel oder rotes Fleisch wie Schwein, Rind oder Lamm. Andere Fleischsorten können in diesen Fällen bedenkenlos verzehrt werden. Das hängt davon ab, ob die Allergie von einem Allergen ausgelöst wird, das sich in allen Fleischsorten wiederfindet, oder nur von einem bestimmten Protein, das nur in einer Fleischsorte vorkommt.

Eine wesentliche Rolle bei einer Allergie gegen Fleisch spielen sogenannte glykosylierte Proteine. Dabei handelt es sich um Eiweiße, die mit Zuckerresten (Kohlenhydratseitenketten) versehen sind. Üblicherweise erfolgt die Reaktion mit den genannten Symptomen auf die Proteine. Bei einer Fleischallergie kann es jedoch auch vorkommen, dass Allergiker stattdessen auf die Zuckerreste reagieren.

In diesem Fall könnte es zu einem verzögerten Auftreten der Symptome kommen. Die Fleischallergie gehört zu den Soforttypallergien. Das heißt, dass die Symptome normalerweise innerhalb von drei Stunden nach Kontakt mit dem Allergen auftreten. Allerdings gibt es auch Ausprägungen, die sich als verzögerter Soforttyp bezeichnen lassen. Die allergische Reaktion zeigt sich dann erst nach sechs bis acht Stunden. Grund hierfür könnte der Verdauungsprozess sein, der die Zuckerreste als Allergen erst freilegen muss, bevor die allergischen Symptome auftreten.

Bei Verdacht auf eine Allergie gegen Fleisch sollten Sie dies bei einem Allergologen überprüfen lassen. Beim sogenannten Prick-Test werden Ihnen auf der Haut geringe Mengen bestimmter Allergene zugeführt und anschließend untersucht, welche Stoffe bei Ihnen Hautrötungen verursachen. Mit diesem klassischen Test lässt sich nicht nur eine Pollen-, Tierhaar oder Hausstaubmilbenallergie erkennen, sondern auch eine Fleischallergie. Das Ergebnis sollte allerdings auch durch Bluttests, in denen spezifische Antikörper (sog. IgE) zu finden sind, abgesichert werden.

Bei der Allergie gegen die glykolisierten Proteine in rotem Fleisch müssen hingegen aufwändige Provokationsdiäten durchgeführt werden, um diese herauszufinden. Dabei werden unter medizinischer Aufsicht stetig größere Mengen an Fleisch verzehrt, bis es zu einer allergischen Reaktion kommt. Durch die Entwicklung eines neuartigen Bluttests für diese spezielle Allergieform, ist es heutzutage allerdings auch möglich, die umfang- und risikoreichen Provokationstests zu ersetzen und ein gesichertes Ergebnis zu bekommen. Hierbei wird die (starke) Reaktion bestimmter Immunzellen auf diese glykolisierten Proteine nachgewiesen.

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